Iran-Krieg: Erneut Tanker in der Straße von Hormus von Geschoss getroffen
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Iran-Krieg: Erneut Tanker in der Straße von Hormus von Geschoss getroffen
Live-Blog Irans Hormus-Angebot laut Trump unzureichend +++ Saudi-Arabien überstellt Verdächtigen in Emirate +++ Netanjahu: Flydubai-Copilot war islamistisch indoktriniert +++ Der Newsblog.
Straße von Hormus: Wieder ist ein Tanker unter Beschuss. Foto: -/The Visible Earth/NASA/dpa
Tanker in der Straße von Hormus von Geschoss getroffen
Ein Tanker ist nach Angaben des britischen Militärs in der Straße von Hormus von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Der Tanker sei daraufhin in Brand geraten, wie die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) am Donnerstag mitteilte. Die Behörde sei nach eigenen Angaben von anderer Stelle über den Vorfall informiert worden. Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es weiter. Die UKMTO veröffentlichte zunächst keine Informationen zum Namen des Schiffes.
Bislang bekannte sich niemand zu dem Angriff. Iranische Streitkräfte greifen jedoch regelmäßig Schiffe an, die die Meerenge passieren, um die Kontrolle über die wichtige Wasserstraße aufrechtzuerhalten.
Berichte: Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa
Im Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter.
Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort.
Flydubai: Saudi-Arabien überstellt Verdächtigen in Emirate
Nach dem gewaltsamen Zwischenfall in einer Flydubai-Maschine auf dem Weg nach Tel Aviv ist der festgenommene Copilot in die Vereinigten Arabischen Emirate überstellt worden. Das teilten die saudi-arabischen Behörden am Donnerstag mit. Die Emirate hatten sich bei den Ermittlungen für zuständig erklärt und das damit begründet, dass das Flugzeug dort registriert sei und für an Bord begangene Straftaten das Recht der Vereinigten Arabischen Emirate gelte.
Netanjahu: Flydubai-Copilot war islamistisch indoktriniert
Nach der Gewalttat auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Copiloten als islamistisch geprägt bezeichnet. „Wir wissen, dass er einer radikalen islamistischen Indoktrination unterzogen wurde“, sagte Netanjahu dem Sender Fox News. „Das scheint sich aus den Informationen zu ergeben.“ Nähere Angaben dazu machte Netanjahu nicht.
Binnen weniger Tage werde zudem klar sein, ob der Pilot Verbindungen zum Iran habe. Bereits zuvor hatte Israels Regierung den Vorfall als dschihadistischen Terroranschlag bezeichnet.
Trump: Irans Hormus-Angebot war unzureichend
US-Präsident Donald Trump hat das jüngste Angebot des Irans zur Öffnung der Straße von Hormus als unzureichend bezeichnet. Er werde heute keine iranischen Vorschläge akzeptieren, denen er bereits vor einem Jahr nicht zugestimmt hätte, sagte Trump in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des „Time“-Magazins.
Es sei möglich, dass die USA ihre Bombardierung des Irans nach den US-Zwischenwahlen am 3. November wieder aufnähmen, betonte der US-Präsident. Einzelheiten zu möglichen neuen Angriffen oder Zielen nannte er dabei nicht.
Trump: Hinweise auf iranische Verwicklung in Flydubai-Angriff
US-Präsident Donald Trump hat eine Verbindung zwischen dem Angriff auf die Flydubai-Maschine und dem Iran nicht ausgeschlossen. Auf die Frage von Journalisten, ob es eine Verbindung nach Teheran gebe, sagte Trump am Donnerstag: „Ich würde sagen, dass die Antwort – nach dem, was ich so höre – „Ja“ lautet, aber wir arbeiten gerade daran.“
Vorfall bei Militärbasis: Festnahme in London
Nach dem Vorfall nahe einer Luftwaffenbasis in Großbritannien meldet die britische Anti-Terror-Polizei eine weitere Festnahme. Ein 27-jähriger Mann mit britischer und iranischer Staatsangehörigkeit ist in London wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Tat festgenommen worden, wie die Behörde mitteilte. Zudem hätten Beamte zwei Immobilien im Stadtteil Westminster durchsucht. Auch ein 26-jähriger Brite wurde demnach im Zusammenhang mit den Ermittlungen befragt.
Iran weist Vorwürfe über Anschlagspläne in Großbritannien zurück
Der Iran weist Vorwürfe zurück, in mutmaßliche Anschlagspläne gegen einen Militärstützpunkt in Großbritannien verwickelt zu sein. Wegen der Anschuldigungen bestellt das Außenministerium in Teheran den britischen Botschafter ein, wie staatliche Medien melden. Der britische Premierminister Andy Burnham spricht von „deutlichen Hinweisen“ auf eine iranische Beteiligung an den Plänen gegen den Stützpunkt, der von US-Streitkräften für Angriffe auf den Iran genutzt wird.
Taliban: Neun Tote bei pakistanischen Luftangriffen
Bei pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan kommen nach Angaben der dort herrschenden Taliban neun Menschen ums Leben. Elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahed auf der Social-Media-Plattform X mit. Die Taliban-Regierung verurteile den Angriff als Aggression. Eine Stellungnahme des pakistanischen Militärs liegt zunächst nicht vor. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.
Iran: „Freilassung vermeintlicher Terroristen“ spricht Bände
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die Einschätzung der britischen Regierung zurückgewiesen, dass Teheran in den Vorfall nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien involviert sein könnte. Der britische Premierminister Andy Burnham sei mit seiner Einschätzung „auf dem Holzweg“, schrieb Araghtschi auf der Plattform X.
Araghtschi schrieb weiter, Burnham möge überzeugt sein, dass der Iran bei dem Vorfall eine Rolle gespielt habe. Aber: „Ich kann die Überzeugung des Irans bestätigen, dass die Freilassung vermeintlicher Terroristen, die für ausländische Staaten arbeiten, wirklich Bände spricht.“
Die fünf Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden und wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen.
Vorfall bei US-Militärbasis: „Hinweise“ auf Iran-Beteiligung
Premierminister Andy Burnham hat nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran bestätigt.
„Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war“, sagte der britische Regierungschef der BBC. Es handle sich jedoch „weiterhin um eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung“. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuletzt bereits von einer Beteiligung eines „ausländischen Akteurs“ gesprochen.
Die fünf Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden und wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.
Britischen Medien zufolge soll sich das von den Männern mitgeführte verdächtige Material jedoch nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt haben. Einer der Festgenommenen soll laut Medienberichten selbst den Notruf gewählt haben.
Iran verbietet Import von Luxuswagen
Der Iran hat angesichts der schweren Wirtschaftskrise den Import von Luxusautos verboten. Präsident Massud Peseschkian ordnete die Maßnahme an, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Kritik gab es demnach an den hohen Preisen, die für große Teile der Bevölkerung nicht erschwinglich sind und dem Abfluss von Devisen ins Ausland.
Nach Ausbruch des Irankriegs hatten Bewohner der Metropolen trotz der schwierigen Wirtschaftslage vermehrt Luxusautos in wohlhabenden Vierteln beobachtet. Auch Elektrofahrzeuge und Geländewagen aus China prägen inzwischen das Straßenbild der Großstädte. Einige wohlhabende Iranerinnen und Iraner betrachten ein teures Auto als Investition, da die Preise für Gebrauchtwagen relativ stabil bleiben.
Irakische Miliz droht Regierung nach US-Truppenabzug
Parallel zum Abzug des US-Militärs aus dem Irak hat die mit dem Iran verbündete Miliz Kataib Hisbollah dort mit neuer Gewalt gedroht. Sie werde die Regierung von Ministerpräsident Ali al-Saidi „mit allen Mitteln“ stürzen, wenn diese gegen die „Interessen des Volkes“ handeln sollte, teilte die Miliz mit. In einer Mitteilung drohte sie auch damit, „feindliche Flugzeuge“ im irakischen Luftraum notfalls abzuschießen. Mit dem US-Truppenabzug wächst die Sorge, dass sich die Sicherheitslage im Irak weiter verschlechtern könnte.
Die Milizen sollten eigentlich zeitgleich zum am Mittwoch beendeten US-Abzug entwaffnet werden, der Schritt wurde aber auf Juni 2027 verschoben. Die paramilitärischen Gruppen wurden teils schon in den irakischen Sicherheitsapparat eingegliedert und erhalten staatliche Gelder, verfügen teils aber über eigene Waffen und Kommandeure. Weil sie teilweise staatlich verankert sind und zugleich durch Teheran von außen beeinflusst werden, handeln sie häufig außerhalb der Kontrolle der Regierung.
Irans Armee verspricht Preisgeld für getötete US-Soldaten
Irans Armee hat ein hohes Preisgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten in Aussicht gestellt. Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer Irans Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt, sagte Armeesprecher Amir Akraminia in einem Interview am Dienstag. Männer sollen umgerechnet etwa 17.500 Euro erhalten, Frauen 35.000 Euro.
US-Truppen vollständig aus dem Irak abgezogen
Das US-Militär ist vollständig aus dem Irak abgezogen. Die letzten US-Soldaten hätten das Land verlassen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Land im Nahen Osten, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpft wurde. Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte, der Abzug bedeute auch den Übergang von einem Kriegseinsatz „zu einer vom Irak geführten Sicherheitsmission“. Beide Länder stützten sich dabei auf eine bilaterale Sicherheitsbeziehung.
Flydubai-Maschine sendet Notfallsignal auf Weg nach Tel Aviv
Ein Flugzeug auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Tel Aviv hat nach israelischen Medienberichten ein Notfallsignal gesendet. Der Flieger von Flydubai habe einen international bekannten Code gesendet, der auf eine Entführung oder einen unrechtmäßigen Eingriff hinweise, berichtete die „Times of Israel“. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
Das Flugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv sei über Saudi-Arabien abgedreht. Der Flydubai-Flug sei auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien gelandet. Der Vorfall, der die Besatzung dazu veranlasste, eine Meldung wegen eines „unrechtmäßigen Eingriffs“ sowie einen weiteren allgemeinen Notruf abzusetzen, geht offenbar auf eine Auseinandersetzung zwischen den Piloten an Bord zurück, berichten israelische Sicherheitskreise.
USA verhängen Sanktionen gegen Waffenbeschaffer für Iran
Die USA verstärken ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans. Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig.
Vorgeworfen wird ihnen, Waffenteile für das iranische Verteidigungsministerium beschafft zu haben. Die Maßnahme schwäche die Fähigkeit der Führung in Teheran, ihre Waffenprogramme wiederaufzunehmen, und erhöhe die Kosten für diejenigen, die den Iran bei der Beschaffung militärischer Komponenten unterstützten, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung.
Israel meldet Tötung eines Hamas-Kommandeurs im Gazastreifen
Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe der Stadt Gaza sind nach Klinikangaben zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Unter den Toten sei der Hamas-Kommandeur Iss al-Din Bik, teilten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.
Der nächtliche Angriff habe dem Kommandeur der Hamas-Brigade im Norden des Gazastreifens gegolten. Nach Angaben des israelischen Militärs war der Getötete an der Planung von Anschlägen und der Rekrutierung neuer Mitglieder beteiligt. Die Hamas bestätigte den Tod ihres Mitglieds. Sie bezeichnete den Getöteten als einen der Hauptverantwortlichen für die Angriffe auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023. Damals wurden mehr als 1.200 Menschen getötet. Die Angriffe lösten den Gaza-Krieg aus.
Revolutionsgarde ruft Amerikaner zum Protest gegen Iran-Krieg auf
Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarde hat Amerikanerinnen und Amerikaner zum Protest gegen den Iran-Krieg aufgerufen. Auf einer Pressekonferenz in Teheran las Sprecher Hossein Mohebbi am Dienstag einen Brief vor, in dem sie aufgefordert wurden, ihre Regierung unter Druck zu setzen. Der Krieg könne nur beendet werden, wenn die USA die Niederlage einräumten und den Nahen Osten verließen, hieß es.
Die Aufforderung kommt wenige Wochen vor den Kongresswahlen in den USA am 3. November, bei denen sich die Republikanische Partei von Präsident Donald Trump um die weitere Kontrolle über beide Kongresskammern bemüht. Umfragen zeigen, dass der Krieg die Stimmung der Wählerschaft angesichts erhöhter Benzinpreise beeinträchtigt hat.
Die Trump-Regierung äußert öffentlich Zuversicht, dass die iranische Wirtschaft nicht mehr lange durchhalten könne und der Iran zur Kapitulation gezwungen werde. Trump hatte kurz nach dem Start des von ihm und Israel begonnenen Kriegs Ende Februar vorausgesagt, dass der Konflikt nur einige Wochen dauern werde. Vor kurzem erklärte er dann, dass der Iran-Krieg wahrscheinlich nach den Kongresswahlen im November enden werde.
Schiff in der Straße von Hormus offenbar unter Beschuss
Ein Schiff ist einem Bericht zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde es von einem unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer sei ausgebrochen, inzwischen aber gelöscht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit und das Schiff weiter auf dem Weg. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montagabend.
Öllieferungen durch Straße von Hormus nehmen zu
Öllieferungen durch die umkämpfte Straße von Hormus nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Angabe fasst sämtliche Ölprodukte wie etwa Flüssiggas oder raffinierte Produkte – etwa Benzin – zusammen. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Krieg flössen nun etwa 80 Prozent des unverarbeiteten Rohöls sowie Kondensate durch die Straße von Hormus, hieß es weiter. Nach Angaben von Vortexa passieren somit derzeit im Wochendurchschnitt täglich 11,2 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge.
Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet.Irans Regierung warnt Bevölkerung vor Energieengpässen
Die iranische Regierung hat die eigene Bevölkerung vor Engpässen bei der Energieversorgung im Winter gewarnt. „Wir warnen Zeugen von Angriffen, die unser wirklich hartherziger Feind gegen unseren Energiesektor durchgeführt hat“, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran-Krieg.
Erhebliche Produktionskapazität sei verloren gegangen, sagte Mohadscherani vor Journalisten. Sie sprach von täglich fast 230 Millionen Kubikmetern Erdgas, was knapp einem Viertel der nationalen Produktion entspricht. Man sei bemüht, 100 Millionen Kubikmeter Produktionskapazität wiederherzustellen.
Bereits vor dem militärischen Konflikt hatte der Iran zeitweise mit Energieengpässen zu kämpfen. Irans Regierung kritisiert seit Jahren, dass die harten internationalen Sanktionen eine Modernisierung der Energieinfrastruktur verhindern. „Daher dürfte es, wie bereits in den vergangenen Jahren und wie die Bevölkerung aus eigener Erfahrung weiß, in den nördlichen Provinzen zu Problemen kommen“, warnte Mohadscherani.
Neuer Angriff von mehr als 100 Siedlern im Westjordanland
Im Westjordanland ist es erneut zu massiver Gewalt radikaler israelischer Siedler gekommen. Mehr als 100 Extremisten waren nach Medienberichten an Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten und Polizisten seien an einem Einsatz gegen die Randalierer beteiligt gewesen. Diese versuchten demnach, die Rückkehr einer palästinensischen Familie in ihr Haus zu verhindern. Laut der Mitteilung des Militärs war die Rückkehr der Familie vorab koordiniert gewesen.
Die radikalen Siedler blockierten laut Militärangaben Straßen, setzten Gebäude und Fahrzeuge in Brand und warfen Steine auf die Sicherheitskräfte. Dabei seien drei Polizisten verletzt worden. Zwei der Randalierer seien festgenommen worden.
Nach palästinensischen Medienberichten setzten die Angreifer auch das Haus der palästinensischen Familie in Brand, die zurückkehren wollte. Ein Gericht hatte demnach zuvor der Klage der Familie stattgegeben und Siedler angewiesen, das von ihnen besetzte Haus zu verlassen. Die jüdischen Extremisten hatten die Familie zuvor den Berichten zufolge über längere Zeit hinweg bedrängt. Die Zeitung „Times of Israel“ berichtete, der neue Angriff habe die Rückkehr der Familie verhindert.
Iran droht mit Aus für alle Öl-Exporte aus der Region
Der Iran hat mit dem Ausfall aller Ölexporte aus Nahost gedroht, sollte er weiter am Verkauf des eigenen Öls gehindert werden. Kein Land in der Region werde in diesem Fall in der Lage sein, Öl zu exportieren, sagt der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben staatlicher Medien. Zudem sei keine regionale Infrastruktur sicher, wenn der Iran nicht sicher sei.

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