„In eine Depression gerutscht“: Prinz Harry packt über dunkle Tage vor Palast-Rückzug aus
StartseiteStars & TVStand: 09.10.2026, 07:52 UhrKommentareUns auf Google folgenPrinz Harry spricht so offen wie selten zuvor darüber, wie er nach dem Umzug nach Kanada in eine Depression rutschte – und was ...
- 3 min read
Stand: 09.10.2026, 07:52 Uhr
Kommentare
Prinz Harry spricht so offen wie selten zuvor darüber, wie er nach dem Umzug nach Kanada in eine Depression rutschte – und was ihn völlig aus der Bahn warf.
London – Es sollte der große Befreiungsschlag werden: Als Prinz Harry (42) im Spätherbst 2019 mit Ehefrau Meghan (45) und Baby Archie (7) nach Kanada aufbrach, hoffte die Familie, endlich durchatmen zu können. Doch der geplante Neustart wurde für den Herzog von Sussex zu einer seiner dunkelsten Lebensphasen. Pünktlich zum Welttag der psychischen Gesundheit am Sonntag veröffentlicht das US-Lernportal MasterClass nun den Kurs „Redefining Grief: Building Resilience Through Loss“ [dt. „Trauer neu definieren: Resilienz durch Verlust aufbauen“] – und gewährt darin einen extrem seltenen Blick in Harrys innere Welt.

Jahrelang hatte reines Adrenalin den Royal am Laufen gehalten. Ob nach dem Tod seiner Mutter Diana (36, † 1997), bei zwei harten Einsätzen als Kampfpilot in Afghanistan oder im engen Korsett der royalen Pflichten: Harrys Körper war auf Dauerstress programmiert. Doch kaum hatte er dem Londoner Palastleben den Rücken gekehrt, kollabierte dieses System. Das US-Magazin People zitiert den Prinzen aus seinem Gespräch mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O’Connor (53) mit drastischen Worten: Der heute 42-Jährige sei für etwa zwei Wochen „in eine Depression gerutscht“ und habe das Gefühl gehabt, „ohne Adrenalin nicht funktionieren zu können“.
Prinz Harry offenbart Depression: Wie Trauer um Mutter Diana ihn jahrelang lähmte
Diese erste Auszeit in Kanada währte nur kurz. Bereits im Januar 2020 verkündeten Harry und Meghan ihren historischen Rückzug als hochrangige Mitglieder der Königsfamilie („Megxit“) – ein Schritt, der die britische Monarchie massiv erschütterte und weltweit heftig debattiert wurde. Was die Öffentlichkeit damals nicht ahnte: Hinter verschlossenen Türen kämpfte der Prinz längst mit alten Dämonen. Mit nur zwölf Jahren hatte er seine Mutter bei dem tragischen Unfall in Paris verloren. Ein Kindheitstrauma, das er über Jahrzehnte verdrängte, indem er sich bedingungslos in den Dienst des Militärs und des Hauses Windsor stürzte.
In dem MasterClass-Format zeigt sich Prinz Harry nun verletzlich wie nie. Er berichtet schonungslos von Panikattacken während offizieller Termine und tiefen Schuldgefühlen, die ihm lange verboten, ohne seine Mutter glücklich zu sein. Ein entscheidender emotionaler Durchbruch gelang ihm schließlich auf Anraten eines Therapeuten: Harry kaufte Dianas Parfüm. Dieser vertraute Duft habe ihn „in eine andere Zeit versetzt“ und plötzlich „alles freigesetzt, was zuvor verschlossen war“. Das US-Magazin Town & Country bringt Harrys Kernbotschaft prägnant auf den Punkt: „Unverarbeitete Trauer bleibt nicht in der Vergangenheit – sie kommt mit dir.“
Eine späte Erkenntnis nimmt ihm schließlich eine gewaltige Last von den Schultern: Harry hat verstanden, dass Diana nie ewige Trauer von ihm erwartet hätte – und sein eigenes Glück kein Verrat an ihr ist. „Was ich herausfand“, resümiert Harry, „war, dass sie mich einfach glücklich sehen wollte. Das hat mich befreit und mir eine völlig neue Sichtweise auf das Leben geschenkt.“ (sk) Verwendete Quellen: people.com, townandcountrymag.com