"Girl with the hijab": THC-Torfrau Gooma erste Bundesliga-Spielerin mit Kopftuch
Handball | Bundesliga Stand: 08.09.2026 22:34 Uhr Bei den Handballerinnen des Thüringer HC steht seit dieser Saison eine ganz besondere Akteurin zwischen de...
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Handball | Bundesliga
Stand: 08.09.2026 22:34 Uhr
Bei den Handballerinnen des Thüringer HC steht seit dieser Saison eine ganz besondere Akteurin zwischen den Pfosten: Die Ägypterin Maie Gooma ist erste Spielerin mit einem Hijab.
von SPORT IM OSTEN
Maie Gomaa fällt auf: Die neue Torhüterin vom Thüringer HC ist die erste Spielerin mit Hijab, einem religiösen Kopftuch, in der Handball-Bundesliga. Die 31-jährige Ägypterin wechselte vom polnischen Erstligisten Energa AZS Koszalin nach Thüringen. Fragen nach dem kapuzenartigen Stoff, der ihre Haare und ihren Hals bedeckt, kennt sie schon: "Es macht mich speziell in den Ligen, weil mich jeder als Frau mit dem Hijab kennt, weil ich die einzige Frau bin, die damit spielt", sagt das "Girl with the hijab" auf sehr gutem Englisch.
Auch für die Bundesliga ist es eine Premiere. Maie Gooma ist "sehr stolz" auf dieses Alleinstellungsmerkmal. Ansonsten ist der kapuzenartige Stoff, der ihre Haare und ihren Hals bedeckt, Alltag: "Ich bin gewohnt, es zu tragen. Das ist aus religiösen Gründen. Es ist nichts Besonderes für mich, nur ein extra Kleidungsstück."
Beste Spielerin des Afrka-Cups
THC-Trainer Herbert Müller fiel die Nationalspielerin erstmals beim Afrika-Cup 2024 auf. Dort wurde die oft lächelnde Gooma zur besten Torhüterin gekürt. Dazu kamen ihre Leistungen in der polnischen Liga, wo sie die meisten Paraden aufwies: "Das war das letzte Puzzleteil, als wir eine zweite Torfrau neben Laura Kuske suchten", sagt Müller zu den Gründen der Verpflichtung.
Handball in Ägypten sehr populär
In ihrer Heimat Ägypten zählt Handball zu den wichtigsten Sportarten: "Ich habe mit vier Jahren angefangen, Handball zu spielen, in Ägypten ist der Sport sehr populär, nach Fußball natürlich. Es spielen sehr viele Menschen Handball", erzählt Gomaa, die bald auch ihre Familie in Thüringen erwartet.
THC ein "großer Klub"
Der THC sei ein "großer Klub mit einer guten Reputation", deshab sei es "nicht so hart gewesen hierhin zu kommen". Sportlich will sie das Maximale erreichen und ist sich hrer Verantwortung bewusst: "Als Torhüter kann man das Resultat in hohem Maße beeinflussen". Beim nächsten Mal steht sie am Samstag zwischen den Pfosten. Nach zwei Siegen zum Saisonstart geht es am 3. Spieltag für den THC gegen FrischAuf Göppingen.
(Stefan Schönau/Christian Kerber)
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