Kinder bauen Wasserfilter im Wald – und erleben, wie er funktioniert

Bei den Thementagen „Raus in die Natur" haben Kinder in Rodgau mit einem Wildnispädagogen Wald-Survival trainiert. Wie man schmutziges Wasser trinkbar macht, sorgte für einen Aha-Moment.

  • 2 min read
Kinder bauen Wasserfilter im Wald – und erleben, wie er funktioniert

Stand: 29.07.2026, 07:00 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Waldpädagogin Sigrid Scherer erläutert Kita-Kindern, was so alles kreucht, fleucht und wächst.

Waldpädagogin Sigrid Scherer erläutert Kita-Kindern, was so alles kreucht, fleucht und wächst. © Stadt Rodgau

Bei den Thementagen „Raus in die Natur" haben Kinder in Rodgau mit einem Wildnispädagogen Wald-Survival trainiert. Wie man schmutziges Wasser trinkbar macht, sorgte für einen Aha-Moment.

Rodgau – Sehen, riechen, hören, schmecken, anfassen: Zahlreiche Kinder sowie einige Eltern und Großeltern haben Wald und Wiese mit fast allen Sinnen erkundet. Die Thementage „Raus in die Natur“ der städtischen Einrichtungen Stadtverwaltung, Bücherei, Büro für Vielfalt und Bildung sowie des Familienzentrums in Rodgau vermittelten spielerisch Wissen und ermöglichten ein digitales Abenteuer.

Jäger Maximilian Lust erzählt über die Lebensräume und die Lebensweise heimischer Wildtiere.

Jäger Maximilian Lust erzählt über die Lebensräume und die Lebensweise heimischer Wildtiere. © Stadt Rodgau

Auch digitales Abenteuer

Bei einem Workshop der Volkshochschule unternahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einen Spaziergang, um Wildpflanzen kennenzulernen und zu sammeln. Anschließend wurden aus der Ernte essbare und pflegende Produkte hergestellt – verbunden mit praktischen Tipps, wie Wildpflanzen Körper und Wohlbefinden unterstützen können.

Die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei brachten den Wald zu den Familien: Ein Poster mit QR-Code führte Kinder in ein digitales Abenteuer rund um Tierstimmen und spannende Fakten zu Waldbewohnern. Beim Bilderbuchkino tauchten die Jüngsten in eine fantasievolle Geschichte aus dem Wald ein.

Älteren Kindern vermittelte der Jügesheimer Jäger Maximilian Lust einen anschaulichen Einblick in Lebensweise und Lebensräume der Tiere in den Wäldern rund um Rodgau.

Die Gemeinwesenarbeit war mit Kindertagesstätten mehrfach in der Natur unterwegs. Beim Wald- und Wiesenabenteuer erkundeten kleine Entdecker zusammen mit Sigrid Scherer, einer Pädagogin des Landesbetriebs Hessen-Forst, den heimischen Wald und lernten spielerisch, welche Tiere tatsächlich dort leben. Die Vielfalt hat manche Kinder überrascht.

Vorschulkinder staunten auf dem Gelände des Naturschutzbundes über Bienenstöcke und bauten unter Anleitung Vogelhäuschen, die sie später bemalten. Es war ein Ausflug, bei dem Neugier, Vorsicht und Begeisterung für Natur und Umwelt dicht beieinanderlagen.

Das Familienzentrum setzte den Schwerpunkt auf Wald-Survival für Grundschulkinder. Mit einem Wildnispädagogen lernten sie, was für einen sicheren Aufenthalt im Wald wichtig ist und wie man natürliche Ressourcen sinnvoll nutzt. Für einen Aha-Moment sorgte der selbst gebaute Wasserfilter: Die Kinder erlebten, wie schmutziges Wasser trinkbar wurde.

Das Büro für Vielfalt und Bildung ließ Kinder, Eltern und Großeltern Nistkästen bauen. Unter fachlicher Anleitung entstanden auf dem Gelände des Jugendhauses robuste Nistkästen für Meisen, Stare und andere heimische Vögel. Drei Generationen arbeiteten zusammen und nahmen am Ende einen selbst gebauten Nistkasten mit nach Hause. Der Workshop war ein kreativer Beitrag zum Naturschutz, der Familien über den Aktionstag hinaus mit der Natur verbindet. (lö)