Starke Cottbuser geben Sieg gegen Nürnberg spät aus der Hand
Der FC Energie Cottbus hat am achten Spieltag der 2. Bundesliga einen überraschenden Coup knapp verpasst. Gegen den Tabellen-Zweiten Nürnberg führten die Lausitzer bereits, mussten aber kurz vor Schluss doch den 1:1-Ausgleich hinnehmen.
- 3 min read
2. Fußball-Bundesliga
Starke Cottbuser geben Sieg gegen Nürnberg spät aus der Hand
Am achten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga hat der FC Energie Cottbus gegen den Tabellen-Zweiten 1. FC Nürnberg ein 1:1 (0:0) erreicht. In einer kurzweiligen Partie mit vielen Chancen trafen Justin Butler (56.) für Cottbus und Styopa Mkrtchyan (79.) für Nürnberg. Mit nun neun Punkten rangieren die Lausitzer somit vor den weiteren Begegnungen des Wochenendes weiterhin auf Rang acht der Tabelle.
Chancen auf beiden Seiten
Das Spiel begann mit viel Nürnberger Ballbesitz. Die erste Chance aber hatten die Gastgeber, da der aufgerückte Innenverteidiger King Manu in Folge einer Ecke aus kurzer Distanz mit einer Direktabnahme an Nürnbergs Torhüter scheiterte (7.). Und Cottbus blieb dran. In der neunten Minute war es zunächst Tolcay Cigerci, der nach einem kurzen Dribbling zu einem Schlenzer von halbrechts ansetzte, der allerdings zu zentral geriet. Noch in derselben Spielminute verpasste Sturmspitze Justin Butler einen Ball aus drei Metern und freistehend - und damit auch die sichere Führung.
Erneut eine Minute später war es wieder Butler, dieses Mal durch einen wunderbaren Pass von Cigerci eingesetzt, der den Ball aus allerdings spitzem Winkel mit viel Tempo neben das Tor setzte. Cigerci (14.) und Lucas Copado (16.) hatten weitere Schusschancen, ehe sich das Spiel beruhigte. In der 25. Minute dann die erste große Chance für die Nürnberger. Nach einfachem, langen Ball schien Nürnbergs Top-Stürmer Mohamed Ali Zoma schon frei durch, doch Energies Rechtsverteidiger Henry Rorig holte den italienischen Nationalspieler noch ein und blockte ihn geschickt weg, so dass der frei Ball von Cottbus-Keeper Marcel Lotka aufgenommen werden konnte. Wenige Augenblicke später setzte Zoma eine Direktabnahme von der rechten Seite knapp über das Tor.
Es war seine letzte Aktion. Danach musste er mit einer Schulter-Verletzung vom Platz. Nürnberg blieb dennoch dominierend. Erst traf Rechtsverteidiger Tim Janisch nach einem einfachen Doppelpass den Cottbuser Pfosten, ein anschließender Distanzschuss ging erneut knapp drüber.
Butler im Fallen ins Glück
Die zweite Halbzeit dann eröffneten wieder die Gastgeber. Butlers Kopfball aus kürzester Distanz ging allerdings wenige Zentimeter über das Tor (47.). In der 56. Minuten schließlich hatte er ihn doch, seinen fünften Saisontreffer. Nach einem überragenden Ball von Lukas Michelbrink aus der Tiefe der eigenen Hälfte auf Leandro Bittencourt spurtete der Mittelfeldmann bis in den Nürnberger Strafraum, legte anschließend quer auf Butler der im Fallen und aus fünf Metern Entfernung ins Tor traf.
Acht Minuten später brandete erneut Jubel auf im mit knapp 19.000 Zuschauern bestens gefüllten Cottbuser Stadion. Und erneut war es Justin Butler, der nach Hereingabe von der rechten Seite aus kürzester Distanz ins Nürnberger Tor traf. Doch der Treffer zählte nicht - Flankengeber Rorig hatte zuvor im Abseits gestanden. Es war für lange Zeit die letzte Tormöglichkeit. Nürnberg drängte Cottbus nun tief in die eigenen Hälfte, ohne jedoch gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Es kam wie so häufig. Als vieles nach einem Heimsieg aussah, traf Nürnberg nach Flanke, einem missglückten Klärungsversuch der Cottbuser und aus dem Gewühl durch den kurz zuvor eingewechselten Styopa Mkrtchyan zum späten Ausgleich. Energie-Trainer Wollitz reagierte, brachte mit Dmytro Bogdanov und Christian Kinsombi zwei frische Offensiv-Kräfte. Die Folge: Eine letzte Chance durch Moritz Hannemann, der eine Bogdanov-Flanke nur knapp verpasste. Der Schlusspunkt unter eine packende Partie.
Das Spiel im Liveticker
Sendung: rbb|24-Vollreportage, 16.10.2026, 18:30 Uhr
Audio: rbb|24-Vollreportage, 16.10.2026, Jakob Rüger