Konditorei Sa'Sis eröffnet Filiale in Frankfurt – und reagiert auf vegane Nachfrage

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Konditorei Sa'Sis eröffnet Filiale in Frankfurt – und reagiert auf vegane Nachfrage

Stand: 20.07.2026, 18:24 Uhr

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FOTO TAGESSATZFrankfurt: Für Gastro-Serie: Das französisch angehauchte Café Sa'Sis hat eine neue Dependance im Bahnhofsviertel eröffnet, treffen Inhaberin Alina Kupfer dort, Kaiserstraße 70Die Schwestern Alina (die Größere) und Eliza führen das Familienunternehmen mittlerweile in der zweiten Generation. Gegründet wurde das Stammhaus in Bad Soden 1992 (damals als Café Merci), bevor die beiden die Geschäftsführung übernahmen und die Marke modernisiertenFoto aufgenommen am 14.07.2026Foto: Rolf Oeser

Die Schwestern Alina Kupfer (rechts) und Eliza Klügling führen das Familienunternehmen mittlerweile in der zweiten Generation. © ROLF OESER/Rolf Oeser

Seit Anfang Juli verkauft das Café Sa'Sis Daily seine Backwaren am Ende der Kaiserstraße. In Frankfurt werden deutlich häufiger vegane Produkte nachgefragt als im Taunus.

Seit Anfang Juli verkauft das Café Sa’Sis Daily seine Backwaren am Ende der Kaiserstraße. Unter einem Verkaufsfenster zieren pinke, grüne, rosa und weiße Streifen den Tresen, Kugeln in den gleichen Farben umrahmen das Logo. Auch in Frankfurt ist der Name des Familienbetriebs aus dem Taunus bereits bekannt. Dort gibt es schon drei Filialen der Konditorei und Patisserie.

FOTO TAGESSATZFrankfurt: Für Gastro-Serie: Das französisch angehauchte Café Sa'Sis hat eine neue Dependance im Bahnhofsviertel eröffnet, treffen Inhaberin Alina Kupfer dort, Kaiserstraße 70Die Schwestern Alina (die Größere) und Eliza führen das Familienunternehmen mittlerweile in der zweiten Generation. Gegründet wurde das Stammhaus in Bad Soden 1992 (damals als Café Merci), bevor die beiden die Geschäftsführung übernahmen und die Marke modernisiertenFoto aufgenommen am 14.07.2026Foto: Rolf Oeser

FOTO TAGESSATZFrankfurt: Für Gastro-Serie: Das französisch angehauchte Café Sa'Sis hat eine neue Dependance im Bahnhofsviertel eröffnet, treffen Inhaberin Alina Kupfer dort, Kaiserstraße 70Die Schwestern Alina (die Größere) und Eliza führen das Familienunternehmen mittlerweile in der zweiten Generation. Gegründet wurde das Stammhaus in Bad Soden 1992 (damals als Café Merci), bevor die beiden die Geschäftsführung übernahmen und die Marke modernisiertenFoto aufgenommen am 14.07.2026Foto: Rolf Oeser © ROLF OESER/Rolf Oeser

Draußen vor dem kleinen Laden stehen rosa Bänke unter Sonnenschirmen. In der Auslage glänzen Törtchen, belegt beispielsweise mit Erdbeeren und Blaubeeren. Daneben liegen Éclairs, sahnige Teilchen und Kuchen. Links davon findet man fertig verpackte Sandwiches, Obstsalat und Salate bereit. Im Hintergrund stapeln sich Baguettes neben Croissants.

Die Serie

Restaurants, Cafés, Imbiss oder Bar: In unserer neuen Gastro-Serie „Frankfurter Küche“ berichten wir jeden Dienstag über beliebte und spannende Neueröffnungen, aber genauso verraten wir Geheimtipps und erzählen die Geschichten hinter den Lieblingen der Stadt.

2023 von den Eltern übernommen

Alina Kupfer und ihre Schwester Eliza Klügling haben das Unternehmen 2023 von ihren Eltern übernommen. Diese führten seit 1992 das Café Merci, vorher Bonjour, in Bad Soden. Mit der Übernahme erhielt das Café nicht nur einen neuen Namen – Sa’Sis ist eine Mischung aus Englisch und Französisch und bedeutet so viel wie „ihre Schwester“ –, sondern auch ein modernes Erscheinungsbild mit neuem Farbkonzept. „Dennoch wollten wir nie das Gemütliche verlieren. Es sollten sich Jung und Alt wohlfühlen. Und das haben wir geschafft“, sagt Kupfer.

Der französische Touch gehört schon lange zum Konzept. Als ihre Eltern das Café eröffneten, sei das noch etwas Besonderes gewesen, erzählt Kupfer. Einige Jahre habe es gedauert, bis das Angebot so gut angenommen worden sei. „Aber meine Eltern hatten ihre Liebe zu Frankreich und auch das Potenzial gesehen, denn so etwas gab es in der Umgebung noch nicht.“

Die Rezepte seien bis heute gleichgeblieben. Neu hinzu kamen Frühstücksangebote wie hausgemachtes Granola, Avocado-Stullen oder Breakfast-Wraps. Bei den Backwaren ergänzen Pistazien-Croissants, Cookies und Cupcakes das Sortiment.

Alina Kupfer, die eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert, und Eliza Klügling, die Betriebswirtschaft studiert hat, arbeiteten schon von klein auf in der elterlichen Konditorei und Patisserie mit. Fest eingestiegen sind sie schließlich 2016 und 2019.

Bereut hätten sie diesen Schritt nie, sagt Kupfer und lacht. „Es macht immer noch viel Spaß.“ Bis heute könnten beide überall mit anpacken, auch in der Küche. Sie wechseln sich an den Standorten ab, doch eine von ihnen sei immer vor Ort, auch am Wochenende.

FOTO TAGESSATZFrankfurt: Für Gastro-Serie: Das französisch angehauchte Café Sa'Sis hat eine neue Dependance im Bahnhofsviertel eröffnet, treffen Inhaberin Alina Kupfer dort, Kaiserstraße 70Die Schwestern Alina (die Größere) und Eliza führen das Familienunternehmen mittlerweile in der zweiten Generation. Gegründet wurde das Stammhaus in Bad Soden 1992 (damals als Café Merci), bevor die beiden die Geschäftsführung übernahmen und die Marke modernisiertenFoto aufgenommen am 14.07.2026Foto: Rolf Oeser

Die Schwestern Alina Kupfer (links) und Eliza Klüngling führen den Familienbetrieb in zweiter Generation. © Rolf Oeser

Die Backwaren für den Frankfurter Standort werden in Bad Soden hergestellt. Bei den Zutaten lege man großen Wert auf Qualität. Das Mehl und auch der Schinken stammen aus Frankreich, die Sandwiches werden in Frankfurt frisch belegt. Wer möchte, kann zudem Produkte aus Bad Soden vorbestellen.

Vegane Produkte in Frankfurt nachgefragt

Auffällig sei, dass in Frankfurt deutlich häufiger vegane Produkte nachgefragt würden als im Taunus, sagt Kupfer. Darauf habe der Betrieb reagiert und das Angebot um vegane Sandwiches und Kuchen erweitert.

Künftig sollen außerdem süße, herzhafte oder gemischte Boxen zum Mitnehmen oder auf Vorbestellung angeboten werden. Geplant ist auch eine Zusammenarbeit mit Lieferdiensten. „Es gibt schließlich sehr viele Büros rundherum“, sagt Kupfer.

Ein wenig Respekt habe sie vor dem Standort im Bahnhofsviertel schon gehabt, sagt Kupfer. Vor kurzem sei eine Scheibe des Geschäfts beschädigt worden, allerdings verfüge das Gebäude über einen Sicherheitsdienst. Insgesamt blicke sie jedoch positiv auf das Viertel. Es befinde sich im Umbruch, viele Menschen wollten hier etwas verbessern. Zudem sei das Bahnhofsviertel international geprägt. „Viele kommen hier am Hauptbahnhof an und das ist ihr erster Blick auf Frankfurt.“