Gemischte Gefühle und Jubelstürme – Wählergruppe Zukunft Bodenfelde, SPD, CDU und Grüne äußern sich zur Bürgermeisterwahl

StartseiteLokalesUslar / SollingStand: 29.09.2026, 21:16 UhrKommentareUns auf Google folgenAm Wahlabend: Der amtierende Bürgermeister Gerald Wucherpfennig gratuliert seiner Nachfolgerin Anne Kraus (SPD). © Jürg...

  • 2 min read
Gemischte Gefühle und Jubelstürme – Wählergruppe Zukunft Bodenfelde, SPD, CDU und Grüne äußern sich zur Bürgermeisterwahl

Stand: 29.09.2026, 21:16 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Uslar, Bodenfelde, Anne Kraus mit Blumen und Bürgermeister Gerald Wucherpfennig

Am Wahlabend: Der amtierende Bürgermeister Gerald Wucherpfennig gratuliert seiner Nachfolgerin Anne Kraus (SPD). © Jürgen Dumnitz

Bodenfelde – Nach der Bürgermeister-Stichwahl in Bodenfelde äußern sich Ratspolitiker von SPD (2 Sitze), Bürgervereinigung Zukunft Bodenfelde (BZB/4), CDU (3) sowie die Grüne Kerstin Lange auf HNA-Anfrage zum Wahlausgang. Während der SPD-Ortsverband „sehr zufrieden“ mit der Wahl seiner Kandidatin Anne Kraus ist, sehen die BZB und Lange das Ergebnis eher mit gemischten Gefühlen. Die CDU-Fraktion respektiert das Wahlergebnis.

Der Verlauf des Wahlabends am Sonntag konnte spannender nicht sein, schreibt SPD-Pressesprecher Lothar Richter. Dass das Briefwahlergebnis den Ausschlag zugunsten von Kraus gab, führte im Feuerwehrhaus zu Jubelstürmen, beschreibt er seine Erlebnisse. Die SPD sei sich sicher, dass mit Kraus eine sehr engagierte und kommunikative Frau gewählt wurde. Ihr außerordentlich guter Kontakt zu den für den Bereich zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten könne sich positiv auswirken, meint Richter. Ein Wermutstropfen seien die zwei freien Plätze im neuen Gemeinderat. Bei der Kommunalwahl haben die Sozialdemokraten so viele Wählerstimmen bekommen, dass sie vier Sitze im neuen Rat hätten. Mit Kraus waren aber nur drei Kandidaten da. Weil Kraus jetzt Bürgermeisterin ist, fehlen zwei Personen in der neuen Legislaturperiode. Laut Richter sei es im 3000-Seelen-Ort nicht gelungen, mehr Kandidaten zu gewinnen.

Die Wählervereinigung Zukunft Bodenfelde blickt „mit gemischten Gefühlen auf diesen Wahlausgang“, schreibt Sprecher Björn Mund. „Wir bedauern, dass unser Wunschkandidat Björn Römermann denkbar knapp gegen Kraus verloren hat.“ Römermann habe einen engagierten, inhaltsstarken und fairen Wahlkampf geführt und viele Wähler von seiner Vision für ein zukunftsfähiges Bodenfelde überzeugen können. Das Ergebnis der demokratischen Wahl sei zu respektieren. Kraus könne „selbstverständlich bei den anstehenden Aufgaben, Projekten und Entscheidungen“ auf die konstruktive Unterstützung der BZB im Rat zählen. „Wir reichen ihr die Hand und hoffen auf eine vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit.“

Ähnlich äußert sich Kerstin Lange. Es sei nicht ihr Wunschergebnis, sie sei aber zufrieden und hofft, dass es im Rat klappt. „Das wird eine spannende Kiste“, so die Grüne. Mit Sorge betrachtet die BZB die personelle Situation wegen der zwei unbesetzten SPD-Plätze. Das sei eine Herausforderung. Die Vakanz bedeutet „eine spürbare Einschränkung der kommunalpolitischen Repräsentanz für einen Teil unserer Wählerschaft und erschwert die parlamentarische Arbeit“. Umso wichtiger ist es, dass alle Ratsmitglieder über Parteigrenzen hinweg Verantwortung übernehmen und konstruktiv an Lösungen arbeiten, schreibt Björn Mund. Die BZB sei bereit, diesen Weg aktiv, kritisch und konstruktiv mitzugestalten.

Laut Ulf Janßen arbeite die CDU-Fraktion „gerne mit jedem Bürgermeister zusammen, der die Mehrheit gefunden hat“. Kraus sei offen für Ideen im Rat, so Janßen. (jde)