Grotelüschen hält den Punkt fest
Die Beckeln Fountains und der FC Huntlosen haben sich am zweiten Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse eine Nullnummer geliefert. Derweil haderten der VfL Wildeshausen III und der SC Dünsen mit ihrer Chancenverwertung und einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen.
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Stand: 10.08.2026, 19:17 Uhr
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Die Beckeln Fountains und der FC Huntlosen haben sich am zweiten Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse eine Nullnummer geliefert. Derweil haderten der VfL Wildeshausen III und der SC Dünsen mit ihrer Chancenverwertung und einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen.
Landkreis – Eigentlich wollte der SC Dünsen in der oberen Tabellenhälfte, bestenfalls sogar im vorderen Drittel der 1. Fußball-Kreisklasse mitmischen. Doch so wie es aussieht, muss der Vorjahresneunte zunächst kleinere Brötchen backen. Nach dem 1:3 beim Ahlhorner SV am zweiten Spieltag wartet das Schlusslicht noch auf seinen ersten Punktgewinn. Der FC Huntlosen, die Beckeln Fountains und der VfL Wildeshausen III sind ebenfalls sieglos, haben jeweils aber immerhin schon einen Zähler auf dem Konto.
Bookholzberger TB – VfL Wildeshausen III 5:1 (3:0): Die Krandel-Kicker machten dort weiter, wo sie beim 0:0 gegen die SF Littel aufgehört hatten. Sie bekamen den Ball einfach nicht ins Tor. Maximilian Seidel (8./20., Pfosten) und Alexander Dreher (14., Latte) ließen Topchancen aus. „Spielerisch war das die beste Halbzeit seit Langem. Normalerweise müssen wir zur Pause 3:0 führen. Stattdessen liegen wir 0:3 hinten“, ärgerte sich VfL-Coach Bastian Flege. Im Gegensatz zu seiner Crew nutzten die Bookholzberger Gabriel Kaya (33.), Ledion Berisha (42.) und Maximilian Harms (45.) die sich ihnen bietenden Gelegenheiten eiskalt aus. Das Wildeshauser Aufbäumen nach Wiederbeginn erstickte Jan Wehrenberg mit seinem Doppelpack zum 5:0 im Keim (51./57.). Erst in der Nachspielzeit gelang Rascho Saadi der erste Wildeshauser Saisontreffer (90.+1). Neben der Chancenverwertung haderte Flege auch mit Schiedsrichter Conrad Ammermann, der den Gästen „zwei glasklare Foulelfmeter“ verweigert habe. „Bookholzberg war reifer, erfahrener und hat verdient gewonnen – aber niemals in dieser Höhe“, erklärte Flege.
Ahlhorner SV – SC Dünsen 3:1 (2:0): „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, fand Dünsens Trainer Nico Seipel. Beim 1:0 von Renas Al-Murad (13.) hatte er eine klare Abseitsstellung ausgemacht. Vorm 2:0 durch Christoph Cebulla (30.) sei Kapitän Dennis Schadwinkel gefoult worden. „Wir haben die Szenen auf Video“, sagte Seipel. Zu seinem Unverständnis entschied Referee Michael Koch jeweils anders. „Aber wir haben auch keinen guten Fußball gespielt“, gab der Übungsleiter zu. Darüber hinaus versiebten Simon Köhler (20.) und Jan Stubbmann (35., Foulelfmeter) im ersten Abschnitt zwei Hochkaräter. Per Strafstoß – wieder war Simon Köhler gelegt worden – verkürzte Hendrik Sandkuhl gleich nach dem Seitenwechsel auf 1:2 (47.). Nun nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Doch durch zahlreiche Diskussionen stockte der Spielfluss alsbald wieder. Mit dem 3:1 sorgte Cebulla für die Entscheidung (72.). „Gut gefallen hat mir, dass wir trotzdem bis zur 100. Minute weiter gekämpft haben“, meinte Seipel. Zum „besten Mann auf dem Platz“ ernannte er aber Ahlhorns 43-jährigen Torwartroutinier Nikolai Koch.
Beckeln Fountains – FC Huntlosen 0:0: Die Huntloser wussten, wem sie das Remis zu verdanken hatten. In der Nachspielzeit parierte ihr Keeper Florian Grotelüschen bravourös gegen den frei vor ihm auftauchenden Janes Evers (90.+1). Kurz zuvor hatte Beckelns Timo Gralheer den Pfosten getroffen (88.). „Bis dahin wäre ich mit dem 0:0 einverstanden gewesen. Aber entscheidend ist, dass wir überhaupt was Zählbares geholt haben“, sagte Beckelns Trainer Matthias „Jupp“ Büsing. Aufgrund der Hitze versuchten beide Teams, möglichst kraftschonend zu agieren. Dadurch gab es viel Mittelfeldgeplänkel. Bisweilen konnten Huntlosens Dario Gaebel und Maik Gramberg ihre Schnelligkeit auf den Außenbahnen ausspielen. Doch ihre Flanken waren eine sichere Beute von Fountains-Schlussmann Till Gralheer. „Das 0:0 ist schon eine kleine Enttäuschung, aber kein Beinbruch. Schließlich ist die Saison noch lang“, sagte Huntlosens Trainer Sebastian Merz.