Iran-Krieg News: Huthi-Miliz schießt saudischen Tanker in Brand
Das US-Militär hat in der bereits neunten Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert. Zugleich holte Teheran erneut zum Gegenschlag aus. Ist Washington zu einem größeren Krieg bereit?
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Wichtige Updates
Iran droht mit Vergeltung bei Angriffen auf Infrastruktur
Trump: Angriff auf Brücke oder Kraftwerk für Schiffsbeschuss
Hegseth schätzt bisherige Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar
Explosionen in Teheran – Flugabwehr im Einsatz
Michael Bee
Philipp Luther

Philipp Luther

US-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Philipp Luther

US-Repräsentantenhaus billigt mehr als eine Billion Dollar fürs Pentagon für 2027
Inmitten des Iran-Kriegs hat das US-Repräsentantenhaus die jährlich verabschiedete Verteidigungsstrategie gebilligt, die für 2027 Rekord-Haushaltsmittel von 1,15 Billionen Dollar (gut eine Billion Euro) für das Pentagon vorsieht. Das Gesetz, das traditionell eigentlich immer im Konsens von Republikanern und Demokraten verabschiedet wird, schaffte es am Mittwoch allerdings nur knapp durch die Parlamentskammer: 216 Abgeordnete stimmten dafür und 212 dagegen. Das Gesetz muss nun noch vom Senat gebilligt werden. Ob dies geschieht, ist derzeit unklar.
Der vom Repräsentantenhaus gebilligte National Defense Authorization Act (NDAA) sieht damit für das Verteidigungsministerium für das kommende Jahr rund 250 Milliarden Dollar mehr Haushaltsmittel vor als 2026. Mit dem zusätzlichen Geld soll unter anderem eine Sold-Erhöhung für die Militärangehörigen von fünf bis sieben Prozent ermöglicht werden.
Philipp Luther

Huthi-Miliz beschießt saudische Öltanker
Die mit Iran verbündete Miliz hat eigenen Angaben zufolge vom Jemen aus zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Besatzung sei in Sicherheit.
Die Miliz sprach von einer "militärische Operation gegen zwei saudiarabische Öltanker, welche die Blockade verletzt hatten“. Die Schiffe „Encelia“ und „Layla“ seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden. Die Huthi-Miliz hatte am Montag eine Seeblockade gegen saudiarabische Häfen verkündet.
Auch die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete, dass ein Öltanker im Roten Meer von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden und ein Feuer ausgelöst worden sei. Der Vorfall habe sich rund 70 Seemeilen vor dem saudiarabischen Hafen Al Schukaik ereignet.
Philipp Luther

USA melden weitere Angriffe auf den Iran
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ziel sei militärische Infrastruktur in dem Land, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Die Angriffe zielten darauf ab, „die Fähigkeit des Iran weiter zu schwächen, zivile Seeleute und Handelsschiffe in den Gewässern der Region zu bedrohen“. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, dass die USA Ziele im Iran attackieren.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit einer Ausweitung der Angriffe auf zivile Infrastruktur gedroht. „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt (...), werden die Vereinigten Staaten eine Brücke oder ein Kraftwerk bombardieren und zerstören“, schrieb er in Online-Netzwerken.
Tobias Köberlein
EU rät europäischen Fluggesellschaften von Überflug Jordaniens ab
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat europäischen Fluggesellschaften angesichts iranischer Angriffe vom Überflug Jordaniens abgeraten. Die „wiederholten iranischen Angriffe“ mit Drohnen und Raketen sowie die Aktivierung der jordanischen Luftverteidigung führten zu einem „erhöhten Risiko“, erklärte die EASA am Mittwoch in einem Schreiben an die Fluggesellschaften. Dies gelte für „alle Höhen und Flugflächen“ innerhalb des betroffenen Luftraums.
Jordanien war zuletzt mehrfach Ziel iranischer Angriffe. Am Mittwoch erklärte die jordanische Armee, vier iranische Raketen und vier Drohnen abgeschossen zu haben. Zwei weitere Raketen seien in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Am Dienstag hatten die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben einen Stützpunkt von US-Soldaten nahe der Grenze zu Syrien angegriffen. Am Freitag waren zwei US-Soldaten in Jordanien bei iranischen Angriffen getötet worden.
Tobias Köberlein
Ölpreise legen deutlich zu
Die Ölpreise haben am Mittwoch anfängliche Aufschläge deutlich ausgeweitet. Die anhaltenden Angriffe der USA auf den Iran treiben die Preise. Mit 95,57 US-Dollar je Barrel (159 Liter) erreichte der Preis der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September zeitweise den höchsten Stand seit Mitte Juni. Zuletzt kostete ein Barrel noch 94,39 Dollar und damit 3,7 Prozent mehr als am Vortag. Der Anstieg der vergangenen Tage setzt sich damit fort.
Tobias Köberlein
Iran droht mit Vergeltung bei Angriffen auf Infrastruktur
Nach der jüngsten Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf Brücken oder Kraftwerke im Iran hat Teheran für diesen Fall Vergeltung angekündigt. "Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. "Jede Aggression gegen den Iran, einschließlich unserer Infrastruktur, wird eine mächtige und entschiedene Antwort erzwingen." Wer dazu in welcher Form auch immer beitrage, werde ebenfalls als legitimes Ziel angesehen.
Daniel Weidmann

Trump: Angriff auf Brücke oder Kraftwerk für Schiffsbeschuss
Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören", wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt. Das teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Daniel Weidmann

Iran dementiert nukleare Aktivitäten in "Pickaxe Mountain"
Der Iran hat nukleare Aktivitäten an dem als „Pickaxe Mountain“ bekannten Standort im Zentrum des Landes dementiert. US-Berichte darüber seien „nichts weiter als ein erfundener Vorwand für Aggression, Zerstörung und Sabotage“, schrieb Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai auf X. Die nuklearen Aktivitäten Irans seien der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollständig gemeldet, schrieb er.
Michael Bee
Hegseth schätzt bisherige Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzt die bisherigen Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro). Diese Zahl nannte er am Dienstag in einer Anhörung in einem Senatsausschuss, in der er einen Antrag auf zusätzliche Mittel für das Pentagon in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar verteidigte. Das neue Geld sei „dringend“ notwendig, um die Kosten für den Iran-Krieg bis Ende September zu decken, argumentierte er.
Michael Bee
Explosionen in Teheran – Flugabwehr im Einsatz
Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist wieder die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte zunächst wieder Ruhe.
Parallel zu den Explosionen in Teheran hatte das US-Militär eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele im Iran bekanntgegeben. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen. Die genauen Ziele der neuen Angriffe machte Centcom nicht bekannt.
Michael Bee
US-Militär beendet nächtliche Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Nach gut einer Stunde gab Centcom dann bekannt, dass die Angriffswelle beendet sei. Zu den Zielen zählten demnach unter anderem militärische Einsatzzentralen, Drohnenlager und Flugzeughangars.
Louisa Thönig

Hegseth im Kongress von Anti-Iran-Kriegs-Rufen unterbrochen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist bei einer Anhörung im US-Parlament von Protesten gestört worden. Gleich mehrmals nacheinander wurde er von Demonstranten unterbrochen, die ein Ende des Iran-Kriegs forderten. Beamte führten die Protestler aus dem Raum im Kapitol.
Die USA und Israel starteten am 28. Februar Luftangriffe gegen den Iran. Die US-Regierung will nach eigenen Angaben erreichen, dass die Islamische Republik niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Eine im April vereinbarte Waffenruhe und ein Rahmenabkommen zu vertieften Verhandlungen zwischen den USA und Iran wurden in den vergangenen Tagen durch gegenseitige Angriffe überschattet. Es wird befürchtet, dass der Konflikt immer weiter eskaliert.
Verteidigungsminister Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, kam zur Anhörung, um für Mittel im Nachtragshaushalt für die Verteidigung Amerikas zu werben.
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