Heute besitzt Angelina Jolie 39 Hektar Land und ist Staatsangehörige von Kambodscha – alles begann mit „Lara Croft: Tomb Raider“

tzStars & TVStand: 07.10.2026, 13:52 UhrKommentareUns auf Google folgenWas als Hollywood-Dreh begann, wurde zur Lebensaufgabe: Schauspielerin Angelina Jolie engagiert sich seit über 20 Jahren in Kambodscha ...

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Heute besitzt Angelina Jolie 39 Hektar Land und ist Staatsangehörige von Kambodscha – alles begann mit „Lara Croft: Tomb Raider“

Stand: 07.10.2026, 13:52 Uhr

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Was als Hollywood-Dreh begann, wurde zur Lebensaufgabe: Schauspielerin Angelina Jolie engagiert sich seit über 20 Jahren in Kambodscha – mit eigenem Land und einer Stiftung.

Phnom Penh – Es klingt wie eine Geschichte aus einem Film: Angelina Jolie reist für Dreharbeiten nach Kambodscha – und kehrt fortan immer wieder dorthin zurück. Nicht als Filmstar, sondern als Naturschützerin, Stiftungsgründerin und Grundstückseigentümerin. Die heute 51-Jährige hat dem südostasiatischen Land einen bedeutenden Teil ihres Lebens gewidmet. Was einst mit einem Hollywood-Blockbuster begann, besteht 23 Jahre später noch immer fort.

Im Jahr 2001 fanden die Dreharbeiten zu „Lara Croft: Tomb Raider“ in den berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat statt – und das damals zu großen Teilen verminte Land konfrontierte Jolie unmittelbar mit humanitären Problemen, die sie tief berührten. Die Begegnung mit der kambodschanischen Realität veränderte ihr Leben grundlegend. Noch im selben Jahr wurde sie zur UNHCR-Sonderbotschafterin ernannt – die Ernennung fand im August 2001 im Genfer „Palais des Nations“ statt. 2003 erwarb Jolie in der Provinz Battambang ein rund 39 Hektar großes Grundstück, das den Ausgangspunkt für ein bis heute laufendes Naturschutz- und Gemeinschaftsprojekt bildete. Wie das Nachrichtenportal Espinof berichtet, reicht Jolies Engagement weit über ein symbolisches Bekenntnis hinaus.

Einheimische sind Ranger im Naturschutzgebiet

Ebenfalls 2003 rief Jolie die Maddox Jolie-Pitt Foundation ins Leben – benannt nach ihrem Sohn Maddox, der in Kambodscha geboren und 2002 von ihr adoptiert worden war. Die Stiftung, die heute schlicht Maddox Foundation heißt, widmete sich anfangs dem Schutz ländlicher Gemeinden und der Rehabilitierung von Landminengebieten. Bald wurde das Engagement auf den Kampf gegen Wilderei, Wildtierhandel und illegalen Holzeinschlag ausgeweitet.

Angelina Jolie und der Dschungel in Kambodscha

Angelina Jolie setzt sich für den Naturschutz in Kambodscha ein © IMAGO / MediaPunch, IMAGO / Zoonar

Bis 2006 hatte die Stiftung die Verantwortung für das Samlaut Multiple Use Area übernommen, ein Schutzgebiet mit einer Fläche von 60.994 Hektar. Lokale Bewohnerinnen und Bewohner wurden als Waldaufseher angestellt und führen seitdem regelmäßige Patrouillen durch. 2016 folgte ein wichtiger Schritt: Die Ranger wurden offiziell als staatliche Bedienstete unter Aufsicht des kambodschanischen Umweltministeriums anerkannt.

Das Projekt beschränkt sich nicht auf Naturschutz. Die Maddox Foundation unterstützte auch den Aufbau von Schulen, Wasserbrunnen und Gesundheitszentren in abgelegenen Gemeinden. Landwirte und Imker erhielten Hilfe, um ihre Erträge zu steigern und ihre Einnahmen zu verbessern. Damit wurde die Initiative zu einem echten sozioökonomischen Motor für die gesamte Region.

Angelina Jolies UNHCR-Einsatz weltweit

Jolie bestand von Beginn an darauf, sämtliche Reisekosten im Rahmen ihrer humanitären Missionen aus eigener Tasche zu bezahlen. Bei ihren Besuchen in Flüchtlingslagern teilte sie die einfachen Arbeits- und Unterbringungsbedingungen mit den vor Ort tätigen Helfern. Ihr Engagement führte sie unter anderem nach Sierra Leone, Tansania, Pakistan, Thailand, Ecuador, Kosovo und Kenia. (Quelle: Wikipedia)

Jolie, die seit dem Jahr 2005 auch die kambodschanische Staatsbürgerschaft besitzt, hat dem Land über Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten. Sie stellte auch einen Film über die Gräueltaten der Roten Khmer vor, den sie gemeinsam mit Maddox in Siem Reap präsentierte. Zudem spendete sie im Zuge eines UNHCR-Dringlichkeitsappells eine Million US-Dollar für afghanische Flüchtlinge in Pakistan, ein weiteres Zeichen ihres humanitären Selbstverständnisses.

Nomadisches Leben und Tomb Raider kehrt zurück – mit Sophie Turner

Privat hat Jolie angekündigt, künftig „ein bisschen nomadisch“ zu leben und mehr Zeit außerhalb der USA zu verbringen. Kambodscha dürfte dabei eine besondere Rolle spielen. Das Land hat ihr Leben geformt, und das lange, bevor der Tomb-Raider-Stoff erneut Schlagzeilen macht.

Denn die Marke kehrt bald zurück: Für den Streamingdienst Prime Video entsteht eine neue Serienadaption von Tomb Raider. Die Hauptrolle der Lara Croft übernimmt diesmal Sophie Turner, nach Jolie selbst und Alicia Vikander, die die Figur zuletzt auf der großen Leinwand verkörpert hatte. Jolies eigentliches Vermächtnis aber liegt nicht in einer Filmrolle, sondern in 39 Hektar kambodschanischer Erde und einer Stiftung, die nach mehr als zwei Jahrzehnten weiterhin Menschen und Natur schützt. (Quellen: Espinof, Archiv, Wikipedia)