„Ihr habt zu viel Beinfreiheit!“ Airline geht auf Passagiere los – sie fliegt auch im Norden ab

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„Ihr habt zu viel Beinfreiheit!“ Airline geht auf Passagiere los – sie fliegt auch im Norden ab

Stand: 09.08.2026, 19:45 Uhr

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Innenraum eines Flugzeugs mit Sitzreihen

Passagiere müssen bei Ryanair für mehr Beinfreiheit extra bezahlen. (Symbolbild) © IMAGO/Michael Bihlmayer

Ryanair ist für seinen harten Kurs in Sachen Komfort im Flieger bekannt. Mit einer Provokation auf Social Media sorgt die Airline nun für Aufsehen. Passagiere kontern.

Normalerweise sollte der Flug in den Urlaub der Start einer schönen Reise sein. Doch nicht immer gelingt das. Manchmal hakt es an den Abläufen am Flughafen, manchmal auch bei der Airline. Nun sorgt die Aussage einer bekannten europäischen Fluggesellschaft – Ryanair –für Ärger. Diese wirft ihren Passagieren vor, zu viel Beinfreiheit zu haben. Auch Fluggäste aus dem Norden dürften sich angesprochen fühlen.

Airline geht mit Passagieren hart ins Gericht – und findet mehr Beinfreiheit nicht angebracht

„Tenéis demasiado espacio para las piernas, igual metemos otra fila de asientos.“ Mit diesen Worten zitiert das spanische Portal Preferente aus einem Facebook-Post von Ryanair Spanien aus den vergangenen Tagen. Die Botschaft auf Deutsch: „Ihr habt zu viel Beinfreiheit, wir könnten eine weitere Sitzreihe hinzufügen.“ Mit ihrem humorvollen Beitrag nahm die Billig-Airline ihre Passagiere auf die Schippe. Ein ähnlicher Post datiert vom 2. August auf dem Haupt-Account von Ryanair und lautet: „Wenn du über 20 bist, ist der einzige Wachstum, den du bewirken kannst, emotional, du brauchst keinen zusätzlichen Platz.“

Die klare Botschaft dahinter: Die Fluggesellschaft hält nicht viel von zu viel Beinfreiheit. Ryanair ist bereits seit Jahren für sein klares „No-Frills“-Konzept bekannt. Konkret bedeutet das günstige Basispreise ohne viel Schnickschnack sowie zahlreiche Zusatzgebühren für jegliche Form von mehr Komfort. So schaffte Ryanair nach und nach die Check-in-Schalter an den Flughäfen ab. Wer nicht vorab eingecheckt hat, muss eine Zusatzgebühr von bis zu 55 Euro bezahlen.

Ryanair-Post löst Welle an Reaktionen aus – Passagiere kommen mit Gegenvorschlägen um die Ecke

Der Post von Ryanair löste bei Passagieren eine Welle von Reaktionen aus. So fragte ein Passagier unter dem spanischen Post der Airline humorvoll: „Können wir unsere Beine im Frachtraum verstauen?“ Auf den Post im Haupt-Account kommentierte ein User: „Kann ich bitte ein kostenloses Ticket bekommen?“ Diese Frage ließ Ryanair unbeantwortet.

Provokante Sticheleien gehören zum Social-Media-Auftritt von Ryanair dazu. So forderte die Airline Passagiere bereits dazu auf, ein Buch zu lesen oder ein Nickerchen zu machen, statt WLAN an Bord zu verlangen. Auch dafür gab es vonseiten der Passagiere ordentlich Gegenwind. So kommentierte ein Passagier: „Mit WLAN können Sie immer lernen, wie Sie Fenster reparieren oder einen Reifen ersetzen“, und spielte damit auf das zerbrochene Fenster während eines Ryanair-Flugs nach Memmingen an. Ein Mann wurde dabei teilweise aus dem Flugzeug gezogen.

Im Norden startet Ryanair von Hamburg, Lübeck und Bremen. Dabei werden Ziele wie Alicante und London Stansted angeflogen.