„Hatte nicht die Absicht, jemandem zu schaden“: Selma Blair erklärt sich nach Vorfall im Flugzeug
Auf einem Flug soll US-Schauspielerin Selma Blair Flugbegleiter verletzt haben. Nach der Landung wurde sie vorübergehend festgenommen. Jetzt hat Blair über ihren Sprecher ihre Sicht der Dinge geschildert.
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Nach einem mutmaßlichen Angriff auf Flugbegleiter und einer anschließenden Festnahme hat sich US-Schauspielerin Selma Blair jetzt zu den Vorwürfen geäußert. Ihr Sprecher veröffentlichte dazu eine Stellungnahme, über die die US-Zeitschrift „People“ berichtet.
„Seit Sonntagabend stützt sich die öffentliche Darstellung dessen, was Selma an Bord eines Fluges nach New York widerfahren ist, fast ausschließlich auf eine polizeiliche Stellungnahme und eine zehn Jahre alte Schlagzeile“, heißt es demnach darin.
Aufgrund von Blairs Schweigen zu den Vorwürfen hätten sich Spekulationen zu Tatsachen verfestigt. „Wir können jedoch einige Punkte, die bereits in der Öffentlichkeit kursieren, richtigstellen“, heißt es weiter. „Selma Blair erlitt während des Fluges einen medizinischen Notfall. Es gab keinen Versuch, die Flugzeugtür zu öffnen. Selma hatte nicht die Absicht, jemandem zu schaden.“
Medienberichten zufolge, die sich unter anderem auf Gerichtsunterlagen beziehen, wird der Schauspielerin vorgeworfen, eine Polizistin und eine Krankenschwester angegriffen zu haben. Demnach soll Blair der Polizistin gegen Kopf und Brust getreten haben, als sie auf einer Trage lag.
Im Krankenhaus soll sie einer Krankenschwester gegen die Brust getreten haben, heißt es weiter. Zuvor soll sie einen Mitarbeiter des Kabinenpersonals geschlagen und einen weiteren gebissen haben. Beide berichteten demnach von Verletzungen, einer wurde im Krankenhaus untersucht. Zudem habe Blair versucht, eine Tür im Flugzeug zu öffnen.
Blair ist an Multipler Sklerose erkrankt
Die mutmaßlichen Angriffe sollen sich nach einem Flug von Los Angeles nach New York ereignet haben. Nach der Landung war die 54-Jährige vorübergehend festgenommen und ärztlich untersucht worden, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf die New Yorker Flughafenbehörde, die Fluggesellschaft Delta und die US-Sicherheitsbehörde FBI. Blair kam demnach gegen eine Kaution frei und erschien am Montag vor einem Gericht in New York.
Die Schauspielerin, die mit Filmen wie „Eiskalte Engel“ und „Natürlich blond“ berühmt wurde, hatte 2018 eine Multiple-Sklerose-Diagnose (MS) öffentlich gemacht – eine Erkrankung des Nervensystems, bei der Entzündungen im Rückenmark und im Gehirn auftreten.
In der Stellungnahme geht Blairs Sprecher auch auf die Krankheit ein. Die Behauptung, Blair habe keine Multiple Sklerose, sei empörend. „Selma leidet zudem unter dem pseudobulbären Affekt, einer neurologischen Begleiterscheinung ihrer MS, die direkten Einfluss darauf hat, wie sich ein medizinischer Vorfall auf Menschen auswirkt, die sie nicht kennen.“
Eine pseudobulbäre Affektstörung kann unter anderem bei MS-Erkrankten auftreten. Dabei sind Gefühlsäußerungen für die Betroffenen nur vermindert steuerbar – es kann zu unwillkürlichen Ausbrüchen wie Lachen, Weinen oder Wut kommen. (doe, dpa)