Hallbergmoos verspielt 3:3 gegen Murnau binnen Minuten – und verliert noch 3:6

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Hallbergmoos verspielt 3:3 gegen Murnau binnen Minuten – und verliert noch 3:6

Stand: 16.08.2026, 20:21 Uhr

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Jonas Mayr und Christoph Mömkes vom VfB Hallbergmoos

Trotz Einsatz kein Ertrag: Die Hallbergmooser um Jonas Mayr (l., in Rot) und Christoph Mömkes (r.) mussten sich Spitzenreiter TSV Murnau deutlich geschlagen geben. © Riedel

Der VfB Hallbergmoos hat nach dem 3:3-Ausgleich gegen Spitzenreiter TSV Murnau das Momentum nicht genutzt. Am Ende wurde es noch deutlich.

Hallbergmoos – Mit dem unfassbaren Schnitt von 6,4 erzielten Toren pro Spiel ist Landesliga-Spitzenreiter TSV Murnau nach Hallbergmoos gereist. Nach 90 Minuten blieben die Gäste nur knapp unter selbigem und punkteten beim 6:3 (3:1) erneut dreifach. Die VfBler mussten sich nach diesem wilden Match ankreiden lassen, es den Ballermännern der Liga zu einfach gemacht zu haben.

VfB Hallbergmoos – TSV Murnau 3:6 (1:3)

Aufstellung: Kolbe – Mömkes, Kostorz, Opitz, Müller – Orth, Mayr (73. Küttner), Werner, M. Sassmann (81. Nauen), Kumrehaj (73. Diranko) – Kierdorf.
Tore: 0:1 Lautenbacher (11.), 1:1 Kierdorf (18.), 1:2 Jarosch (23.), 1:3 Erhard (42.), 2:3 Kostorz (58.), 3:3 Werner (61.), 3:4 Adelwart (69.), 3:5 Kutter (71.), 3:6 Höbekkaya (84.).
Gelbe Karten: M. Sassmann, Orth, Kolbe, Kierdorf, Küttner.
Schiedsrichter: Gabriel Rau (Neukirchen-Steinburg).
Zuschauer: 380.

Die Murnauer machen letztlich nichts Besonderes oder Spektakuläres. Das, was sie machen, funktioniert allerdings perfekt. Immer wieder legte der Gast ein ordentliches Tempo nach vorn vor, flankte gefährlich und attackierte zielstrebig das gegnerische Tor. Die drei Murnauer Treffer der ersten Halbzeit waren alles Hereingaben aus dem Halbfeld, was bei guter Verteidigung normalerweise nicht zur Alarmstufe Rot in der eigenen Defensive führt. VfB-Trainer Andreas Giglberger sprach das Problem deutlich an: „Wenn man den Gegenspieler einfach laufen lässt, dann hat das mit Verteidigen nichts zu tun.“ Defensiv war der Auftritt in der Tat meilenweit entfernt von den Ansprüchen einer Landesliga-Spitzenmannschaft.

Murnaus Schwachstelle an diesem Abend war der Torwart, der mit einem Blackout das 1:1 regelrecht herschenkte. Emil Kierdorf schob fast verdutzt den Ball ins leere Tor. Und die Gastgeber hätten auch das 2:2 machen müssen, als Simon Werner acht Meter zentral vor dem Tor vermeintlich leichtes Spiel hatte.

Nach der Pause kamen die Hallbergmooser in einem „surrealen Spiel“ (Giglberger) binnen drei Minuten mit zwei Super-Toren zurück: Erst versenkte Andreas Kostorz einen Distanzschuss im langen Eck, und dann wurde Simon Werner wunderbar freigespielt und es hieß plötzlich 3:3. „Da hatten wir eigentlich das Momentum“, sprach Giglberger das aus, was fast alle im Stadion dachten. Der VfB hatte auch schon in der ersten Halbzeit immer wieder gezeigt, dass man Murnau mit mutigen Offensivaktionen schnell in Schwierigkeiten bringen kann.

Doch verrückte Fußballspiele nehmen verrückte Wendungen – und diesmal war das nach einem fürchterlichen Fehlpass ein 40-Meter-Heber, der zunächst ungefährlich wirkte. Der Hallbergmooser Torwart Sebastian Kolbe hatte zurücklaufend die Linie fast wieder erreicht, kam dann aber nicht mehr ganz an den Ball. Einen Konter später stand es 3:5 – dem VfB war der Stecker gezogen worden. Sicherheitshalber legte Murnau in der Schlussphase noch einen Treffer drauf.

„Das ist ein Gegner, der den Flow seines Lebens hat“, sagte Coach Giglberger. Seine Hallbergmooser dagegen zählen mit sieben Punkten aus sechs Spielen aktuell nur zum Landesliga-Mittelmaß.