Hurrikan „Isaias“ trifft US-Golfküste: Schwere Verwüstungen und Hunderttausende ohne Strom

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Hurrikan „Isaias“ trifft US-Golfküste: Schwere Verwüstungen und Hunderttausende ohne Strom

Hurrikan „Isaias“ trifft mit 165 km/h US-Küste: Hunderttausende ohne Strom – Flughäfen dicht

Stand: 10.10.2026, 08:14 Uhr

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Der Hurrikan „Isaias“ ist im Nordwesten von Florida auf Land getroffen. Schwere Verwüstungen, Sturmfluten und massive Stromausfälle kommen auf die US-Golfküste zu.

Der Hurrikan „Isaias“ ist im Nordwesten des US-Bundesstaates Florida auf Land getroffen und hat heftige Regenfälle, Sturmfluten und weitreichende Stromausfälle verursacht. Der Wirbelsturm traf nahe der Küstenstadt Destin auf Land, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte. Es handele sich um einen „lebensbedrohlichen Sturm“, der auch weiter im Landesinnern schwere Sturzfluten und Überschwemmungen auslösen könne.

Anwohner füllen Sandsäcke, um sich auf den Hurrikan „Isaias“ vorzubereiten, der an der US-Golfküste auf Land traf.

Anwohner füllen Sandsäcke, um sich auf den Hurrikan „Isaias“ vorzubereiten, der an der US-Golfküste auf Land traf. © METEORED/www.daswetter.com/picture alliance/dpa/AP | Octavio Jones

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde erreichte „Isaias“ laut NHC die Stufe zwei der fünfstufigen Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala. Neben Florida riefen auch Alabama und mehrere andere US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko den Notstand aus. Für zahlreiche Küstenorte galten Evakuierungsanordnungen.

Schwere Schäden und Hunderttausende Haushalte ohne Strom

In Pensacola, rund 80 Kilometer westlich von Destin, deckte der heftige Wind Dächer ab und riss Äste von Bäumen ab, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP von dort berichtete. Der Strom fiel vielerorts aus. „Die Dinge fliegen sehr schnell durch die Luft und ich habe nie einen so schnellen Wind gesehen“, sagte der 40-jährige Regierungsangestellte Jonathan Ramos in einem Hotel in Pensacola. Es sei „beängstigend“.

Zwei Flughäfen im Nordwesten Floridas setzten ihren Betrieb aus. Laut poweroutage.us waren wegen des Hurrikans mehr als 300.000 Haushalte in Florida und mehr als 200.000 Haushalte in Alabama ohne Strom. Wegen „Isaias“ wurde auch die Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko größtenteils unterbrochen (rund 72 Prozent der Öl- und 59 Prozent der Gasförderung).

Das NHC prognostizierte, dass die gesamte Küste des Golfs von Mexiko von der Mündung des Mississippi in Louisiana bis zum Fluss Suwannee in Florida von dem Wirbelsturm betroffen sein werde. US-Präsident Donald Trump sagte wegen des Hurrikans den Besuch eines Football-Spiels in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama ab.

Ungewöhnlich späte Hurrikan-Saison durch El Niño

„Isaias“ ist der erste Hurrikan der atlantischen Saison, die wegen des Klimaphänomens El Niño außergewöhnlich spät beginnt. Ein derart späten ersten Hurrikan im Atlantikbecken gab es seit über 100 Jahren nicht mehr. Das Phänomen im Pazifik erzeugte eine starke Windscherung über dem Atlantik, die aufziehende Stürme lange Zeit bremste. Im Pazifik gab es bereits mehrere schwere Hurrikans, darunter „Polo“, der als Kategorie-5-Sturm die Küste Mexikos traf.

Weiterführende Informationen und Hintergründe finden sich im Bericht zu El Niño und Hurrikans sowie zu früheren Stürmen in Florida.