Kirmesumzug in Obersuhl: 40 Gruppen ziehen durch den Wildecker Ortsteil
StartseiteLokalesRotenburg / BebraRotenburg (an der Fulda)Stand: 07.09.2026, 20:00 UhrKommentareUns auf Google folgenSchon jetzt ein bisschen verzaubert: Drei Waldfeen machten Werbung für die Sitzungen des Ober...
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Stand: 07.09.2026, 20:00 Uhr
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Rund 40 Gruppen und Festwagen zogen am Sonntag beim Obersuhler Kirmesumzug durch den größten Wildecker Ortsteil. Eine Gruppe stach mit einer ungewöhnlichen Botschaft heraus.
Obersuhl – Herrliches Spätsommerwetter, rund 40 Gruppen und Festwagen. Gute Laune sowohl bei den Akteuren als auch bei den Zuschauern, nicht zuletzt zurückzuführen auf so manches unterwegs gereichte und gerne getrunkene Erfrischungsgetränk. All das ließ den Festumzug am Sonntagnachmittag zum farbenprächtigen Höhepunkt der Obersuhler Kirmes werden.

Rund zwei Stunden lang schlängelte er sich durch den größten Wildecker Ortsteil, angeführt von den beiden Fahnenträgern, dem Fettfuchs als Obersuhler Repräsentationsfigur, den Spitzen der Kirmesgesellschaft, Bürgermeister Ricardo Gräf, Ortsvorsteher Jonas Barzov und Bundestagsmitglied Wilhelm Gebhard. Es folgte in Festtagstracht die große Gruppe der „ganz normalen“ Obersuhler Kirmesgesellschaftsangehörigen, denen sich auf den Festzug verteilt Kirmesgesellschaften aus Berka an der Werra, Bosserode, Dankmarshausen, Großensee, Hönebach, Richelsdorf, Süß und Untersuhl anschlossen. Insbesondere die Thüringer überzeugten mit Chic und so mancher Tanzvorführung. Demgegenüber legten die Hönebacher Dorfkinder noch einmal den Finger in die Wunde: Mit Björn Eimer als hochgehievte, huldvoll grüßende Miss kritisierten sie die Wildecker „Miss-Wirth-Schaft“.
Start-Festwagen war der liebevoll geschmückte Erntewagen, von dem herab es erstmals Naschwerk regnete. Die Kindergarten-Kids animierten zu gesunder Ernährung. Die Feuerwehr verdeutlichte, dass bei ihr nicht nur gefeiert und am Pool rumgelegen wird, sondern auch auf Wiesen und in Wäldern gelöscht wird.
Als Regentropfen präsentierten sich die Korkenfreundinnen, als AC-DC-Freaks die Mitglieder des Dartclubs Destille. Mit dabei waren des Weiteren Halloween-Golfers, Rotkreuzler und AWO-Angehörige, die die Bedeutung von gemeinschaftlich geleisteter Hilfe hervorhoben. Der Schützenverein Diana sprach sich gegen die Zuckersteuer aus und folgerte: „Weniger Zucker, mehr Verein, Kameradschaft bleibt steuerfrei!“ Die Naturschutzgruppe thematisierte die Eichenspinner-Problematik. Ein Zusammenschluss von Landwirten meinte: „Hilf der Landwirtschaft, trink Bier!“ Alsdann hoben die jüngeren und die älteren Fußballjungs der SG Wildeck, obwohl Steffen Rimbach als Euro-Millionär sein eigenes Süppchen kochte, den „echten“ Fußball in den Himmel.
Eine Augenweide waren einmal mehr die Aktiven des Obersuhler Carneval-Vereins, die das Motto der anstehenden Saison vorwegnahmen: „Zauberglanz und Narretei – beim OCV ist alles dabei!“ Weitere Schwerpunkte setzten der Festausschuss „705 Jahre Obersuhl – 50 Jahre 1000-Jahrfeier“, die Gruppe Gymvibes Wildeck, der Angelsportverein Forelle und der TV Obersuhl, der zur Spaßolympiade am 14. August 2027 einlud.
Für musikalische Begleitung sorgten die Frauen und Männer der Obersuhler Blasmusik, des Spielmannszugs Werratal Eschwege, die in Schottenröcken eindrucksvoll Dudelsack spielenden Burghaun Castle Pipes & Drums und die Gruppe Werra-Blech.