Interessengemeinschaft lehnt Verkauf an Investoren ab

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Interessengemeinschaft lehnt Verkauf an Investoren ab

Stand: 07.08.2026, 19:00 Uhr

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Wohnhäuser oder weiter „Gesundheit und Soziales“? Über die Zukunft des Zentralgeländes der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen wird gestritten. Archi

Wohnhäuser oder weiter „Gesundheit und Soziales“? Über die Zukunft des Zentralgeländes der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen wird gestritten. © bor

Eine Bürgergruppe will das 40 Hektar große Gelände der Diakonie in Wildeshausen als Naherholungsgebiet erhalten. Sie fordert eine umfassende Bürgerbeteiligung.

Wildeshausen – Zuletzt war es ruhig geworden um die Interessengemeinschaft (IG) „Naherholungsgebiet Himmelsthür“. Die Debatte um eine Nachnutzung des rund 40 Hektar großen, zum Teil bewaldeten Areals nördlich der Heilstättenstraße in Wildeshausen hatte an Fahrt verloren, nachdem die Stadt erst einmal ein Wertgutachten in Auftrag gegeben hatte. Das war Ende vergangenen Jahres. Bald dürften die Ergebnisse vorliegen, und die Kommunalwahl am 13. September rückt auch immer näher. Deswegen wollen die Mitglieder die politische Diskussion erneut auf die bislang unklare Zukunft lenken.

Die IG pocht darauf, dass der Bereich ein Naherholungsgebiet bleibt. Dieses Ziel soll unbedingt weiterverfolgt werden. Deshalb lehnt die Gruppe unter anderem einen Verkauf des Bereichs an Investoren, die überwiegend wirtschaftliche Interessen verfolgen, ab. „Bauliche Veränderungen oder Umgestaltungen, die die bisherige Nutzung des Geländes durch die Diakonie für Menschen mit Behinderungen erhalten und sinnvoll weiterentwickeln, stehen nicht im Widerspruch zu unseren Zielen“, heißt es aber auch in dem Schreiben.

Bekanntlich gehört das Gelände der Diakonie Himmelsthür, die es jahrzehntelang genutzt hat. Um mehr Inklusion für die behinderten Bewohner zu erreichen, sind die meisten allerdings inzwischen in kleinere Wohnungen in Städten und Gemeinden gezogen – wie zum Beispiel an der Kleinen Straße in Wildeshausen oder an der Mullstraße in Harpstedt. Die Diakonie will das Areal verkaufen, hat dabei aber zwei Probleme: Es gibt keinen Bebauungsplan, und der Flächennutzungsplan sieht „Gesundheit und Soziales“ für diesen Bereich vor. Das drückt den möglichen Kaufpreis.

Zurück zum Naturschutz. „Mit Bedauern haben wir die kürzlich auf dem Gelände durchgeführten forstlichen Maßnahmen zur Kenntnis genommen“, heißt es von der IG. „Nach unserer Auffassung gingen diese über das notwendige Maß hinaus.“ Der Baumbestand solle erhalten werden, fordert die Interessengemeinschaft. Außerdem müsse ein Teich wiederhergestellt werden – als Lebensraum für Kröten und Wasserfledermäuse.

Die Gruppe will die Bürgermeisterkandidaten kontaktieren und deren Position erfragen. Außerdem erwartet sie eine umfassende und transparente Bürgerbeteiligung im weiteren Planungsverlauf.