Kandidat für NBA Europe: Gladiators: Der erste Härtetest kommt aus England
Ein heißer Anwärter auf die NBA Europe kommt nach Trier: Die Gladiators freuen sich auf den Test gegen Manchester am Sonntag. Eine 40 Jahre alte Story verbindet beide Basketball-Standorte.
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Kandidat für NBA Europe Gladiators: Der erste Härtetest kommt aus England
Trier · Ein heißer Anwärter auf die NBA Europe kommt nach Trier: Die Gladiators freuen sich auf den Test gegen Manchester am Sonntag. Eine 40 Jahre alte Story verbindet beide Basketball-Standorte.
21.08.2026 , 08:12 Uhr
Zurück in der Arena: Für Eli Brooks steht das erste Spiel im Gladiators-Trikot seit Dezember 2025 an. Das Archivfoto zeigt ihn beim Trierer Sieg im Oktober 2025 in Berlin.
Foto: picture alliance / Andreas Gora/Andreas Gora
Es ist ein kleines Jubiläum: 1986 gewann Manchester United die Landesmeisterschaft – nicht zuletzt dank eines späteren Trierers. Nein, um Fußball geht’s hier nicht. Da wurde der Meistertitel, wie so oft in den 1980ern, im nahen Liverpool gefeiert. Aber im Basketball war Manchester das Maß der Liga. Und Manchester-United-Trainer war Joe Whelton, damals gerade 30 Jahre alt.
Whelton prägte später auch den Trierer Profibasketball. Von 2003 bis Dezember 2007 war der US-Amerikaner Cheftrainer der TBB Trier. Auch für den Trierer Basketball war 1986 ein Schlüsseljahr: Unter Wolfgang Esser stieg der TV Germania in die Zweite Basketball-Bundesliga auf – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Profibasketball.
Und jetzt, 40 Jahre später? Da treffen diese beiden Basketballgeschichten in der SWT-Arena aufeinander. Die Vet-Concept Gladiators Trier empfangen Manchester Basketball am Sonntag, 23. August, um 16.30 Uhr zur Saisoneröffnung. Es wird ein Test zwischen zwei Teams, die absolut im Aufschwung sind, sportlich und wirtschaftlich. Das zeigt sich bei den Vet-Concept Gladiators auch bei der Zuschauerresonanz. Nicht nur bei den BBL-Heimspielen 2026/27 wird’s immer voll, sondern auch bei den zumindest für Familien mit jüngeren Kindern nicht so attraktiven Mittwochsterminen im Europe-Cup.
Gladiators-Gegner Manchester: Ein heißer Kandidat für die NBA Europe?
Da gingen für die Heimspiele der Gruppenphase rund 3000 Dauerkarten weg, wie Geschäftsführer Florian Hosseini-Görge kürzlich bestätigte. Manchester Basketball stand im April noch im Finale des europäischen Wettbewerbs ENBL in Weißenfels, im Halbfinale hatte die Mannschaft im Top-4-Turnier den Gastgeber MBC geschlagen. So rechnet Gladiators-Headcoach Jacques Schneider mit einer „großen Herausforderung“ gegen das Team aus dem Nordwesten Englands. „Manchester spielt in der Champions-League-Qualifikation und ist entsprechend schon deutlich länger in der Vorbereitung als wir“, berichtet er. „Es ist auch eine Organisation, die in den nächsten Jahren weiter wachsen will. Es ist kein Geheimnis, dass die NBA Europe ein extrem großes Interesse an einem Standort in Manchester hat. Von daher ist das ein toller, aufregender Gegner, der nach Trier kommt.“
Die englische Liga – Super League Basketball – gehöre zwar noch nicht zu den Topligen in Europa. „Sie entwickelt sich aber kontinuierlich weiter. Das Interesse für Basketball wird in England immer größer“, sagt Schneider, der beim Testspiel den kompletten Kader zur Verfügung hat: „Die London Lions und Manchester Basketball werden sich im internationalen Geschäft etablieren.“
Manchester trifft in Champions-League-Quali auf Würzburg
Für die Trierer wird es der erste Test nach dem abgesagten Spiel gegen Koblenz, das am Freitag stattfinden sollte. Manchester Basketball trägt sein erstes Pflichtspiel der Saison auch in Deutschland aus: Sie gastieren in der Champions-League-Qualifikation in Würzburg. Das ist aber nur der erste Schritt. Wer die schwierige Qualifikation nicht schafft, wird im Europe-Cup antreten. Ein späteres Wiedersehen zwischen Trier und Manchester ist im weiteren Saisonverlauf nicht ausgeschlossen: Sollten beide Mannschaften im Europe Cup antreten und die Gruppenphase überstehen, könnte es in dieser Saison noch zu einem Pflichtspielduell kommen.
Für die Fußballabteilung von Manchester United war 1986 im Rückblick übrigens auch kein ganz unwichtiges Jahr: Im November kam der Schotte Alex Ferguson als neuer Trainer zum damaligen Tabellenvorletzten. Er sollte in den folgenden 17 Jahren noch viele Titel für die Red Devils holen.