Harter Kampf im Kölner Südstadion: Fortuna-Duell endet 0:0 – Lords überragende Parade ist die Szene des Spiels
Am Sonntagabend traten die Düsseldorfer im Kölner Südstadion an. Nach intensiven 90 Minuten gab es ein torloses Remis – die neue Nummer eins der Ende-Elf avancierte dabei zum gefeierten Helden.
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Harter Kampf im Kölner Südstadion Fortuna-Duell endet 0:0 – Lords überragende Parade ist die Szene des Spiels
06.09.2026 · 23:22 Uhr
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Köln · Am Sonntagabend traten die Düsseldorfer im Kölner Südstadion an. Nach intensiven 90 Minuten gab es ein torloses Remis – die neue Nummer eins der Ende-Elf avancierte dabei zum gefeierten Helden.
Gegen 19.28 Uhr nahm Alexander Ende auf einem der beiden Stühle am Spielfeldrand neben seinem Co-Trainer Zlatko Muhovic Platz – beide kennen sich im Südstadion natürlich bestens aus. Für das Trainerduo war es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte bei Fortunas Auswärtsspiel bei Fortuna Köln am Sonntagabend. Beide Fanlager hatten sich da schon lange in Stimmung gesungen – der Gästeblock war genauso wie der Rest des Stadions bis auf den letzten Platz voll, die Kölner Südstadt hat sich auf den Besuch aus Düsseldorf gefreut. In den 90 Minuten konnte aber keine Anhängerschaft ein Tor bejubeln – das intensive Spiel im Südstadion endete 0:0.
Die Hausherren waren bemüht, die Düsseldorfer schon in den ersten Minuten enorm unter Druck zu setzen. Die Gäste wurden bei jeder Aktion sofort von einem hochmotivierten Gegenspieler angelaufen und hatten damit so ihre Mühe, allerdings entstand aus der Kölner Druckphase keine hochkarätige Chance für die Hausherren. Die Innenverteidigung um Elias Egouli und Tim Oberdorf setzte sich in den ersten Duellen durch. Erik Wekesser machte bei seinem Startelf-Debüt in Düsseldorf über die Außenbahnen ebenso Druck wie Matthias Zimmermann auf der rechten Seite, der einmal mehr den Vorzug vor Steven van der Sloot erhielt.
Intensiv war die erste Hälfte besonders für Eric Hottmann, der sich im Südstadion in jeden Ball warf – und darüber hinaus auch zahlreiche lange Einwürfe in gefährlichen Positionen ausführte. So entstanden etwa in der ersten Hälfte Chancen für Oberdorf und Egouli, beide Innenverteidiger rückten bei den langen Einwürfen jeweils in den gegnerischen Strafraum auf. Ohnehin waren die Spieler in Fortunas Viererkette die torgefährlichsten Düsseldorfer – ein Freistoß von Zimmermann in der 13. Minute fischte Kölns Torhüter Lennart Winkler. Nach der Chance durch Fortunas Vize-Kapitän sorgten wiederum die Düsseldorfer für eine Druckphase – unter anderem noch mit einer Chance für Anas Slimani in der 19. Minute.
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Lord verdient sich beste Fortuna-Note in Köln
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Foto: Moritz Mueller
Schleusener in guter Abschlussposition noch zurückgepfiffen
In der 27. Minute ging Fabian Schleusener in ein Eins-gegen-eins-Duell mit Winkler, wurde dann aber doch noch vom Schiedsrichtergespann wegen einer minimalen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Den Abschluss parierte Winkler aber ohnehin. Vor der Pause gab es noch einen Moment, bei dem die Fans beider Klubs den Atem anhielten. Enzo Wirtz kam aus sechs Metern aus zentraler Position zum Abschluss, allerdings zeigte Louis Lord die wohl beste Parade seiner bisherigen Fortuna-Karriere – und verhinderte das 0:1 aus Düsseldorfer Sicht mit einem überragenden Reflex. Vor dem Halbzeitpfiff schreckten dann nur noch die Fans auf, als es wegen eines Böllerwurfes kurz im Südstadion laut wurde. Nach zerfahrenen 45 Minuten ging es dann in die Pause – spielerisch war für die Düsseldorfer noch Luft nach oben.
Der zweite Durchgang begann dann mit der ersten Gelben Karte für einen Düsseldorfer: Nach einem Zweikampf im Mittelfeld wurde Marcel Benger verwarnt. In der zweiten Hälfte ging es allerdings ähnlich zerfahren weiter. Beide Teams waren in erster Linie bemüht, gut gegen den Ball zu arbeiten. In der zweiten Hälfte häuften sich aber die Offensivbemühungen von Wekesser, der immer wieder mit guten Tempoläufen über die linke Seite antrieb. Einer der zahlreichen Angriffe der Düsseldorfer über die linke Seite sorgte für eine hochkarätige Chance für Andreas Müller, der aber aus kurzer Distanz kläglich am Tor vorbeiköpfte. Nur wenige Sekunden später prüfte Hottmann Winkler mit einem Versuch aus rund 25 Metern. In dieser Phase gelang es dem Aufsteiger aus Köln kaum noch, sich aus dem Düsseldorfer Druck zu befreien.
Nach genau einer Stunde reagierte dann Ende und nahm gleich einen Dreifachwechsel vor. Für Hottmann, Zimmermann und Yassine Bouchama kamen Philipp Förster, Lukas Eixler und van der Sloot in die Partie. Für Eixler war es der erste Pflichtspiel-Einsatz im Düsseldorf-Trikot, zuvor hatte er mehrfach nicht einmal im Kader gestanden. Die erste Chance nach dem Wechsel hatten aber die Kölner – Stürmer Romeo Aigbekaen brachte den Ball aber nicht gefährlich auf das Tor. Wenige Augenblicke nach dem Abschluss ging Benger angeschlagen für Elias Arden vom Platz – Sascha Risch ersetzte Wekesser bei Düsseldorfs letztem Wechsel des Abends. Dann kamen die Gäste mal wieder zu einer guten Chance – nach einer sehenswerten Vorbereitung von Eixler scheiterte Slimani aus spitzem Winkel an Winkler. Es sollte die letzte Großchance für die Düsseldorfer in einem über weite Strecken zähen Spiel bleiben.
Für das Team von Alexander Ende bleibt nach den intensiven 90 Minuten wenig Zeit, um sich zu erholen. Am Mittwoch tritt der Drittligist in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen Biemenhorst an, das Spiel findet in Bocholt statt. Wiederum nur drei Tage später kommt es dann zum aus Fansicht ersehnten Straßenbahnderby gegen den MSV Duisburg (Samstag, 14 Uhr). Mehr als 40.000 Zuschauer werden dann in der Stockumer Arena erwartet – und eine andere Atmosphäre im Vergleich zum Old-School-Fußballabend im Kölner Südstadion.
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