Hölzerbräu meldet Insolvenz: Gelände am Marienplatz vor ungewisser Zukunft
Geplatzte Finanzierung, Liquiditätsprobleme, sieben Kündigungen: Das Hotel Hölzerbräu hat ein Insolvenzverfahren eröffnet. Wie es mit dem Betrieb und dem prominenten Grundstück am Marienplatz weitergeht, ist unklar. Die Eigentümerbank hält sich mit konkreten Plänen zurück.
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Stand: 13.10.2026, 18:40 Uhr
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Geplatzte Finanzierung, Liquiditätsprobleme, sieben Kündigungen: Das Hotel Hölzerbräu hat ein Insolvenzverfahren eröffnet. Wie es mit dem Betrieb und dem prominenten Grundstück am Marienplatz weitergeht, ist unklar. Die Eigentümerbank hält sich mit konkreten Plänen zurück.
Ebersberg – „Fehler 404 – Seite nicht gefunden.“ Diese Meldung ploppt auf, wenn man die Internetseite des Ebersberger Hotels Hölzerbräu aufrufen möchte. Was zunächst auf eine technische Störung schließen lässt, hat einen nicht erfreulichen Hintergrund. Denn das Hotel in prominenter Ebersberger Lage hat bereits am 18. September ein Insolvenzverfahren eröffnet.
Grundstücksbesitzer hat keine konkreten Pläne
Wie aus Betreiberkreisen zu erfahren ist, sei das Hotel in der Sieghartstraße gut gelaufen. „Das hat soweit gepasst“, so die Aussage. Zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens hätten eine geplatzte Finanzierung und damit verbunden, Liquiditätsprobleme geführt. Den sieben Mitarbeitern habe man leider kündigen müssen, heißt es weiter.
Wie es mit dem Hotel mit 50 Betten und Appartments weitergeht, ist ungewiss. Das Hotelgebäude ist Teil des Hölzerbräu-Geländes. Dieses wurde 2018 vom Investor Euroboden erworben. Den Ebersbergern schwebte die Entstehung eines neuen Mini-Stadtteils direkt am Marienplatz vor. Für den damaligen Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) und für den jetzigen Bürgermeister Ulrich Proske (SPD/parteilos) war und ist es wichtig, dass der Hotelbetrieb erhalten bleibt (wir berichteten).

Aus dem neuen Stadtteil wurde jedoch – bis heute nichts. 2023 musste der Projektentwickler Euroboden Insolvenz anmelden, 2024 kaufte die Raiffeisen-Volksbank Ebersberg das Filetgrundstück am Marienplatz. Bei der Entwicklung habe man keine Eile, sagte Bank-Vorstand Oliver Brandhuber damals unserer Zeitung.
Dem kann wohl auch heute nicht widersprochen werden. Denn: Welche Pläne die Bank konkret mit dem Gelände verfolgt, ist nach wie vor öffentlich nicht bekannt. Auf Anfrage der Ebersberger Zeitung schreibt Bank-Vorstand Bernhard Failer am Dienstag, dass man sich im laufenden und konstruktiven Austausch mit der Stadt zur Entwicklung des Geländes befinde. „Zu Nutzungen oder detaillierten Planungen können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage treffen“, erklärt Failer. Auf die Frage, ob man sich auch künftig einen Hotelbetrieb im Herzen der Stadt vorstellen könne, antwortet Failer: „Der Betrieb eines Hotels erscheint jedoch aufgrund der Insolvenz wohl nicht ohne Tücken.“