Heiligenhafen: Bau der neuen Feuerwache soll 2028 starten
StartseiteLokalesSchleswig-HolsteinStand: 18.09.2026, 18:59 UhrKommentareUns auf Google folgenSo könnte die neue Feuerwache am Höhenweg künftig aussehen. © AGN LEUSMANN GMBHSeit zehn Jahren plant Heiligenhafen ...
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Stand: 18.09.2026, 18:59 Uhr
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Seit zehn Jahren plant Heiligenhafen eine neue Feuerwache. Nun geht das Projekt in die nächste Phase: Der Bau soll 2028 beginnen, die Stadt rechnet derzeit mit Kosten von rund 22 Millionen Euro.
Seit genau zehn Jahren beschäftigt die Stadt Heiligenhafen der Neubau einer Feuerwache. Im Stadtentwicklungsausschuss informierte Bauamtsleiter Roland Pfündl jetzt über den aktuellen Stand des Projekts und die geplante Erschließung des Areals am Höhenweg.
Ausgangspunkt war eine Besichtigung durch die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK) im Jahr 2016, auf die 2017 ein Mängelbericht folgte. Zunächst wurde geprüft, ob das bestehende Feuerwehrgebäude in der Feldstraße ertüchtigt werden könne. 2019 erwarb die Stadt schließlich das Grundstück am Höhenweg, auf dem unter anderem die neue Wache entstehen soll. In einem städtebaulichen Wettbewerb wurde 2020 und 2021 das gesamte Areal betrachtet. Neben der neuen Feuerwache wurden dabei auch ein Neubau für den städtischen Bauhof, ein städtischer Kindergarten und eine Mehrzweckhalle, sowie Wohnbebauung in Betracht gezogen. Eine weitere Machbarkeitsstudie zur Feuerwache folgte 2022. Der Bebauungsplan wurde von 2021 bis Juni 2024 erarbeitet. Im vergangenen Jahr fanden zudem archäologische Untersuchungen auf dem Areal statt. Da diese zeitgleich mit anderen Arbeiten stattgefunden hätten, habe es dabei keine Verschiebung in der Zeitplanung für das Projekt gegeben, so Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos).
Die Dimension des Neubaus wird auch an den geplanten Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge deutlich: „20 Tore soll die neue Feuerwache haben, derzeit sind es neun“, so Pfündl. Die räumliche Anordnung der Gebäude sei wegen des angrenzenden Wohngebiets allerdings anspruchsvoll, erklärte der Bauamtsleiter.
Aktuell laufen die Vorbereitungen für ein europaweites Vergabeverfahren für die Erschließung des Höhenwegs sowie den Tief- und Hochbau der neuen Feuerwache. Der erste Abschnitt des Straßenbaus zwischen Neuratjensdorfer Weg und Rauer Berg soll Ende 2027 beginnen und die Baustellenerschließung ermöglichen, so Pfündl. „Auch das geplante Bevölkerungsschutzzentrum auf dem Nachbargrundstück wird die neue Verbindung benötigen.“
Der eigentliche Bau der Feuerwache soll nach derzeitiger Planung in der zweiten Jahreshälfte 2028 beginnen. Läuft alles nach Plan, könnte die Fertigstellung mit dem Jubiläum der Feuerwehr im Jahr 2030 zusammenfallen – Pfündl wird sich dann allerdings bereits im Ruhestand befinden, wie er im Ausschuss mitteilte.
Auch finanziell ist das Projekt eine Mammutaufgabe: Die Stadt rechnet derzeit mit rund 22 Millionen Euro Gesamtkosten. Gleichzeitig besteht die Befürchtung, dass das Projekt noch teurer werden könnte. Für Pfündl sprechen die Mängel am heutigen Standort dennoch weiterhin klar für einen Neubau. Zwar seien am bestehenden Gebäude bereits Verbesserungen vorgenommen worden, die grundsätzlichen Probleme ließen sich dort aber nicht lösen. Unter anderem sei die notwendige Schwarz-Weiß-Trennung nicht vorhanden. Auch die Unterbringung der Fahrzeuge wird zunehmend zum Problem. Wie der Bürgermeister mitteilte, werden derzeit bereits zahlreiche Fahrzeuge an der Tollbrettkoppel und am Hafen untergebracht. Mit dem geplanten Bevölkerungsschutzzentrum erhofft sich die Stadt zudem Synergien. Die Zusammenarbeit sei bislang sehr gut, sagte Pfündl. Auf Nachfrage von Jörn Brauer (Grüne), ob auch eine Rettungswache in das Konzept integriert werden könne, erklärte Brandt, diese Idee gebe es weiterhin. Dazu liefen Gespräche.