Hauptbahnhof München wird erst in zwölf Jahren fertig – zu spät für „Olympia 2036“

München bewirbt sich für die Olympischen Spiele – auch schon für die des Jahres 2036. Ein Problem: Das neue Empfangsgebäude am Hauptbahnhof, wo sich die Besucherströme bündeln würden, wird erst 2038 fertig.

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Hauptbahnhof München wird erst in zwölf Jahren fertig – zu spät für „Olympia 2036“

Stand: 29.09.2026, 14:16 Uhr

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der neue Hauptbahnhof

Das geplante Empfangsgebäude mit Starnberger Flügelbahnhof. © Auer & Weber

München bewirbt sich für die Olympischen Spiele – auch schon für die des Jahres 2036. Ein Problem: Das neue Empfangsgebäude am Hauptbahnhof, wo sich die Besucherströme bündeln würden, wird erst 2038 fertig.

2036, 2040 oder erst 2044? Aus Sicht der Münchner Verkehrspolitik gilt wohl: Je später, desto besser. Denn die zentrale Drehscheibe für die Fahrgäste, der Münchner Hauptbahnhof, wird nach aktuellen Planungen erst 2038 fertig – zwei Jahre zu spät für „Olympische Spiele 2036“. Das bestätigte der Sprecher der Deutschen Bahn am Montag (28. September) unserer Zeitungsgruppe. Hunderttausende Besucher würden in diesem Fall, falls sie mit der Bahn anreisen, an einer Baustelle eintreffen.

„Hypothetische Beschleunigungsszenarien“ für die Fertigstellung des Hauptbahnhofes nicht in Sicht

Derzeit gleicht der Bahnhof bekanntlich einem Torso: Während tief unter der Erde die 2. Stammstrecke entstehen soll, sind oben Teile des Empfangsgebäudes abgerissen. Um die Masse der Fahrgäste überhaupt bewältigen zu können, baut die Bahn derzeit einen Interims-Bahnhof auf dem Vorplatz im Süden. Aber mit einem Interimsgebäude in die Olympischen Spiele gehen, das will wohl keiner. Auch Andreas Frank von Pro Bahn warnt: „Am Münchner Hauptbahnhof ist sicherzustellen, dass er während der Olympischen Spiele sich nicht als wenig leistungsfähige Baustelle präsentiert.“

Am Montag traf sich der neue Konzernbevollmächtigte der DB, Christoph Kraller, mit Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Das Gespräch war schon länger anberaumt – bekam durch die Entscheidung pro München jedoch ungeahnte Brisanz. Doch der Ausbau des Bahnhofs lässt sich nicht so einfach beschleunigen. Er kann erst abgeschlossen werden, wenn die 2. Stammstrecke fertig ist. Als Faustformel gilt bisher: Erst zwei Jahre nach Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke, für die aktuell seitens der Bahn der Zeitraum 2035 bis 2037 genannt wird, kann das neue Empfangsgebäude nach dem Entwurf des Architekturbüros Auer & Weber aus dem Jahr 2003 (!) eingeweiht werden. Das bedeutet: Man müsste die Fertigstellung der 2. Stammstrecke beschleunigen, um auch oben schneller fertig zu werden. Über „hypothetische Beschleunigungsszenarien können wir derzeit keine belastbaren Aussagen treffen“, sagte der Bahnsprecher.