Hazel Brugger: «Fühle mich fast mehr als Deutsche» – trotz Schweizer Wurzeln

Publiziert24. August 2026, 13:35Hazel Brugger«Ich fühle mich mittlerweile fast mehr als Deutsche»Hazel Brugger fühlt sich zunehmend als Deutsche. Je nach Situation und ihrem Gegenüber wechselt sie aber auch ger...

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Hazel Brugger: «Fühle mich fast mehr als Deutsche» – trotz Schweizer Wurzeln

Publiziert24. August 2026, 13:35

Hazel Brugger«Ich fühle mich mittlerweile fast mehr als Deutsche»

Hazel Brugger fühlt sich zunehmend als Deutsche. Je nach Situation und ihrem Gegenüber wechselt sie aber auch gerne einmal ihre Identität.

Maxime Alexander

Darum gehts

  • Komikerin Hazel Brugger besitzt drei Staatsbürgerschaften: USA, Schweiz und Deutschland.
  • Je nach Situation und Gegenüber identifiziert sie sich mit einem anderen Land – in Schweden gibt sie sich als Schweizerin aus, um deutschen Touristen-Vorurteilen zu entgehen.
  • Trotzdem fühlt sie sich nach zehn Jahren in Hessen «fast mehr als Deutsche».

Ist sie Deutsche oder Schweizerin? Je nachdem hat Hazel Brugger (32) hier eine andere Antwort. Die Komikerin lebt seit zehn Jahren mit ihren zwei Kindern und Mann Thomas Spitzer (37) in Deutschland. Geboren ist sie aber in den USA, aufgewachsen in der Schweiz. Hazel ist somit also im Besitz von drei Staatsbürgerschaften.

Zu welchem Land sie sich gerade zugehörig fühlt, hängt bei ihr offenbar von der Situation und dem Gegenüber ab. Die Familie macht gerade Urlaub in Schweden und dort entscheidet sie sich zum Beispiel bewusst dazu, sich als «Schweizerin» zu identifizieren. Denn wie sie in ihrem Podcast «Hörerlebnis» erzählt, seien die Schweden und Schwedinnen mittlerweile genervt von all den deutschen Touris. Als Schweizerin könne sie so also die «negativen Vorurteile» flink umgehen, mit denen sie womöglich konfrontiert worden wäre.

Wie definierst du deine eigene nationale Zugehörigkeit?

Ich fühle mich primär als Schweizerin oder Schweizer.

Ich fühle mich eher als Bürgerin oder Bürger der Welt.

Meine Identität hängt stark davon ab, wo ich gerade lebe.

Ich identifiziere mich mit mehreren Ländern gleichzeitig.

Nationale Zugehörigkeit spielt für mich keine grosse Rolle.

Die Schweiz gewinnt auch, wenn es zum, wie sie es nennt, «bürokratischen Affentanz» kommt. Formularen und Dokumenten hinterherrennen muss man hierzulande wohl um einiges seltener. Deshalb sei es auch einfacher, richtig Kohle zu machen und als Unternehmer durchzustarten, erklärt Brugger.

Meinung ändert sich je nach Gegenüber

Ihre deutsche Identität versteckt die 32-Jährige in Hessen aber nicht, wo sie wohnt und ihr eigenes Haus gebaut hat. Wenn es zum persönlichen Empfinden kommt, hat Deutschland scheinbar sogar die Überhand. «Ich fühle mich auch fast mehr als Deutsche mittlerweile», verrät sie Thomas. Weiter führt sie diese Aussage nicht aus.

Aufgrund ihrer «sehr trotzigen» Art ändert sie ihre Meinung auch gerne je nach ihrem Gegenüber. «Und wenn die Leute sagen: ‹Ja, zieh doch in die Schweiz›, sag ich: ‹Nein, Deutschland ist mega geil›. Und wenn die Leute sagen: ‹Deutschland ist das beste Land›, sag ich: ‹Ja, nee, in der Schweiz ist es halt tatsächlich ein bisschen cooler›.»

Zu den USA scheint sie wenige Verbindungen zu haben. Ihr Pass war aber trotzdem kürzlich sehr praktisch. Im Juni war sie mit ihrer Familie in New York und Brugger freute sich über ihr eigenes Tourplakat auf einem Billboard am Times Square. «Endlich lohnt sich der Ami-Pass», meinte sie damals.

Diese Fragen kann Brugger nicht mehr hören

Von einer Frage, wenn es zur Länderrivalität kommt, hat Hazel aber genug. In Interviews wird sie immer wieder gefragt, wie sich denn der Humor in der Schweiz und Deutschland unterscheidet. «Ich kann es nicht ertragen!» Einen nennenswerten Unterschied sieht Brugger zwischen den Ländern nämlich nicht.

Maxime Alexander

Maxime Alexander (ale) arbeitet seit 2026 bei 20 Minuten und ist Praktikantin im Ressort People.

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