Kommentar: Drohnenzentrum am Kassel Airport – Rheinmetall wäre der wahre Meilenstein
StartseiteKasselKassel AirportStand: 05.08.2026, 17:51 UhrKommentareUns auf Google folgenAm Kassel Airport geht ein Drohnenzentrum an den Start. © Uwe Zucchi/dpa15 Unternehmen haben sich im Terminal des Kassel ...
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Stand: 05.08.2026, 17:51 Uhr
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15 Unternehmen haben sich im Terminal des Kassel Airport mit Drohnentechnik präsentiert, darunter der Rüstungskonzern Rheinmetall. Ein Kommentar.
So viel Trubel wie zum Start des Drohnenzentrums herrschte am Kassel Airport zuletzt äußerst selten. Im April kündigte das Land Hessen dieses Zentrum als Teil der strategischen Weiterentwicklung an. Nach wiederholten Flauten in Sommer- und Winterflugplänen ist den Zuständigen offenbar endlich klar geworden, dass sich etwas tun muss, um den Flughafen weiterhin zu rechtfertigen. Und zwar schnell.
Eigentlich gilt das Zentrum nur als eines der Flughafen-Standbeine – neben dem Ausbau von Verteidigung und Zivilschutz, dem elektrischen Fliegen und dem Verbleib touristischer Flugangebote. Vor Ort wurde aber sofort deutlich: Das Drohnenzentrum ist mehr als nur ein Standbein von vielen. Es könnte womöglich die eine Chance für den Flughafen sein. Warum? Elektrisches Fliegen ist derzeit noch Zukunftsmusik. Alle Veränderungen in puncto Verteidigung und Zivilschutz bleiben bislang mehr als vage. Von Urlaubszielen ist nahezu keine Rede mehr. Noch immer steht Calden ohne Winterflugplan da. Das ist fast schon Normalzustand geworden.
Ungewohnt konkret und zügig läuft es hingegen beim Thema Drohnen. 15 Unternehmen präsentierten sich nach der Förderbescheidübergabe, die dem Zentrum einen finanziellen Anschub geben soll, im Terminal. Darunter Firmen, die kein Geheimnis daraus machen, den Flughafen auch für militärische Zwecke nutzen zu wollen. Besonders spannend: Auch Kassels wachsender Rüstungskonzern Rheinmetall zeigt großes Interesse.
Selbst in Krisenzeiten waren die Airport-Geschäftsführung und sämtliche Verantwortungsträger um sie herum nicht verlegen darum, Optimismus in Form von leeren Worthülsen zu verbreiten. Das hat in weiten Teilen der Region zu einem Glaubwürdigkeitsverlust geführt. Ein gescheiterter touristischer Flugverkehr lässt sich eben nicht schönreden.
Dieses Mal hat der Flughafen erstmals seit Langem einen Grund, optimistisch zu sein. Allerdings gilt auch hier: Die Voraussetzungen wurden geschaffen. Ob sich das Ganze am Ende auch wirtschaftlich trägt, wird sich erst in Zukunft zeigen. Würde sich ein Schwergewicht wie Rheinmetall sogar für eine Ansiedlung im neuen Gewerbegebiet entscheiden, wäre das der wahre Meilenstein.