„Größtes Spiel meiner Karriere“: Aufsteiger TSV Landsberg begeistert bei 1860 München
tzSport1860 MünchenStand: 30.08.2026, 20:17 UhrKommentareUns auf Google folgenDer TSV Landsberg entführt 1860 München einen Punkt im „Highlight-Spiel der Saison“. Doch neben Stolz und Freude herrscht auch Ärger...
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Stand: 30.08.2026, 20:17 Uhr
Der TSV Landsberg entführt 1860 München einen Punkt im „Highlight-Spiel der Saison“. Doch neben Stolz und Freude herrscht auch Ärger im Lager der Lechstädter.
München – Es lief die 75. Spielminute. So langsam aber sicher kippte die Stimmung im Grünwalder Stadion. Wo kurz zuvor noch Euphorie und Siegessicherheit herrschten, sah man plötzlich Zweifel und Unzufriedenheit in den Gesichtern der Löwenfans. „Mei, des is doch nur Landsberg“, brüllte ein zunehmend verärgerter Anhänger des TSV 1860 München. Dabei hatte alles so gut angefangen – aus Sicht der Löwen.
TSV 1882 Landsberg punktet bei 1860 München: „Ein überragendes Ergebnis“
Bei strahlendem Sonnenschein brachte Michael Eberwein die Sechzger bereits in der 15. Minute vom Punkt in Führung. Und man merkte: Der Rückstand und die Kulisse, sie machten etwas mit den Gästen. Große Lücken im Mittelfeld, vereinzeltes Pressing, das nicht klappte. Die Landsberger liefen viel dem Ball hinterher. Torschütze Furkan Kircicek bestätigte den Eindruck gegenüber Fussball Vorort/FuPa Oberbayern: „15.000 Löwenfans sind nochmal eine andere Hausnummer. Da haben wir uns am Anfang ein bisschen einschüchtern lassen.“ Und doch: Diese Phase überstand die Elf von René Schröder. Und besann sich auf die eigenen Mittel.

Denn dieses scheinbar kleine Landsberg wurde von Minute zu Minute mutiger, schüttelte die Nervosität mit jedem Ballkontakt ab und zeigte das Gesicht, das den Aufsteiger in der vergangenen Bayernligasaison ausgezeichnet hatte. Kurze, schnelle Pässe, ein mutiges, direktes Spiel nach vorn.
Immer wieder durchbrachen die Landsberger die teils löchrige Abwehr der Löwen und erspielten sich auch nach dem Ausgleich von Kircicek (53. Minute) zahlreiche hochkarätige Chancen. Und so war es 1860-Schlussmann Vitus Eicher, der sich mehrmals auszeichnen musste. Besonders im Duell gegen den eingewechselten Fynn Heinze parierte Eicher hervorragend und bewahrte die Löwen vor dem Rückstand.
„Es war ein besonderes Spiel, definitiv das größte meiner Karriere“
Und so herrschte bei den Landsbergern nach dem Spiel ein Tenor, den Kircicek auf den Punkt brachte: „Ich ärgere mich. Denn die Chance war heute auf jeden Fall da, die Löwen zu schlagen. Ich denke, am Ende waren wir dem Sieg näher.“ Ärger über einen Punktgewinn bei den Löwen. Das hatte sich so manch einer wohl nur erträumen lassen.
Doch eine Stimme übertönte den Ärger: Stolz. „Ich bin auch stolz auf die Jungs, es ist ein überragendes Ergebnis.“ Sah auch Abwehrmann Benito Alisanovic so, der sich über 90 Minuten in jeden Zweikampf schmiss, und als rechter Innenverteidiger rackerte und ackerte. „Es war ein besonderes Spiel, definitiv das größte meiner Karriere. Wir sind hierhergefahren und wollten mutig spielen. Dieser Plan ist aufgegangen und ich bin mir sicher, dass wir uns jetzt in den nächsten Spielen mit einem Sieg belohnen werden.“
Und Trainer René Schröder? Als die Mannschaft vor den 650 mitgereisten Fans jubelte und feierte, stand er ein wenig entfernt. In sich gekehrt genoss er den Moment und schenkte seinen Spielern die große Bühne. Ruhig und sachlich analysierte er in der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Wir sind mit dem 1:1 zufrieden, hätten das Spiel nach der Pause aber auch auf unsere Seite ziehen können. Es war ein toller Mannschaftsauftritt und klasse für den Verein.“ (mig)