In NRW ist Abkühlung in Sicht – aber Meteorologen sehen großes Problem

wa.deNRWStand: 05.08.2026, 13:00 UhrKommentareUns auf Google folgenImmer wieder werden in NRW Temperaturen von über 30 Grad erreicht. Nur Gewitter sorgen, wenn auch nur kurzfristig, für Abkühlung. Das bringt Pr...

  • 3 min read
In NRW ist Abkühlung in Sicht – aber Meteorologen sehen großes Problem

Stand: 05.08.2026, 13:00 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Immer wieder werden in NRW Temperaturen von über 30 Grad erreicht. Nur Gewitter sorgen, wenn auch nur kurzfristig, für Abkühlung. Das bringt Probleme mit sich.

Hamm – Mit dem August ist der dritte Sommermonat angebrochen. Es ist gleichzeitig auch der dritte Monat in Folge, in dem Temperaturen weit über 30 Grad erreicht wurden. Die Hitze scheint NRW noch immer im Griff zu haben – doch wann wird es endlich wieder kühler?

Strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen bestimmen das Wetter in NRW (Symbolbild).

Trotz einiger Hitzegewitter scheint in NRW meistens die Sonne. Fürs Klima ist das problematisch. © Julian Stratenschulte/dpa

Ein Blick auf die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt, dass NRW sich wohl nicht mehr allzu lange gedulden muss, bis wieder guten Gewissens gelüftet werden kann. Sind am Mittwoch, 5. August, noch Temperaturen von bis zu höchstens 30 Grad drin, ist kurz darauf schon eine deutliche Abkühlung in Sicht. Besonders in Ostwestfalen kann es am Nachmittag auch noch einmal zu Gewittern kommen. Und in der Nacht auf Donnerstag gibt es sogar eine Abkühlung auf 17 bis 14 Grad. Den Experten vom DWD zufolge ist das aber noch kein Grund zum Durchatmen – ein großes Problem besteht trotz milderer Temperaturen auch weiterhin.

Kaltfront bringt mildes Sommerwetter in NRW

Eine Kaltfront aus Richtung Nordsee werde sich spätestens am Donnerstag „diagonal über Deutschland“ legen. Damit sind in NRW am Donnerstag „nur noch“ Höchsttemperaturen zwischen 22 und 26 Grad zu erwarten. Nachts sinken die Temperaturen auf 14 bis 10 Grad. Am Freitag sieht es ähnlich aus: Der DWD prognostiziert Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad, nachts sinken die Gradzahlen in manchen Regionen sogar unter 10 Grad. Jetzt das große Aber: Es ist kaum Niederschlag in Sicht, auch wenn Gewitter zeitweise für Starkregen sorgten. „Gewitter sind gut und schön, aber helfen aufgrund ihrer nur sehr begrenzten Ausdehnung nicht nachhaltig dabei, den Wasserhaushalt wieder gerade zu rücken“, schreibt der DWD.

Trotz der zunächst niedrigeren Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte bleiben die aktuelle Dürrephase sowie die erhöhte Waldbrandgefahr weiterhin bestehen. Die Zahlen sind alarmierend: Bisher seien im Deutschlandmittel 360 mm Niederschlag gefallen. Das Soll für diesen Zeitraum liege aber bei 450 mm. „Das heißt es fehlen statistisch gesehen bereits etwa ein bis zwei komplette Monatsniederschlagsmengen“, fassen die Experten zusammen. Und auch mit den Temperaturen geht es zum Wochenende hin wieder nach oben: Am Samstag wird vermutlich wieder die 30-Grad-Marke geknackt.

Niedrige Pegelstände bringen Schiffswracks zum Vorschein

Diese Trockenheit hat bereits jetzt zur Folge, dass die Pegelstände im Rhein und anderen Gewässern vielerorts ein Rekordtief erreicht haben. Diese niedrigen Pegelstände sorgen im Moment sogar an vielen Orten dafür, dass sonst unter dem Wasser verborgene Objekte zum Vorschein kommen. In Neuss ist zum Beispiel ein altes Schiffswrack im Rhein aufgetaucht. Und ein ganz ähnliches Bild bietet sich Spaziergängern am Rhein in Emmerich: Dort ist das historische Schiff „de Hoop“ wieder aufgetaucht.