RW Wittlich kämpft sich zum Sieg: Maddox Stadel trifft und klärt in höchster Not

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RW Wittlich kämpft sich zum Sieg: Maddox Stadel trifft und klärt in höchster Not

RW Wittlich kämpft sich zum Sieg Maddox Stadel trifft und klärt in höchster Not

Wittlich · Fußball-Oberliga: Rot-Weiss Wittlich dominiert den zweiten Durchgang gegen Cosmos Koblenz und setzt sich nach einem Traumtor mit 2:1 durch.

18.10.2026 , 00:09 Uhr

Freude pur: Maddox Stadel feiert seinen Ausgleichstreffer. Teamkollege Ayman Ed-Daoudi gratuliert.

Foto: HANS KRAEMER

Die Gäste mussten krankheitsbedingt auf Kapitän Jose-Junior Matuwila und Leon Rashica (Knieprobleme) verzichten. Kurzfristig war die Partie um zwei Stunden vorverlegt worden, da ein Teil der Flutlichtanlage am Bürgerwehr defekt ist. Der während der Woche verpflichtete Neuzugang Arber Mrijaj (Volksfreund berichtete) feierte in der 63. Minute sein Debüt im Wittlicher Dress. Mit Moral kämpfte sich Rot-Weiss Wittlich in die Erfolgsspur zurück und bezwang Cosmos Koblenz mit 2:1. In den ersten 45 Minuten waren die „Cosmonauten“ das bessere Team, schossen aber nur ein Tor. In der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und einige Großchancen. Etwas glücklich entstand dann das siegbringende 2:1.

Rot-Weiss enttäuscht in der ersten Hälfte

„Im ersten Durchgang haben wir unseren Plan nicht umsetzen können. Wir hatten in ungefährlichen Situationen viel Ballbesitz. Cosmos hat die entscheidenden Räume kompakt verteidigt und das Spiel gut gelenkt. Meine Mannschaft hat phasenweise zu wenig richtige Entscheidungen getroffen“, fasste Kasal die erste Hälfte treffend zusammen.

In einem zunächst chancenarmen Spiel machten die Akteure vom Deutschen Eck zu Beginn einen guten Eindruck. Evren Akahiskali wurde von Gabriel Harig fair und konsequent gestoppt (9.). Cosmos-Stürmer Hokon Christian Sossah sorgte mit seiner Schnelligkeit immer wieder für Gefahr. Der 27-Jährige setzte einen Heber neben das von Philipp Berhard gehütete Tor (13.). Enes Yilmaz setzte die Koblenzer Drangphase fort und schoss aus der zweiten Reihe in die Arme von Berhard (15.). In der 18. Minute kamen die Hausherren gefährlich vors Gästetor: Nach einem Foul an Rot-Weiss-Kapitän Ömer Hakki Kahyaoglu setzte Anil Gözütok den fälligen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position an den Außenpfosten. Auf Wittlicher Seite machte Harig ein starkes Spiel und ließ mit einem mutigen Distanzschuss aufhorchen. Den Flatterball aus rund 25 Metern klärte Cosmos-Torwart Josue Duverger zur Ecke (25.). Zwei Minuten später traf Maddox Stadel sehenswert zum 1:0. Nach einem Wittlicher Konter umkurvte der 19-Jährige Duverger und netzte cool ein.

Ein Ex-Trierer trifft für Cosmos Koblenz

Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Noch vor der Pause erzielte Ex-Eintracht-Trier-Spieler Sossah per Kopf den Ausgleich. Eine lange Flanke köpfte er über Berhard hinweg ins Netz (36.). Noch hatte der souverän leitende Schiedsrichter Maximilian Fischer nicht zum Pausentee gebeten. Rot-Weiss-Akteur Ayman Ed-Daoudi fand mit seinem Schuss aus kurzer Distanz in Duverger seinen Meister (44.). In der Nachspielzeit bediente Jan-Lucas Dorow nach einem Konter den besser positionierten Stadel, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde.

Torschütze Stadel machte ein starkes Spiel und brachte sich auch in die Defensive ein. In der fünften Minute der Nachspielzeit klärte der Angreifer mit einer sauberen Grätsche. Damit verhinderte der 19-Jährige die letzte Ausgleichschance. „Mit der ersten Hälfte waren wir nicht zufrieden. Danach haben wir uns gesteigert und ein schönes zweites Tor erzielt. Es war ein klassisches Kampfspiel“, analysierte Stadel.

Im zweiten Durchgang übernahm Wittlich das Kommando. Stadel (47.) und Ed-Daoudi (61.) verpassten das 2:1 nur knapp. Behadil Sabani zirkelte eine Ecke direkt an den Querbalken (63.). Koblenz taumelte, fiel aber noch nicht. Einen aufs Tor gezogenen Freistoß von Aktivposten Harig wehrte Duverger nach vorne ab. Den Abpraller setzte ein Wittlicher neben das Tor. In der 86. Minute wurden die Angriffsbemühungen des Aufsteigers belohnt. Ein Abpraller landete bei Behadil Sabani, der ohne zu zögern aus 20 Metern abzog und per Traumtor halb hoch traf.

Erster Sieg für Rot-Weiss nach drei Remis in Folge

Kasal analysierte: „Nach dem Seitenwechsel waren wir in der Intensität mit Ball besser und haben uns in der Spielverlagerung gesteigert. Das haben meine Jungs gut umgesetzt. Auch nach Ballverlusten waren wir aggressiv und griffig. Dadurch haben wir die individuelle Qualität von Cosmos in der Offensive kaum zur Geltung kommen lassen. Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge war dieser Sieg extrem wichtig für uns. Es war ein besonderes Spiel für mich. Ich habe versucht, das der Mannschaft nicht anmerken zu lassen.“

Cosmos-Trainer Koray Gökkurt meinte: „Wittlich hat verdient gewonnen, auch wenn wir gut begonnen haben. Mit unserer jungen Truppe ist unser Plan zunächst aufgegangen. Wir haben den Gegner gut gelesen, die Räume eng gemacht und Schlüsselspieler Ayman Ed-Daoudi im Griff gehabt. Wir haben es verpasst, unsere Feldvorteile auszunutzen. Vorne fehlte uns die Effektivität. Wir waren immer einen Schritt zu spät und in den Zweikämpfen nicht griffig genug. So haben wir den Gegner stark gemacht. Unser Lernprozess wird noch eine Weile andauern.“
SV Rot-Weiss Wittlich – FC Cosmos Koblenz 2:1 (1:1)

RW Wittlich: Philipp Berhard – Muhammet Araz, Gabriel Harig, Mohammad Rashidi (63. Christopher Bibaku), Jan-Lucas Dorow (75. Ralf Rizvani), Ömer Hakki Kahyaoglu, Anil Gözütok (75. Meliani Saim), Behadil Sabani (88. Mirko Schuster), Taha Bayraktar, Maddox Stadel, Ayman Ed-Daoudi (63. Arber Mrijaj).
Cosmos Koblenz: Josue Duverger - Bernard Kyere, Yoel Godino Lozano (88. Schon-Pascal Nzuzi), Enes Yilmaz, Dennis Arnst, Evren Akahiskali (88. Nikita Kryvtsov), Ayman Aouir (68. Altrin Hoti), Lean Schoima (68. Dritan Maqkaj), Serdar Arslan, Milan Ziric, Hokon Christian Sossah.
Schiedsrichter: Maximilian Fischer (St. Wendel) - Zuschauer: 199.
Tore: 1:0 Maddox Stadel (27.), 1:1 Hokon Christian Sossah (36.), 2:1 Behadil Sabani (86.)