Iran-Krieg: Nach Gespräch mit Kushner – Hamas stellt Bedingungen für Gaza-Fahrplan
Jared Kushner trifft Hamas in Ägypten – Gespräche über Gaza +++ Israel tötet Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon +++ Betrieb im Hafen von Mokka offenbar eingestellt +++ Der Newsblog.
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Iran-Krieg: Nach Gespräch mit Kushner – Hamas stellt Bedingungen für Gaza-Fahrplan
Live-Blog Jared Kushner trifft Hamas in Ägypten – Gespräche über Gaza +++ Israel tötet Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon +++ Betrieb im Hafen von Mokka offenbar eingestellt +++ Der Newsblog.
Jared Kushner: Der Ehemann von Donald Trumps Tochter Ivanka hat Vertreter der Hamas und den ägyptischen Präsidenten zu Gesprächen getroffen. Foto: AP
Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht nach Angriffen zurück
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.
Hamas stellt Bedingungen für Umsetzung des Gaza-Fahrplans
Die Hamas hat vor einer Umsetzung des neuen Fahrplans für eine Waffenruhe im Gazastreifen einen Stopp der israelischen Angriffe und einen Rückzug der israelischen Truppen bis zur „gelben Linie“ gefordert. Das sagte ein Hamas-Vertreter nach dem mehr als zweistündigen Treffen von Hamas-Chef Chalil al-Haja mit dem US-Gesandten Jared Kushner am Sonntag in Ägypten. Die gelbe Linie wurde nie genau definiert. Israelische Streitkräfte sind über sie hinaus vorgedrungen und kontrollieren inzwischen rund 60 Prozent des Gazastreifens. Das Weiße Haus äußerte sich nicht zu den Gesprächen.
Bei dem Treffen ging es nach Angaben aus regionalen Regierungskreisen auch darum, die Zusicherung der Hamas für den Fahrplan und insbesondere ihre Bereitschaft zur Entwaffnung zu erhalten. Der Hamas-Vertreter sagte, die Gruppe stehe zu dem Fahrplan und warte nun darauf, dass die Vermittler die 14-tägige Verhandlungsphase zur Festlegung eines Zeitplans für die Umsetzung einleiten. Die Hamas forderte die Vermittler und den von den USA geschaffenen Friedensrat in einer Erklärung auf, Israel zur Zustimmung zu dem Fahrplan für die nächsten Schritte zu „zwingen“.
Die Forderungen kommen vor dem für Montag geplanten Treffen Kushners mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser lehnt einen Rückzug israelischer Truppen ab, solange die Hamas nicht vollständig entwaffnet ist.
Rechter israelischer Minister für gezielte Tötungen in Gaza
Der ultrarechte israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat sich für die gezielte Tötung von Menschen im Gazastreifen ausgesprochen. In einem Podcast der früheren Geisel Rom Braslavski kritisierte Ben-Gvir den Rückgang israelischer Angriffe in dem palästinensischen Gebiet. „Es ist kein Geheimnis, dass ich eine andere Meinung als der Ministerpräsident habe“, sagte er.
„Ich finde, es sollten in Gaza gezielte Tötungen ausgeführt werden, wobei jede Nacht 30 bis 40 ausgeschaltet werden. Nicht nur diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr bedeuten - es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen“, sagte Ben-Gvir. Die Aussagen tauchten am Sonntag auf und wurden von palästinensischen Medien verbreitet.
Kushner trifft Hamas und al-Sisi zu Gesprächen über Gaza – Treffen mit Netanjahu geplant
Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.
Kushner werde in Ägypten auch eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel. Er wollte dort nach Medienberichten unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen.
Iranisches Parlament billigt Entwurf für Kontaktverbote zu Medien
Das iranische Parlament hat am Sonntag den Entwurf für ein Gesetz gebilligt, das Kontakte zu ausländischen Medien und Institutionen drastisch einschränken und unter Strafe stellen soll. Dem Entwurf zufolge sollen Interviews mit als feindlich eingestuften Medien verboten werden. Dazu gehören US-amerikanische oder israelische Medien sowie von diesen Ländern finanzierte Sender. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, wie die iranische Zeitung „Schargh“ berichtete.
Gespräche mit anderen ausländischen Medien sollen dem Geheimdienstministerium gemeldet werden. Kontakte zu ausländischen Botschaften oder Organisationen ohne vorherige Genehmigung des Außenministeriums sollen zudem mit Geldstrafen und dem Entzug bestimmter sozialer Rechte geahndet werden. Das Gesetz sieht Haftstrafen von bis zu 30 Jahren vor, wenn politische Initiativen im Auftrag ausländischer Geheimdienste die Sicherheit des Irans gefährden.Iranisches Parlament billigt Entwurf für Kontaktverbote zu Medien
Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden
Soldaten der jemenitischen Regierung haben nach eigenen Angaben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchgeführt – mit Artillerie, Raketenwerfern und Drohnen. Ziele waren Militärstützpunkte, Waffendepots und Fahrzeuge in verschiedenen Landesteilen, wie ein Armeesprecher sagte. Dutzende Kämpfer der Miliz seien getötet oder verletzt worden.
Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Von den Huthi gab es dazu zunächst keine Reaktion. Der Armeesprecher nannte die Attacken eine Antwort auf Huthi-Angriffe auf zivile Ziele im Jemen, darunter Firmen und Hafenanlagen.
Papst: Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland muss aufhören
Papst Leo XIV. hat ein Ende der Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland gefordert. Nach seinem Mittagsgebet in Castel Gandolfo sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken: „Ich erneuere meinen Appell, dass die wiederholten Gewalttaten gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Westjordanland ein Ende nehmen.“ Er forderte die internationale Gemeinschaft zudem dringend auf, die Zweistaatenlösung für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“ voranzubringen.
Iran setzt Bericht zufolge Kopfgeld auf US-Soldaten aus
Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden.
Iran richtet Mann wegen angeblicher Israel-Spionage hin
Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für Israel und die USA hingerichtet worden. Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan soll Shahram Sadeghi während der landesweiten Proteste im Dezember 2025 sein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Polizeioffizieren gesteuert und sieben Beamte verletzt haben. Er soll danach sein Auto in Brand gesetzt haben und geflüchtet sein.
Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs.
Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine „Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone“. Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden.
Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Katar: Halten keine iranischen Piloten fest
Katar weist Vorwürfe zurück, iranische Piloten festzuhalten. Diese hätten Anfang des Jahres den katarischen Luftraum verletzt und auf Kontaktversuche nicht reagiert, erklärt das katarische Außenministerium auf X. Such- und Rettungsteams hätten später die sterblichen Überreste eines der Piloten gefunden. Der Iran sei zur Koordination der Übergabe kontaktiert worden. Der Sprecher teilt mit, Teheran habe bislang noch nicht auf eine Anfrage reagiert, Einzelheiten seiner Operationen zu prüfen.
Direktor: Betrieb im Hafen von Mokka eingestellt
Der Handels- und Schiffsverkehr im Hafen der jemenitischen Stadt Mokka ist eingestellt worden. Die sei nötig geworden nachdem der Hafen in den vergangenen Tagen bei Angriffen der Houthis von mehr als 25 Raketen getroffen worden sei, teilt der Hafendirektor mit. Bei den Angriffen seien sieben Menschen ums Leben gekommen und Schäden in Höhe von schätzungsweise 16 Millionen US-Dollar entstanden, sagt er auf einer Pressekonferenz.
Iran bittet Rotes Kreuz um Hilfe bei Freilassung von drei Piloten
Der Iran hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz um Hilfe bei der Freilassung von drei Piloten gebeten, die nach seinen Angaben in Katar festgehalten werden. Dies geht aus einem Schreiben des iranischen Generalstabs hervor, das die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars veröffentlicht. Dem Schreiben zufolge wurden die Piloten gefangen genommen, nachdem ihre Flugzeuge bei einem Einsatz im März getroffen worden seien. Teheran beschreibt das Ziel als „feindliche Militärbasis“ in Katar. Eine Bestätigung der katarischen Behörden liegt zunächst nicht vor.
Medien berichten von sieben Tote bei israelischem Angriff auf Südlibanon
Bei einem israelischen Luftangriff auf den Süden des Libanons sind Medienberichten zufolge sieben Menschen getötet worden. Drei weitere Personen seien verletzt worden, als Kampfflugzeuge im Morgengrauen ein Haus in dem Dorf Ansar bombardierten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Samstag.
Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten in der Nacht zum Samstag in einer von ihnen als Sicherheitszone bezeichneten Region im Südlibanon Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz attackiert. Das israelische Militär sprach von einer Reaktion auf Aktionen gegen seine Soldaten. Es ist einer der Angriffe mit den meisten Todesopfern, seit der Libanon vor einigen Wochen einem von den USA vermittelten Rahmenabkommen für einen Frieden mit Israel zugestimmt hat.
Schifffahrtsbehörde UKMTO: Frachter in Straße von Hormus beschossen
In der Straße von Hormus ist ein Frachter von einem Projektil unbekannter Herkunft getroffen worden. Das Geschoss habe bei dem Vorfall am Freitag den Schiffsrumpf getroffen, teilt die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung sei in Sicherheit. Eine Schadensbewertung liege ebenso wenig vor wie Informationen über mögliche Auswirkungen auf die Umwelt.
Iran: Keine Entscheidung über neue Verhandlungen mit den USA
Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die vor rund zwei Monaten getroffene Absichtserklärung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse.
Araghtschi erklärte, die Vermittler Pakistan und Katar stünden weiter mit dem Iran in Kontakt. Die zuvor bestehenden Kanäle seien allerdings nicht mehr da, ein neuer Kanal müsste eingerichtet werden.
Iran nach Trump-Vorstoß: Straße von Hormus gehört uns
Der Iran weist die durch US-Präsident Donald Trump angemeldeten Ansprüche auf die Straße von Hormus zurück. „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen“, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern.
Trump hatte zuvor bei einem Auftritt im Bundesstaat New Jersey gesagt, er wolle die Straße von Hormus nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. Nähere Angaben dazu machte er zunächst nicht.
VAE: Angriff auf Schiff von staatlichem Ölkonzern in der Straße von Hormus
Die staatliche Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Abu Dhabi National Oil Company, meldet einen Angriff auf eines ihrer Schiffe in der Straße von Hormus. Bei dem Vorfall am Freitag habe es keine Verletzten gegeben, teilt das Unternehmen mit.
Trump: Werde Straße von Hormus zu US-Territorium machen
US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New Jersey. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht.
Die Ölpreise waren infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen, weil der Iran mit Drohungen den Schiffsverkehr in der Meerenge beeinträchtigt. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran.
Tote bei Huthi-Angriff auf Hafenstadt Mokka
Bei einem Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer werden nach Angaben der international anerkannten Regierung vier Zivilisten getötet. Die Miliz habe sechs ballistische Raketen abgefeuert, heißt es. Die Huthis erklären dagegen, sie hätten militärische Ziele der von Saudi-Arabien unterstützten Truppen beschossen. Zudem meldet die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba eine Drohnenattacke der Gruppe auf eine Anlage des Ölkonzerns Saudi Aramco im saudischen Nadschran. Eine Bestätigung aus Riad liegt zunächst nicht vor.
Trump spielt Missstände auf Flugzeugträger herunter
Trotz Berichten über Missstände auf dem seit Monaten im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ hält US-Präsident Donald Trump am Militäreinsatz fest. Wie in einem Video von CBS News zu sehen ist, antwortete er auf die Frage einer Journalistin, ob der Einsatz schon zu lange dauere: „Nein, nein, nein. Bei weitem noch nicht lange genug.“ Trump spielte zudem Bedenken von Familienangehörigen der Einsatzkräfte bezüglich der Bedingungen an Bord des Flugzeugträgers herunter und fügte hinzu, dass das Schiff in Kürze verlegt und durch ein anderes „sehr ähnliches Schiff“ ersetzt werde.
Damit bestätigte Trump zum Teil Medienberichte, wonach der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die „USS George Washington“ ersetzt werden solle. Das hatten das „Wall Street Journal“ sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider berichtet. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant. Trump nannte den Namen der „USS George Washington“ nicht.
Insider: USA fordern von Netanjahu Verurteilung militanter Siedler
Die USA drängen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu einer öffentlichen Verurteilung militanter Siedler. Dies verlautet aus US- und israelischen Regierungskreisen. Hintergrund ist die seit fast einer Woche andauernde Belagerung palästinensischer Häuser im Dorf Kusra im Westjordanland, wo Siedler zuletzt Wasser und Strom abgestellt haben.
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben ein von den Siedlern neu errichtetes Zelt wieder entfernt. Netanjahu äußert sich bislang nicht zu den Vorfällen. Eine Verurteilung gilt als politisch heikel für ihn, da seine rechtsgerichtete Koalition auf die Stimmen von Siedlern angewiesen ist.
Jemens Militär meldet vereitelten Huthi-Angriff
Regierungstruppen im Jemen haben einen Angriff der Huthi-Miliz im Südwesten des Landes vereitelt. Bei den Gefechten am Freitag seien Dutzende Huthi-Kämpfer getötet oder verletzt worden, teilten die mit der international anerkannten Regierung verbündeten Streitkräfte mit. Den Angaben zufolge wollten die vom Iran unterstützten Huthi militärische Verstärkung in der Provinz Tais mit Drohnen, Sprengstoff und Artillerie angreifen. Die Regierungstruppen hätten die Pläne jedoch durchkreuzt.
Militär greift Stellungen der Huthi im Jemen an
Im Jemen gehen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz weiter. Bei einem Angriff auf Stellungen der Huthi sollen nach Angaben eines jemenitischen Regierungsvertreter mehrere Kämpfer der Miliz getötet oder verletzt worden sein. Eine konkrete Zahl nannte der Vertreter nicht. Die Huthi-Miliz äußerte sich zunächst nicht.
An der Westküste des Landes auf der arabischen Halbinsel begannen Regierungstruppen demnach mit einer größeren Offensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz. Dabei seien schwere Artillerie und Drohnen eingesetzt worden. Vorausgegangen sei ein Huthi-Angriff mit Drohnen und ballistischen Raketen auf Gebiete in der Provinz Al-Hudaida und der weiter südlich gelegenen Hafenstadt Al-Mokka. Zudem hätten Regierungstruppen mit Artillerie die Nachschubwege der Huthi beschossen.
Geheimdienste der USA und Israels offenbar wiederholt uneins
Zwischen den Geheimdiensten der USA und Israels gibt es Insidern zufolge erhebliche Meinungsverschiedenheiten über angebliche iranische Anschlagspläne auf US-Präsident Donald Trump. Israel habe die USA im vergangenen Jahr mehrfach vor Attentaten gewarnt, sagten US-Insider. Die CIA und andere US-Dienste hätten diese Informationen jedoch nicht bestätigen können. In mehreren Fällen habe die CIA die israelischen Erkenntnisse über die von Iran ausgehende Gefahr als wenig verlässlich eingestuft. Die Warnungen umfassten mögliche Angriffe durch Scharfschützen oder Messerattacken bei Großveranstaltungen.
Die detaillierteste Warnung gab es vor dem Nato-Gipfel im Juli in Ankara, wie die US-Insider Reuters sagten. Israelische Regierungsvertreter hätten das Weiße Haus darüber informiert, dass Iran möglicherweise versuchen könnte, Trumps Präsidentenmaschine Air Force One mit einer schultergestützten Rakete abzuschießen. Auch der türkische Geheimdienst habe dafür aber keine Beweise gefunden und dies den USA mitgeteilt, so die Insider.

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