Wenn Kinder Eicheln probieren: Das sollten Eltern wissen
Gesundheit Nussiges Aroma: Geröstete Bucheckern eignen sich als Topping für Salate, Suppen oder Müslis. Karl-Josef Hildenbrand/dpa Im Herbst landen beim Spazi...
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Gesundheit
Im Herbst landen beim Spaziergang schnell Eicheln oder Bucheckern in Kinderhänden – und manchmal auch im Mund. Ganz harmlos ist das nicht: Roh können die Waldfrüchte Beschwerden verursachen.
Im Herbst gibt es für Kinder im Wald und Park jede Menge zu entdecken. Eltern sollten aber aufmerksam sein, wenn kleine Kinder Eicheln oder Bucheckern aufsammeln und probieren wollen.
Denn obwohl beide Waldfrüchte nährstoffreich und aromatisch sind, sollten sie nicht roh gegessen werden. „Bitte nicht direkt beim Spaziergang verzehren“, rät Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.
Eicheln und Bucheckern essen: Roh können sie Beschwerden auslösen
Vor allem rohe Eicheln und Bucheckern können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Eicheln enthalten Gerbstoffe, sogenannte Tannine. In Bucheckern steckt zudem der schwach giftige Stoff Fagin.
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Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, sollte deshalb darauf achten, dass sie die Waldfrüchte nicht einfach in den Mund stecken.
So werden Eicheln und Bucheckern genießbar
Für die Küche können Eicheln und Bucheckern durchaus verwendet werden. Vorher müssen die Gerb- beziehungsweise Giftstoffe allerdings entfernt werden.
Eicheln lassen sich dafür mehrere Tage in Wasser einweichen. Bei Bucheckern reicht es nach Angaben der Verbraucherzentrale, sie mit heißem Wasser zu übergießen.
Alternativ können Bucheckern auch in der Pfanne angeröstet werden. Dann entwickeln sie einen nussigen Geschmack und eignen sich etwa als Topping für Salate, Suppen oder Müsli.
Eicheln und Bucheckern sind auch zum Backen geeignet
Eicheln und Bucheckern sind glutenfrei. Fein gemahlen können sie einen Teil des herkömmlichen Mehls ersetzen, etwa beim Backen von Brot oder Keksen.
Wer komplett glutenfrei backen möchte, braucht laut Verbraucherzentrale zusätzliche Zutaten für die Bindung. Dazu eignen sich beispielsweise Eier, Flohsamenschalen oder Leinsamen – und natürlich ausreichend Eicheln oder Bucheckern. (dpa/mp)