Insider: Weißes Haus ordnete Starlink-Einschränkung an
Online seit heute, 7.51 Uhr Die Anweisung zur Drosselung des von der Ukraine für Gefechtsfeldkommunikation und Drohneneinsätze genutzten US-Satellitensystems Starshield – der militärische...
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Online seit heute, 7.51 Uhr
Die Anweisung zur Drosselung des von der Ukraine für Gefechtsfeldkommunikation und Drohneneinsätze genutzten US-Satellitensystems Starshield – der militärische Teil von Starlink – ist nach Angaben von Insidern aus dem Weißen Haus gekommen. Das berichtete heute die Nachrichtenagentur Reuters.
Die Führung des Verteidigungsministeriums habe die Mitteilung erhalten, der Starshield-Dienst von SpaceX für das ukrainische Militär müsse verlangsamt werden. Zwei mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter und ein weiterer westlicher Regierungsvertreter sagten nicht, wer im Weißen Haus die Entscheidung getroffen habe und wer für die Umsetzung verantwortlich gewesen sei.
Ukrainische Regierungsvertreter hatten in dieser Woche mitgeteilt, militärische Starlink-Empfänger an schnell fliegenden ukrainischen Drohnen funktionierten plötzlich nicht mehr. Das habe Angriffe auf russische Truppen in besetzten Gebieten und den Abschuss russischer Schahed-Drohnen beeinträchtigt.
Der US-Senat, darunter auch republikanische Senatorinnen und Senatoren, forderte unterdessen das Pentagon auf, zu untersuchen, wie es zur Drosselung kam.
Trump beklagt sich über Selenskyj
Unterdessen werden die Verwerfungen zwischen der US-Regierung und der Ukraine größer. Nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern angekündigt hatte, sich nicht mehr an den von US-Präsident Donald Trump ohne Absprache verkündeten Stopp, Raffinerien anzugreifen, zu halten, äußerte sich Trump erneut negativ über Selenskyj.
Trump warf Selenskyj vor, keine Übereinkunft zu wollen. „Er sagt, er möchte eine Übereinkunft, aber er will keine. Nein, ich bin kein großer Fan von Selenskyj“, so Trump, der nach eigenen Worten mit einem baldigen Ende des seit Februar 2022 andauernden Krieges rechnet. Selenskyj hatte davor offen die einseitig prorussische Haltung Trumps kritisiert.
Heute ist Selenskyj Gast auf dem EU-Gipfel in Brüssel, wo er sich Rückendeckung nicht nur im Krieg mit Russland, sondern auch im Ringen mit den USA erhofft.