Kreuzfahrt: Aida steuert seltene Route nur drei Mal bis 2028 an – doch es gibt eine Alternative

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Kreuzfahrt: Aida steuert seltene Route nur drei Mal bis 2028 an – doch es gibt eine Alternative

Kreuzfahrt Aida steuert seltene Route nur drei Mal bis 2028 an – doch es gibt eine Alternative

Eine der beliebtesten Routen von Aida gibt es bis 2028 nur an drei Terminen. Angesteuert werden dabei einsame Inseln im hohen Norden. Interessierte sollten schnell handeln.

04.08.2026 , 19:45 Uhr

 Die Aidasol ist eines der beiden Schiffe, die Kurs in den hohen Norden nehmen. Bis 2028 fährt Aida nur drei Mal Grönland an.

Die Aidasol ist eines der beiden Schiffe, die Kurs in den hohen Norden nehmen. Bis 2028 fährt Aida nur drei Mal Grönland an.

Foto: IMAGO/imagebroker/IMAGO/imageBROKER/Christopher Tamcke

Wer mit Aida auf eine Kreuzfahrt nach Grönland will, hat ein logistisches Problem: Die Route gibt es relativ selten. Bis Ende 2028 stehen für die Kreuzfahrt „Island & Grönland“ gerade einmal drei Termine im Kalender – und das bei einer Nachfrage, die laut dem weltgrößten Kreuzfahrtverband CLIA zuletzt um mehr als 20 Prozent gestiegen ist. Für das aktuelle Jahr ist die Reise längst vergriffen. Wer 2027 oder 2028 mitfahren will, sollte sich mit dem Buchen beeilen. Doch was macht die Route so attraktiv?

Warum ist diese Route so besonders?

Grönland zählt zu den exklusivsten Kreuzfahrtzielen weltweit. Die größte Insel der Erde ist geprägt von Fjorden, Gletschern, treibenden Eisbergen und einer Stille, die sich kaum anderswo auf der Welt findet - genau in der Schnittmenge von „Slow Travel“ und „Coolcation“. Wer an Bord geht, erlebt eine Landschaft, die vom Menschen nicht stark berührt wurde im Vergleich zu anderen Reisezielen zumindest.

Kombiniert wird Grönland auf der Aida-Route mit Island: Reykjavík, Akureyri und Seyðisfjörður stehen ebenso auf dem Fahrplan wie die grönländischen Städte Nuuk, Nanortalik, Sisimiut und das kleine Ilimanaq. Dazu kommen Stopps auf den schottischen Orkney- und Shetlandinseln sowie in Invergordon.

Wichtig zu wissen: Die Route richtet sich ausdrücklich an erfahrene Kreuzfahrer mit moderatem Fitness-Level. Für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist sie weniger geeignet – in einigen Häfen werden Passagiere per Tenderboot an Land gebracht.

Die drei Termine der Grönland-Kreuzfahrt von Aida auf einen Blick

Bis Ende 2028 gibt es für die Route „Island & Grönland“ genau drei Abfahrten – alle ab Hamburg:

  • 27. Juni – 18. Juli 2027 Schiff: Aidasol – 21 Tage – Preis: ab 4.045 Euro
  • 8. – 29. August 2027– 21 Tage auf der Aidaluna – Preis: ab 4.300 Euro
  • 4. – 26. Juli 2028 Aidasol – 22 Tage – Preis: ab 4.495 Euro

2026 ist die Route bereits vollständig ausgebucht. Je nach Schiff, Termin und Witterungslage können die angelaufenen Häfen leicht variieren.

Diese Häfen steuert Aida auf an

Die Route führt durch drei Länder und einige der abgelegensten Häfen Nordeuropas:

  • Schottland: Invergordon, Kirkwall (Orkney-Inseln), Lerwick (Shetland-Inseln)
  • Island: Reykjavík, Akureyri, Seyðisfjörður
  • Grönland: Nanortalik, Nuuk (Hauptstadt), Sisimiut, Ilimanaq

Ein Flug ist für die gesamte Reise nicht zwingend nötig: Start und Ziel der Kreuzfahrt ist der Hamburger Hafen.

Für wen eignet sich die Grönland-Kreuzfahrt?

Die Route ist nichts für Kreuzfahrt-Einsteiger oder Menschen, die vor allem Sonne und Wärme suchen. Zur Reisezeit im Sommer sind in Grönland und Island Temperaturen zwischen 8 und 15 Grad Celsius realistisch. Die Landschaft ist rau, die Häfen oft klein, die Ausflüge mitunter anspruchsvoll.

Wer hingegen Natur, Einsamkeit und das Gefühl sucht, wirklich am Ende der Welt zu sein – und dabei nicht auf Komfort verzichten will –, findet hier eine der außergewöhnlichsten Reisen, die Aida im Programm hat. Nicht umsonst ist die Route regelmäßig als eine der ersten ausgebucht.

Sinnvolle Alternative – die MS Hamburg von Plantours

Wer Grönland noch intensiver erleben möchte, kann beispielsweise auch die ab Hamburg zum Beispiel auch die Reederei Plantours in Betracht ziehen. Hier steuert die MS Hamburg die Nordinsel an. Der größte Unterschied zu Aida liegt vor allem in der Größe des Schiffes und der technischen Ausstattung. Kreuzfahrt-Expertin Lisa Schu des Anbieters „Mehr Kreuzfahrt“ bringt den Unterschied auf den Punkt: „Das ist quasi Expeditionsreisen mit dem Charme einer Kreuzfahrt.“

Mit maximal 400 Gästen erreicht die MS Hamburg kleine Häfen und enge Fjorde, die für große Schiffe nicht zugänglich sind. Zum Vergleich: Die beiden Aida-Schiffe haben Platz für bis zu 2200 Passagiere.

Diesen technischen Vorteil hat die MS Hamburg

Dazu kommt noch ein entscheidender technischer Vorteil des Schiffes: Die MS Hamburg verfügt über die Eisklasse 1B (deutsche Eisklasse E2 des Germanischen Lloyd) – die Aida-Schiffe auf der Grönland-Route haben keine vergleichbare Zulassung. Aus dem Fachchinesisch übersetzt heißt das: Auch bei durchschnittlichen und mäßigen Eisverhältnissen und einer Eisdicke von 60 Zentimetern steht die MS Hamburg vor keinen nennenswerten Problemen.

Bei ausgewählten Reisen gibt es sogar bordeigene „Zodiacs“ - also kleine Boote. Diese bringen die Gäste noch näher an Gletscher und Eisberge heran.

Plantours bietet 2027 gleich fünf Grönland-Reisen mit der MS Hamburg an, darunter eine 19-tägige Route ab Hamburg entlang der Ostküste Grönlands und Islands bis Kangerlussuaq (21. Juli – 8. August 2027, inkl. Charterrückflug) – Einstiegspreis ab 4.999 Euro pro Person in der Außenkabine inklusive Vollpension.

Die Anreise zur Kreuzfahrt ab Saarbrücken

Die Reisen beider Anbieter haben für Touristen aus dem Saarland den Vorteil, dass nicht zwingend mit dem Flugzeug angereist werden muss. Ab Saarbrücken Hauptbahnhof ist die größte Hansestadt Deutschlands binnen sechseinhalb Stunden erreichbar. In der Regel ist lediglich ein Umstieg in Mannheim oder Frankfurt vonnöten. Der Hamburger Hafen ist vom Hauptbahnhof aus mit der U-Bahn in wenigen Minuten erreichbar.

Vom Flughafen Saarbrücken aus gibt es aktuell keine Direktflüge nach Hamburg.

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