Handball-Bundesliga: MT Melsungen mit Statement-Sieg gegen SC Magdeburg
Die MT Melsungen hat das beste Team der Handball-Bundesliga fast über die komplette Spielzeit im Griff. Heraus kommt ein eindrucksvoller Statement-Sieg der Nordhessen gegen den SC Magdeburg.
- 2 min read
Service Navigation
Handball-Coup gegen amtierenden Meister Furioses Melsungen mit Statement-Sieg gegen Magdeburg
Die MT Melsungen hat das beste Team der Handball-Bundesliga fast über die komplette Spielzeit im Griff. Heraus kommt ein eindrucksvoller Statement-Sieg der Nordhessen gegen den SC Magdeburg.
Nationalspieler Johannes Golla (Mitte) behauptet sich gegen die Magdeburger Abwehr. Bild © IMAGO
Audio
00:26 Min. |20.09.26
Bild © picture-alliance/dpa| zur Audio-Einzelseite
Was für eine Leistung, was für ein Coup: Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen haben am Sonntag den amtierenden Meister SC Magdeburg geradezu deklassiert und mit 37:34 (19:14) nach Hause geschickt. Ein wahrer Statement-Sieg der MT. Den Nordhessen gelang vor eigenem Publikum nahezu alles, sie überrannten die zuvor ungeschlagenen Gäste fast nach Belieben.
Magdeburg seinerseits machte teils unerklärliche, vor allem lange nicht gesehene Fehler. Am Ende ging das Ergebnis auch in der Höhe völlig in Ordnung. Für die MT war Spielgestalter Erik Balenciaga mit acht Toren der erfolgreichste Schütze. Insgesamt aber zeigte die ganze Mannschaft eine herausragende Leistung. Melsungen bleibt damit in der Tabelle an der Spitzengruppe der Liga dran.
Melsungen beeindruckt Magdeburg
Schon die erste Hälfte war Sicht der Gastgeber eine zum Zunge schnalzen. Magdeburg hatte mit der intensiven MT-Abwehr riesige Probleme, verlor seltsam viele Bälle ohne Torabschluss. Ihrerseits agierten die Gastgeber vor dem gegnerischen Kasten sehr zielsicher. Auf einen 5:1-Start aus Sicht der MT folgten die Zwischenstände von 9:4, 12:7 und 15:8. Zur Pause führten die Nordhessen mit 19:14, was fast noch schmeichelhaft aus Sicht der Gäste war. Einzig SCM-Rückraumstar Felix Claar mit sieben Toren bei sieben Versuchen hielt Magdeburg mit seiner Weltklasse einigermaßen im Spiel.
Nach dem Seitenwechsel steckten die Sachsen-Anhalter natürlich nicht auf, immer wieder warfen technische Fehler den eigentlichen Favoriten aber zurück. Selbst Claar zielte plötzlich daneben, sammelte überhaupt erst seine Fehlwürfe vier und fünf in der gesamten Saison. Wirklich heran kam Magdeburg daher nie, die MT zog ihr Spiel stattdessen konsequent durch und eilte davon. Hinten stabil, vorne eiskalt - eine Kombination, die an diesem Tage in eigener Halle nicht zu bezwingen war. Selbst vom amtierenden Meister aus Magdeburg nicht, der erst in den letzten zehn Minuten besser aufkam, dem dann aber die Zeit ausging.