Johanniter suchen Verletztendarsteller: Großübung am Krifteler Wäldchen
StartseiteRegionMain-TaunusKriftelStand: 30.09.2026, 20:00 UhrKommentareUns auf Google folgenFür eine Großübung in Kriftel suchen die Johanniter engagierte Darsteller – mehrere Hilfsorganisationen spielen Mitte...
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Stand: 30.09.2026, 20:00 Uhr
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Die Johanniter koordinieren eine Großübung in Kriftel mit mehreren Katastrophenschutz-Teams. Gesucht werden Darsteller, die etwa als Patienten mit Knochenbrüchen auftreten.
Kriftel – In zwei Wochen wird Kriftel Schauplatz einer großangelegten Katastrophen-Übung. Alle Einsatzteams sollen so realitätsnah wie möglich agieren können, deshalb sucht die Johanniter-Unfall-Hilfe Verletztendarstellerinnen und -darsteller.
Von Mittwoch, 14., bis Freitag, 16. Oktober, findet die Großübung im Baugebiet „Krifteler Wäldchen“ statt. Mehrere deutsche und internationale sogenannte Emergency Medical Teams (EMT) sind beteiligt. Das sind spezialisierte medizinische Einsatzteams, die nach Naturkatastrophen, Konflikten oder anderen humanitären Krisen schnell medizinische Hilfe leisten können, wie die Johanniter informieren. Sie arbeiten nach internationalen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und könnten sowohl national als auch international eingesetzt werden.

Bei der Aktion in Kriftel handelt es sich in der Fachsprache um eine „Joint D‑EMT-Übung“. An dieser nehmen die Rettungsdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Deutschland und Österreich teil. Aber auch die Hilfsorganisationen Humedica, I.S.A.R., Cadus, die Apotheker ohne Grenzen sowie das Robert-Koch-Institut.
Die Mimen, die nun gesucht werden, sollen einen entscheidenden Beitrag zum Übungserfolg leisten, wie die Johanniter mitteilen. Das konkrete Übungsszenario übrigens bleibt zunächst geheim, wie Sprecherin Monika Gorny, erklärt. Die Teilnehmer sollen möglichst authentisch auf die Gegebenheiten reagieren können. Das Planungsteam spielt vorbereitete Ereignisse oder Situationen – Injects –, die das Einsatzgeschehen beeinflussen und auf welche die Teams reagieren müssen.
Die Darsteller spielen etwa Patienten mit unterschiedlichen Krankheits- oder Verletzungsbildern und werden entsprechend geschminkt. Als Beispiele nennen die Johanniter Fälle von Knochenbrüchen, Schnitt- und Platzwunden, Verbrennungen, aber auch psychischen Belastungsstörungen. Nicht-medizinische Injects trainieren dagegen organisatorische, kommunikative und logistische Herausforderungen. Beispiele hierfür seien Angehörige auf der Suche nach Vermissten, Übersetzungs- und Sprachbarrieren, Medienanfragen und die Zusammenarbeit mit Behörden oder anderen Organisationen.
Bis zum 7. Oktober bitten die Johanniter um Anmeldung, um die Einweisungen für die Teilnehmer rechtzeitig planen zu können.
Infos und Anmeldung
Die Einsatzzeiten für engagierte Mimen sind zwischen Donnerstag, 15.10., 8 Uhr und Freitag, 16.10., 22 Uhr, und finden durchgehend Tag und Nacht statt. Daher werden laut den Johannitern auch in den Nachtstunden Darsteller benötigt. Eine Teilnahme ist auch nur in Teilzeiträumen möglich, wenn dies bei derRegistrierung angegeben wird.
Für die gesamte Dauer der Übung wird die Verpflegung gestellt. Falls benötigt, können zudem Feldbetten zur Verfügung gestellt werden.
Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 14 Jahre. Einige Szenarien können körperlich und emotional anspruchsvoll sein und beinhalten die realistische Darstellung von Verletzungen, Notfallsituationen sowie längere Einsatzzeiten – teilweise auch während der Nacht. Für Teilnehmer unter 18 Jahren ist zusätzlich eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich.
Teilnehmer erhalten ein ausführliches Briefing. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 7. Oktober über das Online-Portal: events.johanniter.de/mimen-d-emt-2026.