Nur ein Sieg in vier Spielen: Klopps erster Bundestrainer-Lehrgang sticht Nagelsmann trotzdem aus
StartseiteSportFußballKlopp- und Nagelsmann-Start haben viele ParallelenStand: 05.10.2026, 07:54 UhrKommentareUns auf Google folgenDer erste Lehrgang von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist Geschichte. Vieles li...
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Klopp- und Nagelsmann-Start haben viele Parallelen
Stand: 05.10.2026, 07:54 Uhr
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Der erste Lehrgang von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist Geschichte. Vieles lief ähnlich wie unter seinem Amtsvorgänger Julian Nagelsmann.
München – Jürgen Klopp hat seine ersten Spiele als neuer Bundestrainer der Nationalmannschaft hinter sich. Die reinen Ergebnisse – ein Sieg, zwei Remis, eine Niederlage – lassen zu wünschen übrig, doch ein Blick aufs größere Ganze zeichnet ein anderes Bild. Die Aufbruchsstimmung im Land ist nicht von der Hand zu weisen. Dazu sammelte Klopp durch zahlreiche Experimente viele wichtige Informationen über seine neuen Schützlinge.

Die Situation nach den ersten Länderspielen unter Jürgen Klopp ähnelt der vom Start unter Julian Nagelsmann vor drei Jahren überraschend stark. Klar, einige Rahmenbedingungen sind anders. Klopp spielte direkt viermal hintereinander und bemühte einen XXL-Kader, der allerdings in zwei Hälften geteilt wurde. Also vielleicht doch ganz ähnlich wie früher. Mit dem Unterschied, dass Nagelsmann nach seinen ersten beiden Spielen ein paar Wochen Pause hatte.
Klopp vs. Nagelsmann: Wer startete beim DFB wirklich besser?
Doch auch der damals 36-Jährige erzeugte bei seiner Amtsübernahme nach dem Ende der Zeit von Hansi Flick ein regelrechtes Nationalmannschaftsfieber in Deutschland. Intensität, Tempo, Einsatz und Elan: Nagelsmanns erste Spiele gegen die USA (3:1) und Mexiko (2:2) wurden als voller Erfolg gewertet – obwohl spielerisch und taktisch natürlich noch viel Identitätssuche stattfand. Vier Wochen später setzte es gegen die Türkei (2:3) und Österreich (0:2) die ersten Niederlagen.
Unter dem Strich holte Nagelsmann aus seinem ersten Länderspiel-Quartett also sogar einen Punkt weniger als Jürgen Klopp. Bis zur EM 2024 wurden dann allerdings auch die Ergebnisse immer besser. Deutschland verlor erst beim bitteren Viertelfinal-Aus gegen den späteren Europameister Spanien wieder, das nach dem Handspiel-Eklat um Marc Cucurella auch noch unter besonderen Bedingungen endete.
Genau wie Klopp testete im Herbst 2023 auch Nagelsmann viel aus. Eine frische Marschroute sollte her, dafür gab der neue Mann Spielern wie Robert Andrich oder Chris Frührich eine Chance. Getreu dem Motto: Jeder, der sich auf Vereinsebene beweisen kann, hat eine Chance in der Nationalmannschaft. Ein Credo, das Jürgen Klopp zuletzt beinahe täglich wiederholte.
Unter dem Strich zeigen sich also viele Parallelen zwischen den ersten Wochen von Klopp und Nagelsmann. Entscheidend ist, wie es weitergeht. Nagelsmann hielt die gute Stimmung monate- bis jahrelang aufrecht. Bei der WM fiel der Optimismus trotzdem wie ein Kartenhaus zusammen – obwohl Deutschland bis zur Niederlage am dritten Gruppenspieltag gegen Ecuador elfmal in Folge gewonnen hatte.
Wenn Klopp im November zu seiner zweiten Abstellungsperiode bittet, wird die sportliche Fallhöhe relevant. Aktuell steht Deutschland nach den ersten vier Spieltagen in der Nations League nämlich nur auf Platz drei hinter den Niederlanden und Griechenland. Gegen Serbien (13. November) und Oranje drei Tage später müssen Siege her, damit der Einzug ins Viertelfinale und die Erhaltung des Klopp-Momentums gelingen können. (mbo)