Iran-Krieg: Angriff auf saudischen Ölkonzern Aramco löst Brand aus

US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland +++ Trump warnt Huthi-Miliz: „Ich werde niemals vergessen“ +++ Einwohner sollen Gebiet um Ölanlage in Sanaa räumen +++ Der Newsblog.

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Iran-Krieg: Angriff auf saudischen Ölkonzern Aramco löst Brand aus

Iran-Krieg: Angriff auf saudischen Ölkonzern Aramco löst Brand aus

Live-Blog Netanjahu warnt Palästinenser vor Angriffen vor der Wahl +++ US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland +++ Der Newsblog.

Ölkonzern: Erneut wurde eine Anlage von Saudi Aramco getroffen. Foto: Reuters

Angriff auf saudischen Ölkonzern Aramco löst Brand aus

Bei einem Angriff auf das Gelände des saudischen Ölkonzerns Aramco ist in einem Verwaltungsgebäude ein Feuer ausgebrochen. Verletzte wurden nicht gemeldet, teilte das saudische Energieministerium mit. Zuvor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition vor anfliegenden Raketen gewarnt, die auf die Ostprovinz gerichtet gewesen seien. Die Region zählt zu den wichtigsten Erdölfördergebieten des Landes, Aramco zu den größten Ölproduzenten der Welt.

Die Vorfälle ereigneten sich am Dienstagabend, als die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und die saudisch geführte Koalition gegenseitig Angriffe meldeten.

Vier Verletzte in Riad durch Raketen-Trümmer

In der saudischen Hauptstadt Riad sind nach offiziellen Angaben vier Menschen durch Trümmerteile abgefangener Raketen verletzt worden. 15 Wohnhäuser seien leicht beschädigt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Mittwoch unter Berufung auf den Sprecher des Zivilschutzes. Die von der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen abgefeuerten Raketen seien abgefangen und zerstört worden, sagte der Sprecher. Verletzt wurden demnach zwei Frauen, ein Mann und ein Kind.

Iran greift kleinere Öltransporter um Straße von Hormus an

Der Iran nimmt nach Ansicht von Experten zunehmend Schiffe ins Visier, die in und nahe der Straße von Hormus Öl von einem Tanker auf einen anderen umladen. Damit wolle die Führung in Teheran die Möglichkeiten einschränken, auf diese Weise Öl durch die Meerenge zu transportieren, erklärte die in Washington beheimatete Denkfabrik Institute for the Study of War im Kurznachrichtendienst X. Außerdem entwickle der Iran womöglich Raketen weiter, um Schiffe zu bedrohen, die in der Gegend Öl auf vom Iran nicht genehmigten Routen transportieren.

Der Militärberater der iranischen Führung, Mohsen Resaei, hatte am Wochenende im Staatsfernsehen erklärt, die iranischen Streitkräfte griffen jede Nacht im Durchschnitt fünf Schmugglerschiffe an. Damit spielte er offenbar auf Versuche der USA an, Öllieferungen durch die Meerenge zu geleiten und das Öl dann auf größere Tanker umzuladen, die im Golf von Oman warten.

US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland

Sechs US-Senatoren aus den Reihen der Republikaner um Donald Trump fordern gemeinsam mit sechs Demokraten von dem US-Präsidenten ein Ende des Diesel-Abkommens mit Russland. Der Vorstoß markiert eine Abkehr von der bislang fast uneingeschränkten Unterstützung der Republikaner für Trumps außenpolitische Entscheidungen.

In einem am Dienstag veröffentlichten Brief der zwölf Politiker heißt es, das Diesel-Abkommen verschaffe Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und bringe US-Bürgern keine Vorteile. „Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk, das sich weiterhin gegen den mörderischen, illegalen Krieg von Wladimir Putin verteidigt“, hieß es. Das Abkommen sei ein Geschenk an einen Gegner und ein Verrat an Verbündeten. Es müsse rückgängig gemacht werden.

Netanjahu warnt Palästinenser vor Angriffen vor der Wahl

Bei einem Besuch im besetzten Westjordanland hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Palästinenser vor Angriffen auf sein Land vor der in zwei Wochen anstehenden Parlamentswahl gewarnt. „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet“, sagte er in einem von seinem Büro verbreiteten Video vor Ort. Vorbereitet sei Israel auch auf eine sogenannte „Waffenwende“. 

Israelische Medien deuteten dies als Warnung davor, dass Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen israelische Soldaten vorgehen könnten. Die „Times of Israel“ betonte, solche Angriffe gebe es nur selten. „Sicherheitskräfte der PA stimmen sich seit langem mit Israel in Sicherheitsfragen im Westjordanland ab.“

Der Konflikt mit den Palästinensern ist ein wichtiges Wahlkampfthema. Rechte Politiker versuchen bei ihrer Wählerschaft zu punkten, indem sie ein hartes Vorgehen gegen palästinensische Gewalt versprechen. Die zunehmenden Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser im Westjordanland thematisieren sie dagegen kaum. In Israel wird am 27. Oktober ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen könnte es für Netanjahus Lager schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern.

Trump warnt Huthi-Miliz: „Ich werde niemals vergessen“

US-Präsident Donald Trump hat die Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen auf das benachbarte Saudi-Arabien verurteilt und zugleich eine Warnung ausgesprochen. „Die Huthi benehmen sich äußerst schlecht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Ich dachte, sie hätten vor einem Jahr ihre Lektion gelernt, als wir sie in Grund und Boden bombardiert und auf ihre Bitte hin damit aufgehört haben.“ Nun seien sie wahrscheinlich auf Geheiß des Irans wieder aktiv und würden Saudi-Arabien angreifen. Dabei versuchten sie gezielt, die Ölpreise in die Höhe zu treiben, „wahrscheinlich vor den US-Wahlen – NICHT NETT“, kritisierte Trump. 

Mit Blick auf die in drei Wochen stattfindenden wichtigen Zwischenwahlen sagte der US-Präsident, jemand sollte der Huthi-Miliz erklären, dass er selbst nicht bei den Wahlen antrete – und schob dann eine Warnung nach: „Aber ich werde nach den Wahlen da sein und ich werde niemals vergessen!“

Die USA sind ein wichtiger Verbündeter Saudi-Arabiens und haben Truppen auf einer Luftwaffenbasis in dem Wüstenstaat stationiert. Das Königreich gerät in dem erneut eskalierten Krieg im Jemen selbst immer wieder unter Beschuss und sah sich auch mit Angriffen auf seine Öl-Infrastruktur konfrontiert. Am Samstag waren bei dem verheerendsten Angriff in Saudi-Arabien seit rund zehn Jahren am Flughafen Riad mindestens 13 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden. 

Militärkoalition: Einwohner sollen Gebiet um Ölanlage in Sanaa räumen

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die Huthi-Miliz im Jemen hat Einwohner der jemenitischen Hauptstadt Sanaa aufgefordert, ein Gebiet um eine staatliche Ölanlage zu verlassen. Auch nahe gelegene Lagerflächen sollten vor bevorstehenden Operationen geräumt werden, erkläre der Sprecher des Bündnisses, Turki al-Maliki. Die Räumung des Gebiets auf einem Hügel im Westen Sanaas diene der Sicherheit der Bevölkerung.

Der Huthi-Militärsprecher Jahja Sari teilte mit, es werde eine „harte und schmerzhafte“ Reaktion geben, sollte Sanaa angegriffen werden. Die Miliz erklärte zudem, Anlagen des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco seien legitime Angriffsziele, von denen sich die Bevölkerung und Beschäftigte fernhalten sollten.

Am Montag hatte ein Sprecher des Politbüros der Huthi, Mohammed al-Buchaiti, dem Sender Sky News gesagt, wenn Saudi-Arabien auf Forderungen nach einem Kriegsende nicht eingehe, würden die Militäroperationen der Huthi fortgesetzt, „bis alle saudischen Ölanlagen und lebenswichtigen Einrichtungen zerstört sind“.

Geheimdienstchef: Irans Pläne an Stützpunkt Fairford kein Einzelfall

Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 sieht den Iran hinter einer ganzen Reihe zunehmend hochkarätiger, mutmaßlicher Anschlagsversuche auf Großbritannien und andere Staaten. Der Zwischenfall Ende September am von den USA genutzten Stützpunkt Fairford sei kein einmaliges Ereignis gewesen, sagte MI5-Chef Ken McCallum am Dienstag.

Der Iran versuche mittlerweile, auch stärker geschützte Ziele wie Militärstützpunkte anzugreifen, nicht nur in Großbritannien, sondern weltweit. Damit eskaliere die Führung in Teheran nach Brandstiftungen und Sabotageakten, die Handlanger in Großbritannien verübt hätten, weiter, sagte McCallum.

Die britische Polizei hatte am 27. September drei verdächtige Fahrzeuge gestoppt, die offenbar auf dem Weg zum Luftwaffenstützpunkt waren, den die USA auch für Einsätze im Iran-Krieg nutzten. In den Fahrzeugen entdeckten Ermittler Brandbeschleuniger, aber keinen Sprengstoff. Premierminister Andy Burnham hatte am Montag gesagt, die iranische Revolutionsgarde sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür verantwortlich gewesen.

Mehrere Fluggesellschaften streichen Flüge nach Saudi-Arabien

Wegen der zunehmenden Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien haben mehrere Fluggesellschaften aus der Golfregion ihre Verbindungen in das Land gestrichen. Qatar Airways setzte ihre Flüge von und nach Riad sowie Dammam nach eigenen Angaben vorübergehend aus. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der aktuellen Lage. Auch Etihad Airways annullierte alle Verbindungen zwischen Abu Dhabi und den saudi-arabischen Städten Riad, Dschidda und Dammam wegen „regionaler Störungen“. Sämtliche Flüge zwischen Abu Dhabi und Riad seien bis zum 19. Oktober gestrichen, teilte die Fluggesellschaft mit.

Die US-Airline Delta hat den Start ihrer neuen Non-Stop-Strecke nach Riad verschoben. Erste Flüge sollten eigentlich ab Ende Oktober starten, nun wurde das Startdatum auf März kommenden Jahres verschoben.


Nach Zwangspause in Riad: Reiche auf Heimweg nach Berlin

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist nach einer Zwangspause in Saudi-Arabien auf dem Heimweg nach Berlin. Eine Sprecherin ihrer Ressorts bestätigte am Abend, dass die Ministerin auf dem Rückweg nach Deutschland ist. Reiche hatte nach Angriffen auf den Flughafen von Riad in Saudi-Arabien festgesessen, der Flughafen wurde gesperrt. 

Bei einem Anschlag auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt waren am Wochenende mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Danach hatte es weitere Attacken gegeben. Saudi-Arabien macht die Huthi-Miliz im Jemen dafür verantwortlich. Reiche hatte vor den Angriffen an Konferenzen in Riad teilgenommen.

Anschlagspläne auf britische Militärbasis wohl vom Iran gesteuert 

Der britische Premierminister Andy Burnham vermutet den Iran hinter den mutmaßlichen Anschlagsplänen auf den Militärflugplatz RAF Fairford. Burnham erklärte am Montag im Parlament, das Vorhaben sei vermutlich in der Islamischen Republik koordiniert und mit hoher Wahrscheinlichkeit von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gelenkt worden. „Wir werden diese Bedrohungen auf eigenem Boden nicht dulden“, sagte Burnham. Die Führung in Teheran wies die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Die mutmaßlichen Pläne waren am 27. September bekannt geworden, als die Polizei fünf britische Staatsbürger im Alter zwischen 23 und 25 Jahren nahe dem Stützpunkt im Westen Englands festnahm. Ein Landwirt hatte die Behörden alarmiert, nachdem er maskierte Männer und drei weiße Transporter beobachtet hatte. In den Fahrzeugen wurde Benzin, jedoch kein einsatzfähiger Sprengstoff gefunden.

Der Vorfall hatte erhebliche geopolitische Konsequenzen: Die USA zogen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Folge ihre zwölf auf der Basis stationierten B-1-Bomber ab. Die britische Regierung hatte den Vereinigten Staaten die Erlaubnis erteilt, von Fairford aus Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu fliegen. Die Revolutionsgarden hatten den Stützpunkt deshalb im Juli als legitimes Ziel bezeichnet.


Wir werden diese Bedrohungen auf eigenem Boden nicht dulden. Andy Burnham

Verkehr am Flughafen Riad für weitere Tage ausgesetzt

Nach den Angriffen am Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad bleibt der Luftverkehr dort für weitere Tage eingestellt. Der Flugstopp soll nun bis Sonntag 0.00 Uhr gelten (Ortszeit, Samstag 23.00 Uhr MESZ), wie aus einer Mitteilung an die Flugzeugführer (NOTAM) hervorgeht. Als Grund wurden „Vorsichtsmaßnahmen“ genannt. 

Die saudische Behörde für zivile Luftfahrt teilte mit, es sollten bei der verlängerten Unterbrechung noch Schritte abgeschlossen werden, um die Sicherheit im Betrieb zu garantieren. Unter anderem haben die staatliche bahrainische Fluggesellschaft Gulf Air wie auch Airlines der Lufthansa Group ihre Flüge nach Riad vorübergehend ausgesetzt. Dem Flugdienst Flightradar24 zufolge kam es auch in Dammam im Osten des Landes, wo es in vergangenen Tagen ebenfalls zu Angriffen kam, wie auch in der Küstenstadt Dschidda im Westen zu starken Beeinträchtigungen im Flugverkehr.

Der Flughafen in Riad. imago

Iran reklamiert Angriff auf Supertanker in Straße von Hormus

Irans Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen einen Öltanker attackiert. Der Angriff sei in der Straße von Hormus erfolgt, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Der Supertanker habe sein Navigationssystem abgeschaltet und Warnungen der Marine missachtet, hieß es weiter.

Bereits am Sonntag hatten iranische Medien ein Video verbreitet, dass eine Explosion an einem Supertanker zeigen soll. Den Angaben nach fuhr das Schiff auf eine Seemine in der Meerenge am Persischen Golf. Dem Vernehmen nach werden Minen mit Raketen direkt vor die Tanker gefeuert.

Iran: Prüfen immer noch US-Reaktion auf Hormus-Vorschlag

Im Ringen um eine Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gastransport enorm wichtigen Straße von Hormus zeichnen sich weiterhin keine greifbaren Fortschritte ab. Nach Angaben eines Sprechers des iranischen Außenministeriums ist der Iran nach wie vor dabei, die Reaktion der USA auf einen Vorschlag der Islamischen Republik zu prüfen. Erst danach werde man über Mittelsleute Washington eine Antwort zukommenlassen. Unterdessen gehe der Nachrichtenaustausch über Vermittler weiter, fügte der Sprecher am Montag auf einer Pressekonferenz hinzu, ohne allerdings Details zu nennen.

Mindestens ein Toter bei Angriffen auf Jemen

Bei Luftangriffen auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa ist nach Angaben des von Huthi-Rebellen kontrollierten Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch getötet worden. Zwölf weitere seien verletzt worden, sagte Ministeriumssprecher Anis al-Asbahi am Montag.

Bei einem Angriff auf eine Salzfabrik im Bezirk Hamadan sei ein Mann getötet worden, acht Menschen seien verletzt worden. Bei einem weiteren Angriff auf ein Wohnhaus seien eine Frau und drei Kinder verletzt worden. Das Medienzentrum der vom Iran unterstützten Huthi machte Saudi-Arabien für die Angriffe verantwortlich. Aus Riad gab es zunächst keine Stellungnahme.

Gaza-Behörden melden zwei Tote bei neuem israelischen Angriff

Bei einem israelischen Angriff im südlichen Gazastreifen sind nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörden mindestens zwei Palästinenser getötet worden. Am späten Sonntagabend wurden zudem drei weitere Menschen Sanitätern zufolge bei einem Luftangriff auf ein Zelt bei Chan Junis getötet. In beiden Fällen richteten sich die Angriffe nach Angaben des israelischen Militärs gegen militante Kämpfer in der Gegend.

Israel hat seine Angriffe im Gazastreifen zuletzt wieder ausgeweitet. Es wirft der Hamas vor, sich entgegen einer geltenden Waffenruhe wieder zu bewaffnen und Angriffe zu verüben. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation weist dies zurück. Die Feuerpause trat offiziell vor einem Jahr in Kraft. Seither wurden nach Angaben der Gaza-Behörden mindestens 1400 Palästinenser durch israelischen Beschuss getötet. Israel beziffert die Zahl seiner im selben Zeitraum getöteten Soldaten im Gazastreifen auf vier.

Nach Angriffen erneut zahlreiche Flüge in Riad gestrichen

Die Angriffe und Drohungen der jemenitischen Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien wirken sich auch an diesem Montag auf den Flugverkehr in Riad aus. Etwa 60 Prozent der geplanten Flüge am Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt dürften voraussichtlich abgesagt werden, wie aus Daten des Luftfahrt-Analyseunternehmens Cirium hervorgeht. Am Sonntag waren am King Chalid International Airport demnach sogar 99,7 Prozent aller Verbindungen gestrichen worden. Am Wochenende waren bei zwei Angriffen auf den Flughafen insgesamt 14 Menschen getötet worden, Hunderte wurden verletzt.

Türkei, Pakistan, Ägypten und Saudi-Arabien verurteilen Huthi-Angriffe auf Flughäfen

Die Türkei, Pakistan, Ägypten und Saudi-Arabien verurteilen die Angriffe der vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen auf den internationalen Flughafen von Riad. Die Staatengruppe (R4) bezeichnet die Attacken in einer gemeinsamen Erklärung als gefährliche Eskalation und sichert Saudi-Arabien ihre Solidarität zu. „Die Gruppe macht die Huthi-Miliz voll verantwortlich für die Folgen dieser Angriffe und alle damit verbundenen Auswirkungen, die den regionalen und internationalen Frieden sowie die Sicherheit bedrohen, und fordert deren sofortige und bedingungslose Einstellung“, heißt es.

Agentur: Saudi-Arabien und Iran beraten über Abbau von Spannungen

Die Außenminister von Saudi-Arabien, Prinz Faisal bin Farhan, und Irans Außenminister Abbas Araghtschi beraten einem Agenturbericht zufolge über die jüngste Eskalation des regionalen Konflikts und Bemühungen zum Abbau der Spannungen. Dies meldet die staatliche saudische Nachrichtenagentur. Es ist der erste öffentlich bekannte Kontakt der beiden Politiker, seit die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen ihre Angriffe auf das Königreich intensiviert haben. Die Regierung in Teheran sei bereit, einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen zu unterstützen, teilt der iranische Außenminister auf Telegram mit.

USA warnen US-Fluggesellschaften vor Flügen nach Saudi-Arabien

Die US-Luftfahrtbehörde FAA ruft amerikanische Fluggesellschaften zur Vorsicht bei Flügen nach oder über Saudi-Arabien auf. Grund seien Sicherheitsrisiken durch anhaltende militärische Aktivitäten und Störungen von Navigationssystemen, teilt die Behörde mit. Die bis zum 10. Dezember geltende Warnung folgt auf die jüngsten Angriffe auf den internationalen Flughafen in Riad. „Bedrohungen könnten ein potenzielles Risiko für Flugzeuge in allen Flughöhen darstellen“, erklärt die FAA. Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines wollte eigentlich ab dem 23. Oktober Direktflüge nach Riad anbieten. Delta-Chef Ed Bastian hatte jedoch kürzlich erklärt, dass die Sicherheit über die Aufnahme der Flüge entscheiden werde.

Saudi-Arabien meldet Angriff auf Flughafen in Dammam

Saudi-Arabien hat einen Angriff auf den internationalen Flughafen der Golfmetropole Dammam gemeldet. Die Behörden machten zunächst keine näheren Angaben. Mindestens ein Flug wurde nach Angaben des Flugdatendienstes Flightradar24 vom King-Fahd-Flughafen umgeleitet. Die Meldung erfolgte wenige Stunden nach einem erneuten Angriff auf den internationalen Flughafen King Chalid der Hauptstadt Riad. Dort traf nach Angaben der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition ein Geschoss ein Passagierterminal. Den Behörden zufolge gab es Verletzte. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.

BP sagt nach Flughafen-Angriff Teilnahme an Konferenz in Riad ab

Der britische Energiekonzern BP sagt seine Teilnahme am Welt-Erdöl-Kongress in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ab. Hintergrund ist ein Raketenangriff auf den dortigen internationalen Flughafen mit zahlreichen Toten und Verletzten. Wegen der Unterbrechung des Flugverkehrs sei man nicht in der Lage, persönlich vor Ort zu sein, teilt das Unternehmen mit. Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge ziehen sich auch die Chefs von ExxonMobil, TotalEnergies und Shell von der Konferenz zurück.

USA: Mittlerweile 21 Todesopfer im Zuge des Iran-Kriegs

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten ist nach Angaben des Pentagons auf 21 gestiegen. Bei den beiden neuen Todesfällen handele es sich allerdings nicht um im Kampf gestorbene Soldaten, teilte eine Regierungsbeamtin der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine Person sei durch Suizid gestorben, eine weitere ohne Feindeinwirkung. Details zu den Umständen der Todesfälle waren zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben führender Demokraten im US-Repräsentantenhaus handelt es sich bei der Nacherfassung um eine Korrektur, die auf Druck des Kongresses zustande kam. „Für einen Fehler dieser Größenordnung gibt es keine Entschuldigung“, hieß es in einer Mitteilung vom ranghöchsten Demokraten im Ausschuss für Streitkräfte, Adam Smith, und der Abgeordneten Chrissy Houlahan.

Offenbar neue Angriffe auf Flughäfen in Riad und Sanaa

Nach dem verheerenden Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad haben die Huthi-Rebellen den Airport offenbar weiter im Visier. Die von Saudi-Arabien unterstützte Koalition im Jemen teilt mit, dass ein „nicht identifiziertes Geschoss“ auf Terminal 4 des internationalen Flughafens von Riad gerichtet gewesen sei. Weitere Details sind dazu zunächst nicht bekannt. Zugleich soll auch Saudi-Arabien im Jemen einen Gegenangriff gestartet haben: Der von den Huthi-Rebellen betriebene Sender Al-Masirah TV meldet einen Angriff auf den internationalen Flughafen von Sanaa. Eine Stellungnahme aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.


Israels Verteidigungsminister Katz droht Hamas-Anführer al-Haja mit dem Tod

Israels Verteidigungsminister Israel Katz droht dem Chef der islamistischen Hamas, Chalil al-Haja, mit dem Tod. Katz erklärte auf der Plattform X, Israel habe die Hamas-Führer im Gazastreifen ausgeschaltet und al-Hajas Stunde werde kommen. Er werde zu „seinen Kameraden in die Tiefen der Hölle geschickt“.

In demselben Beitrag postete Katz ein Foto, das den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit al-Haja zeigt. Katz warf Erdogan vor, er rolle weiter den roten Teppich für die Mörder der Hamas aus und unterstütze deren terroristische Aktivitäten. 

ארדואן ממשיך לפרוס שטיח אדום למרצחי ואנסי החמאס, ולתמוך בפעילות הטרור שהם מקדמים מטורקיה יחד עם האחים המוסלמים נגד ישראל ונגד מדינות מוסלמיות חשובות באזור. חיסלנו את ראשי החמאס בעזה וגם תורו של אל-חייא יגיע ויישלח לפגוש את הנייה וחבריו במעמקי הגיהינום. https://t.co/r1wxDhnpzH

— ישראל כ”ץ Israel Katz (@Israel_katz) October 11, 2026
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