Hacker greifen Fresenius Medical Care an

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Hacker greifen Fresenius Medical Care an

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Medizinkonzern aus Bad Homburg Hacker greifen Fresenius Medical Care an

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care aus Bad Homburg ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Eigenen Angaben zufolge sind mehrere interne Systeme betroffen.

Grau-blaues Bürogebäude mit nach außen gewölbter, verspiegelter Fassade und der Aufschrift Fresenius

Die Fresenius-Konzernzentrale in Bad Homburg Bild © picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

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00:47 Min.|Roman Warschauer

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Unbefugte hätten sich Zugang zu einer begrenzten Anzahl interner Systeme verschafft, teilte der Bad Homburger Dialysespezialist Fresenius Medical Care mit. Medizinische Geräte oder die Versorgung von Patienten seien durch den Cyberangriff nicht betroffen. Auch die Produktion und der Geschäftsbetrieb könnten normal weiterlaufen, hieß es in der Mitteilung vom Dienstag.

Ob Daten abgegriffen wurden, ist unbekannt. Auch machte das Unternehmen keine Angaben zur Höhe des Schadens.

Behörden eingeschaltet

Man habe umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Situation einzudämmen und zu beheben. Zudem habe das Unternehmen führende Cybersicherheitsexperten hinzugezogen und die zuständigen Strafverfolgungsbehörden informiert. Der Schutz von Systemen und Privatsphäre hätten höchste Priorität.

Seit Jahren werden immer häufiger Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtung Opfer von Hackerattacken. Etwa die Uniklinik Frankfurt oder das Stadttheater Gießen waren bereits Ziel von Cyberkriminellen.

Über 200 Milliarden Euro Schaden für deutsche Wirtschaft

Einem aktuellen Bericht des Digitalverbands Bitkom zufolge beträgt der jährliche Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage mindestens 211 Milliarden Euro. Die wichtigste Tätergruppe bleibe dabei die Organisierte Kriminalität.

Nach einer Befragung durch Bitkom unter rund 1.000 Unternehmen waren 96 Prozent der befragten Firmen binnen eines Jahres von Diebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen oder vermuten entsprechende Vorfälle.

Allerdings gehen Angriffe auf Firmen auch zunehmend auf das Konto ausländischer Geheimdienste, vor allem aus China und Russland. Mehr als jedes dritte betroffene Unternehmen konnte in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Attacke einem staatlichen Akteur zuordnen.