„Fehler nicht noch einmal passieren“: Boss Infantino kriecht trotz voller FIFA-Rückendeckung zu Kreuze

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„Fehler nicht noch einmal passieren“: Boss Infantino kriecht trotz voller FIFA-Rückendeckung zu Kreuze

Stand: 06.08.2026, 06:29 Uhr

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Plötzlich war der Weltverband in Aufruhr: Der Präsident hatte zur eiligen Krisensitzung gerufen. Dort bekommt er Unterstützung – muss sich aber entschuldigen.

Rabat – Der Großteil der Fußball-Welt hatte vielleicht gar auf Infantinos Sturz gehofft – doch daraus wird vorerst nichts. Nach der kurzfristig einberufenen Krisensitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat hat der umstrittene FIFA-Präsident Gianni Infantino die volle Rückendeckung seiner engsten Führungsspitze erhalten.

Gianni Infantino ist weiterhin der mächtigste Mann bei der FIFA.

Gianni Infantino ist weiterhin der mächtigste Mann bei der FIFA. © dpa / RIZA OZEL

In einer offiziellen Mitteilung des Weltverbandes hieß es: „Um Zweifel zu beseitigen, bekräftigen der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Vorstandsmitglieder ihre volle Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino als einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt worden ist.“ Trotz unter anderem heftiger Erpressungsvorwürfe eines Top-Funktionärs gegen Infantino.

Infantino-Rückendeckung: „FIFA wird keinerlei Angriffe auf Identität dulden“

Besonders bemerkenswert: Infantino sprach seinerseits Generalsekretär Mattias Grafström (45) volle Unterstützung aus – obwohl der Schwede zuletzt öffentlich auf Distanz gegangen war. In einer internen Mail hatte Grafström eine „traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen“ sowie einen „Aufruhr“ beklagt.

Am Mittwochabend saßen beide dann nebeneinander auf der Tribüne beim Spiel des Africa Cup of Nations der Frauen zwischen Malawi und Sambia. Zugleich räumte der Weltverband Fehler bei den umstrittenen Investorenplänen ein. Es sei nicht beabsichtigt gewesen, dem FIFA-Rat und den Mitgliedsverbänden „das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen“.

Infantino und Grafström ließen unisono verlauten: „Wir entschuldigen uns aufrichtig für diese Fehler und versprechen, dass sie nicht noch einmal passieren werden. Vor diesem Hintergrund werden wir eine erforderliche Überprüfung durchführen und dem FIFA Council wird bei dessen nächster Sitzung ein Bericht präsentiert werden.“

Ein klares Schuldeingeständnis – wenngleich mit diplomatischer Formulierung. Mit Blick auf die harsche Kritik zeigten die Offiziellen dann aber auch Zähne. „Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen.“ Ein Bericht der Times, wonach Infantino Marokko das WM-Finale 2030 im Gegenzug für Loyalität versprochen haben soll, wurde vom Weltverband umgehend dementiert.

Insider sagen trotz der jüngsten Entwicklungen voraus, dass Infantino im März 2027 auf dem 77. FIFA-Kongress in Rabat wiedergewählt wird. Die Gegenstimmen der 55 Uefa-Länder reichen bei 211 FIFA-Mitgliedern schlicht nicht aus, um den Schweizer loszuwerden. Für Infantino, seit 2016 im Amt, scheint die akute Gefahr zunächst gebannt – der Druck aber bleibt. (rele)