Hitzeschutz in Kitas: Neunkirchen will bis 2027 Konzepte gegen Hitze in Betreuungseinrichtungen vorlegen

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Hitzeschutz in Kitas: Neunkirchen will bis 2027 Konzepte gegen Hitze in Betreuungseinrichtungen vorlegen
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Hitzeschutz in Kitas Neunkirchen will bis 2027 Konzepte gegen Hitze in Betreuungseinrichtungen vorlegen

Wellesweiler · Nach dem Hitzesommer 2026 will Neunkirchen den Hitzeschutz in Kitas und Betreuungseinrichtungen ausbauen. Im Ortsrat Wellesweiler stellte das Bauamt Maßnahmen und Zeitplan vor.

17.09.2026 , 19:00 Uhr

Nach dem Hitzesommer 2026 prüft Neunkirchen Hitzeschutzmaßnahmen für städtische Kinderbetreuungseinrichtungen.

Nach dem Hitzesommer 2026 prüft Neunkirchen Hitzeschutzmaßnahmen für städtische Kinderbetreuungseinrichtungen.

Foto: -/dpa/-

Nach den Erfahrungen aus dem Hitzesommer 2026 muss und wird die Stadt Neunkirchen in ihren Kinderbetreuungseinrichtungen geeignete Hitzeschutzmaßnahmen ergreifen. Was möglich und vorgesehen ist, erläuterte Martin Lawall vom Stadtbauamt in der jüngsten Sitzung des Wellesweiler Ortsrats. Dabei nannte er auch die Vorgaben für bestimmte Temperaturen – und machte deutlich, dass es insbesondere für Räume, in denen sich Kinder aufhalten, Handlungsbedarf gibt.

Lawall verwies auf die Schwellenwerte: Ab 26 Grad Celsius sollten Maßnahmen ergriffen werden, ab 30 Grad seien sie verpflichtend. Ab 35 Grad seien Arbeitsräume nicht mehr als solche geeignet. Das gelte besonders für Betreuungsräume. Deshalb müsse dort der Hitzeschutz konsequent weiterentwickelt werden.

Der Bauamtsmitarbeiter zeigte Beispiele, was bisher schon unternommen wurde, und nannte unter anderem Sonnenschutzfolien und Verschattungsanlagen. Nach dem vergangenen Sommer sei es erforderlich, diese Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls auszuweiten. In den am stärksten betroffenen Einrichtungen und Räumen seien Temperaturmessungen gemacht und die größten Problemzonen identifiziert worden.

Nun gehe es darum, die Erkenntnisse in den kommenden Jahren zu verfeinern und die Wirksamkeit umgesetzter Schritte kontinuierlich zu prüfen. Als Sofortmaßnahme müssten vorhandene Lüftungsanlagen richtig genutzt werden, betonte Lawall. Kurzfristig sollten mobile Klimageräte auf Eignung und Wirkung überprüft werden. Außerdem könnten Jalousien angebracht oder ergänzt werden, auch eine Außenbegrünung sei eine Option.

Mittelfristig könnten Fassadenbegrünungen helfen, ebenso Dachbegrünungen. Auch Wasserspielplätze, Nebelduschen im Außenbereich oder eine Klimatisierung würden derzeit geprüft, teilte Lawall mit. Als langfristige Maßnahmen nannte er Baumpflanzungen, die eine erhebliche Kühlleistung bringen könnten.

Ziel sei es, bis Mitte 2027 für jede städtische Kinderbetreuungseinrichtung ein eigenes Hitzeschutzkonzept zu erstellen. „Natürlich können wir nicht alles auf einmal machen“, räumte Lawall ein. „Aber irgendwo müssen wir anfangen.“

Zu Beginn der Sitzung in der Awo-Begegnungsstätte stellte sich Katerina Sauer vor, die seit Juli im Neunkircher Rathaus als Koordinatorin für Migration und Integration tätig ist. Sie erläuterte Aufgaben und Betätigungsfeld, sprach von der „Balance zwischen Erstintegration und nachrückender Integration“ und bezeichnete sich als „Wegweiser, jedoch ohne Entscheidungsbefugnis“. Die Mitarbeiterin des Amtes für soziale Dienste, Kinder, Jugend und Senioren bot sich auch den Ortsräten als Ansprechpartnerin an. (ten/skm)