Hohes Cholesterin: Füße und Augen können Warnsignale geben
StartseiteWeltHohes Cholesterin: Anzeichen äußern sich schon an Füßen und AugenStand: 12.08.2026, 14:18 UhrKommentareUns auf Google folgenVon den Augenlidern bis zur Achillessehne: Warum Sie Ihre Blutwerte auch...
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Hohes Cholesterin: Anzeichen äußern sich schon an Füßen und Augen
Stand: 12.08.2026, 14:18 Uhr
Von den Augenlidern bis zur Achillessehne: Warum Sie Ihre Blutwerte auch ohne Symptome auf Cholesterin prüfen lassen sollten.
Cholesterin gilt oft als „stiller Killer“, weil es häufig über Jahre hinweg Gefäße schädigt, ohne dass eindeutige Symptome auftreten. Dennoch können einige kleine, sichtbare Veränderungen am Körper auf sehr hohe Cholesterinwerte hinweisen.
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Dieser Artikel von Giacomo Martiradonna entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.
Besonders betroffen sind dabei die Augen und die Achillessehne. Treten diese Zeichen auf, weisen sie meist auf eine familiäre Hypercholesterinämie hin – eine genetische Erkrankung, von der allein in Italien rund 250.000 Menschen betroffen sind.

Hohes Cholesterin: Unsichtbare Gefahr und sichtbare Warnsignale
Ärztinnen und Ärzte betonen jedoch, dass das Fehlen solcher Warnzeichen kein Freifahrtschein ist, auf regelmäßige Kontrollen zu verzichten. Das häufigste Anzeichen einer Hypercholesterinämie sind Xanthelasmen: kleine gelbliche Fettablagerungen, die sich am Ober- oder Unterlid bilden. Es handelt sich dabei um Cholesterinablagerungen im Gewebe, die leicht zu erkennen sind, weil sie sich rund um die Augen bilden.
Ein weiteres Warnzeichen ist der Hornhautring, ein weißlicher Ring, der die Hornhaut umgibt. Um ihn zu sehen, genügt es, das Auge mit der Smartphone-Taschenlampe zu beleuchten. Er darf jedoch nicht mit dem Grauen Star verwechselt werden, bei dem sich die Linse hinter der Pupille eintrübt. Zudem kann ein Hornhautring im höheren Alter auch ohne erhöhte Cholesterinwerte auftreten.
Xanthelasmen, Hornhautring und Achillessehne
Seltener lagerungsbedingt betroffen ist die Achillessehne, die im Bereich zwischen Ferse und Wade verdickt erscheinen kann. Mediziner sprechen hier von einem Xanthom der Achillessehne. Es zeigt sich seltener als Xanthelasmen oder der Hornhautring, gilt aber als ebenso typisch für die familiäre Hypercholesterinämie. Sobald die Ursache erkannt ist, bilden sich diese Ablagerungen unter einer geeigneten Behandlung meist wieder zurück.
Die Therapie stützt sich auf cholesterinsenkende Medikamente wie Statine, die selten Nebenwirkungen verursachen. Bei einigen Menschen können sie jedoch Muskelschmerzen auslösen und in manchen Fällen eine Myopathie, die mit einem Anstieg der Kreatinkinase einhergeht. Ebenso entscheidend bleiben der Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten.