„Die Kids können sich damit ein Stück weit mehr identifizieren“: Eberl verteidigt Bayernstar Olise
StartseiteSportFC BayernKompany und Eberl stellen sich nach umstrittenem Interview vor OliseStand: 12.09.2026, 13:45 UhrKommentareUns auf Google folgenDas Auftreten von Michael Olise sorgte nach dem Sieg über B...
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Kompany und Eberl stellen sich nach umstrittenem Interview vor Olise
Stand: 12.09.2026, 13:45 Uhr
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Das Auftreten von Michael Olise sorgte nach dem Sieg über Bodö/Glimt erneut für Schlagzeilen. Nun bekommt er Rückendeckung seitens des Klubs.
München – Michael Olise hat beim 5:0-Auftaktsieg des FC Bayerns über FK Bodö/Glimt in der Champions League erneut für Aufsehen gesorgt – zunächst auf dem Platz, aber auch nach Abpfiff in der Mixed Zone. Denn nach seinem Doppelpack, samt einer weiteren Torvorlage, sorgte er im Interview mit Streaminganbieter DAZN für Schlagzeilen.

In seiner gewohnt nonchalanten Art hielt er sich mit seinen Antworten auf die Fragen von Reporter Jochen Stutzky eher kurz und brachte sein Gegenüber damit an den Rand der Verzweiflung: „Du machst es mir ziemlich schwer, dieses Interview zu führen. Was macht dich glücklich? Was bringt dich zum Lachen?“, fragte Stutzky schließlich. Olise blieb zunächst stumm, bejate schließlich aber den Vorschlag des Reporters: „Tore schießen? Zu gewinnen?“
Bayern-Sportvorstand verteidigt Olise nach dessen Interview
Mit seinem Auftreten eckt der Offensivstar der Münchner keineswegs zum ersten Mal an und polarisiert bei den Fußballfans. Sportvorstand Max Eberl stellt sich jedoch einmal mehr vor den Franzosen und erinnert an dessen offizielle Vorstellung beim Rekordmeister: „Ihr erinnert euch noch: Vor zwei Jahren war er ebenfalls relativ wortkarg. Das ist halt nicht seine Art, und nicht jeder Mensch ist gleich“, so Eberl auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden Spiel gegen die SV Elversberg.
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Zudem betont der 52-Jährige, dass Olise einfach nur Fußball spielen wolle und „dass das Drumherum ihn relativ kaltlässt“. Und weiter: „Das Interessante ist, dass das medial natürlich sehr groß gemacht wird. Wenn wir aber mal in diese ganzen anderen Bereiche schauen – Social Media, TikTok, wie das alles heißt –, dann wird er dort gefeiert“, erklärt Eberl.
„Die Leute sagen einfach: Das ist ein Fußballer. Der soll Fußball spielen, der soll Spaß haben. Die Kids und Jugendlichen können sich damit ein Stück weit mehr identifizieren als vielleicht wir“, bemerkt der Bayern-Boss. „Aber das Entscheidende, warum wir Michael bei uns haben, ist, wie er Fußball spielt. Und das tut er außergewöhnlich. Das ist mir deutlich lieber.“ Olise erzielte in dieser Saison in fünf Einsätzen bereits fünf Treffer und bereitete zwei weitere vor.
Im Anschluss daran schaltet sich auch Trainer Vincent Kompany in die Diskussion ein. „Darf ich eines fragen? Glauben Sie, dass der Journalist, der die Frage gestellt hat, nicht zufrieden damit war, dass das jetzt viral gegangen ist? Wenn er jede Frage so beantwortet, wie ich das mache, dann geht nichts viral“, so der Belgier. Immer wieder wurde sich aufgrund Olises Art Sorgen um die Außendarstellung und Vermarktbarkeit des FC Bayern gemacht.
Für Kompany nichts mehr als heiße Luft: „Max hat das über Michael Olise richtig gesagt. Aber wenn wir ehrlich sind: Es ist kein Sponsor und kein Journalist, der Michaels Art schlecht bewertet. Auf keinen Fall. Jeder profitiert davon. Wir sollten jetzt, glaube ich, nicht zu viel miteinander vermischen“, so der Bayern-Coach.
„Ich arbeite auch schon seit längerer Zeit auf Topniveau: Sponsoren wollen einfach, dass über sie gesprochen wird. Und wenn Michael da ist, dann wird über die Sponsoren gesprochen“, versichert der 40‑Jährige, und auch Eberl stellt noch einmal klar: „Mir ist lieber, er spielt so, wie er spielt, und wird in fünf Spielen dreimal zum ‚Man of the Match‘ gewählt“. (hbr)