Härtel hat Heißhunger auf Tore
StartseiteSportLokalsportWildeshausenStand: 11.09.2026, 19:08 UhrKommentareUns auf Google folgenDas war einmal: In der Saison 2024/2025 spielte Lasse Härtel (rechts) für den VfL Wildeshausen in der Landesliga. ...
- 3 min read
Stand: 11.09.2026, 19:08 Uhr
Kommentare

Lasse Härtel erinnert sich gern an seine Zeit beim VfL Wildeshausen. An diesem Wochenende trifft der Angreifer mit dem SV Bevern in der Fußball-Landesliga auf seinen Ex-Verein.
Wildeshausen – Auch seine 18 Treffer konnten den Abstieg des VfL Wildeshausen aus der Fußball-Landesliga in der Saison 2024/2025 nicht verhindern. Trotzdem hat Lasse Härtel an seine Zeit in der Kreisstadt „nur positive Erinnerungen“, wie er im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung verrät. „Die Leute beim VfL sind super sympathisch. Das Umfeld ist toll. Es hat Spaß gemacht, für Wildeshausen zu spielen“, sagt der 27-Jährige. Dementsprechend freut er sich auf das Wiedersehen. An diesem Sonntag, 15 Uhr, hat Härtels jetziger Club SV Bevern seinen ehemaligen Verein in der Landesliga zu Gast.
Die Wertschätzung ist keine Einbahnstraße, sondern beruht auf Gegenseitigkeit. So spricht Marcel Bragula ebenfalls in den höchsten Tönen von seinem einstigen Schützling. „Ich würde sagen: Bevern hat einen guten Transfer gemacht“, meint der VfL-Coach. Erst in der Vorwoche hat er den kommenden Gegner bei dessen 3:1-Erfolg in Dinklage beobachtet. Auch wenn sich Härtel selbst nicht in die Torschützenliste eintragen konnte, so war er doch an allen drei Treffern beteiligt. „Den kriegst du gar nicht mehr eingefangen“, schwärmt Bragula.
So gut lief es für Härtel seit seinem Wechsel in Bevern nicht immer. Im September 2025 erlitt er einen Muskelbündelriss, weshalb er in der ersten Hälfte der vergangenen Saison nur drei Landesliga-Partien absolvieren konnte. Am Ende waren es 17 Einsätze, in denen ihm acht Treffer für den Vorjahresvierten gelangen. An den ersten sechs Spieltagen der laufenden Serie stand Härtel stets in Beverns Anfangsformation und netzte bislang dreimal ein. „Natürlich wünscht man sich als Stürmer immer mehr“, verspürt Härtel Heißhunger auf weitere Tore.
Mit dem Saisonstart seines Teams ist er nur bedingt zufrieden. „Der war so semi“, findet der Elmeloher. Mit zehn Punkten rangiert die Crew von SVB-Coach Wolfgang Schütte auf dem vierten Tabellenplatz. In Pewsum habe Bevern eine „richtig schlechte Leistung“ geboten und verdient mit 0:3 verloren, während das 0:2 in Papenburg eher „unglücklich“ zustande gekommen sei, erläutert Härtel. Für den Punkt bei GW Mühlen hätte er vorher unterschrieben. „Aber weil wir eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben haben, ist das 2:2 ärgerlich.“
Luxusprobleme im Vergleich mit dem VfL Wildeshausen. Das sieglose Schlusslicht hat lediglich einen Punkt auf dem Konto, und obwohl erst ein Fünftel der Saison absolviert ist, trennen den Aufsteiger bereits sieben Zähler vom ersten Nichtabstiegsplatz. Deshalb will sich Bragula gar nicht groß mit der „hohen individuellen Qualität“ des Gegners – wie dem pfeilschnellen Fabio Lopes und dem drittligaerfahrenen Pascal Schmidt – beschäftigen. „Wir müssen auf uns schauen“, sagt er stattdessen.
Nach dem unglücklichen 0:1 gegen den SC Melle 03 hat sich die personelle Situation der Krandel-Kicker leicht verbessert. „Wenn es so bleibt, haben wir genau fünf Wechsler“, berichtet Bragula, der diesmal also keine Anleihen bei der U 23 nehmen muss. Michael Eberle und Christopher Kant sind aus dem Urlaub zurück. Theis Altscher hat seine Fußblessur vom 1:4 gegen den VfL Oldenburg auskuriert, und auch Laurin Smolna ist wieder ins Training eingestiegen. Ole Schepergerdes, Dominik Soremba, Kevin Kari und Jannes Pleus fallen weiterhin verletzt aus. Ungewiss ist noch, ob Abwehrchef Onno Bolling (Achillessehnenbeschwerden) und Torjäger Max Wichmann (Fußprobleme) mitmischen können.
Obwohl die Voraussetzungen beider Teams unterschiedlicher kaum sein könnten, erwartet Härtel, der zu seinen früheren Mitspielern David Wehrenberg, Ole Volkmer und Michael Eberle immer noch regen Kontakt pflegt, „ein intensives, umkämpftes Match“. Das wäre Bragula ebenfalls recht: „Aber machen wir uns nichts vor. Wenn wir aus Bevern was mitnehmen wollen, brauchen wir Spielglück.“