Hurrikan Isaias traf an US-Golfküste an Land

Tropischer Wirbelsturm Hurrikan Isaias traf an US-Golfküste an Land Meteorologen warnen vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Auch Tornados sind möglich ...

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Hurrikan Isaias traf an US-Golfküste an Land

Tropischer Wirbelsturm

Hurrikan Isaias traf an US-Golfküste an Land

Meteorologen warnen vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Auch Tornados sind möglich

Menschen gehen entlang einer Küstenstraße in Englewood, Florida, während Wellen die Straße überfluten. Im Hintergrund ist ein an der Küste stehendes Haus zu sehen. Der Himmel ist bewölkt, und Sturmbedingungen deuten auf die bevorstehende Ankunft von Hurrikan Isaias hin.
Wellen überschwemmen vor dem Eintreffen des Hurrikans die Straßen in Englewood, Florida.

Miami – Der Hurrikan Isaias ist an der US-Golfküste auf Land getroffen. Der tropische Wirbelsturm erreichte am Freitagabend (Ortszeit) nahe der Stadt Destin im Bundesstaat Florida mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde die Küste, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte. Der Sturm hatte sich zuvor auf seinem Weg durch den Golf von Mexiko deutlich verstärkt und die Stärke drei von fünf erreicht, traf dann aber mit Stärke zwei auf die Küste.

Meteorologen warnten vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Besonders an der Küste im Nordwesten Floridas könnten Sturmfluten das Wasser um bis zu 2,7 Meter über den normalerweise trockenen Boden steigen lassen. Auch Tornados sind möglich. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums könnten in den betroffenen Gebieten 100 bis 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, örtlich sogar bis zu 380 Liter.

Notstand ausgerufen

In mehreren Bundesstaaten war vorsorglich der Notstand ausgerufen worden. Alabamas Gouverneurin Kay Ivey hatte die Evakuierung von Touristen und Besuchern aus mehreren Küstenorten angeordnet, darunter die beliebten Urlaubsziele Gulf Shores und Orange Beach sowie Dauphin Island. Auch in Florida mussten Menschen besonders gefährdete Küstengebiete verlassen.

Bereits vor dem Auftreffen des Sturmzentrums hatten heftige Winde und Regenfälle die Küste erreicht. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, Geschäfte und Schulen geschlossen. In der Stadt Mobile in Alabama verhängten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre.

Zwei Personen füllen rote Benzinkanister an einer Tankstelle auf. Um sie herum stehen Autos geparkt, und im Hintergrund sind Geschäfte mit leuchtenden Schildern zu sehen. Es ist regnerisch, und der Boden ist nass.
Die Menschen bereiten sich auf die Ankunft des Hurrikans vor.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte die Bevölkerung auf länger anhaltende Stromausfälle und mögliche Straßensperrungen vorbereitet. "Gehen Sie davon aus, dass der Strom ausfallen wird", warnte der Republikaner. Die Bürger sollten genügend Vorräte bereithalten, um mindestens 72 Stunden ohne reguläre Versorgung auszukommen. Der Katastrophenschutz mobilisierte unter anderem mehr als tausend Generatoren und große Treibstoffreserven.

Ölförderung eingeschränkt

Auch die US-amerikanische Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko wurde durch den Hurrikan erheblich beeinträchtigt. Nach Angaben der zuständigen US-Behörde waren vorsorglich rund 72 Prozent der dortigen Ölförderung und 59 Prozent der Erdgasförderung eingestellt worden. Auf zahlreichen Förderplattformen wurde das Personal in Sicherheit gebracht.

Isaias ist der erste Hurrikan der diesjährigen Atlantiksaison. Nach seinem Auftreffen auf die Küste dürfte er sich auf seinem Weg ins Landesinnere abschwächen. Dennoch rechnen Meteorologen auch in den Bundesstaaten Alabama, Georgia und Tennessee mit heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und gefährlichen Windböen. (APA, 10.10.2026)

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