News zu Iran: Medien: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an
Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenture...
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Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert
Etwa 400 Schiffe stecken noch im Persischen Golf fest
Irans Revolutionsgarde: Haben volle Kontrolle über Straße von Hormus
Iran: Diplomatie könnte wieder in Gang kommen
Brief an UN: Iran bezeichnet US-Sanktionen als Wirtschaftsterrorismus
Medien: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele in Iran angegriffen. Ziel seien zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak gewesen, berichteten das Nachrichtenportal „Axios“ sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten. Sie sollten demnach daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Anwohner berichtet, dass im Bereich der Insel Larak eine Explosion zu hören gewesen sei.
Die iranischen Revolutionsgarden wurden in Staatsmedien mit den Worten zitiert, bei dem Angriff seien mehrere Soldaten und Zivilisten getötet und verwundet worden. Auf den Angriff würden „Reaktion und Bestrafung“ folgen, hieß es.
Erst diese Woche hatte US-Präsident Donald Trump Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen verlegen. Er sprach von einer „Null-Toleranz-Politik“. Trump sagte mit Bezug auf sein Militär zudem, alle Minen seien aus der Straße von Hormus entfernt oder gesprengt worden. Auch Mitte August hatte es geheißen, es seien keine Sprengkörper mehr in der Meerenge zu finden: Damals sagte Trump weiter, dass die Straße von Hormus angeblich vollständig geöffnet sei. Noch immer aber liegt der Schiffsverkehr weiter deutlich unter dem Vorkriegsniveau.
US-Finanzminister: Planen wöchentlich neue Sanktionen gegen Iran
Das US-Finanzministerium plant nach den Worten von Scott Bessent wöchentlich neue Sekundärsanktionen gegen Iran. Zunächst stünden Banken im Fokus, sagte Bessent der Nachrichtenagentur Reuters. Man werde den Geldhäusern klarmachen, dass es nicht in Ordnung sei, iranisches Geld zu verwalten und das Regime zu unterstützen. Der nächste Schritt könne sein, ein Institut vollständig vom dollarbasierten Finanzsystem abzuschneiden. Bessent will diese Botschaft auch beim anstehenden Treffen der G20-Finanzminister übermitteln: Wer die wirtschaftlichen Beziehungen zu Iran nicht kappe, müsse mit Sekundärsanktionen rechnen.
Iran greift US-Stützpunkte in Jordanien an
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei US-Stützpunkte in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. Dies sei die Vergeltung für einen US-Angriff auf die iranische Insel Larak, berichteten iranische Medien am frühen Montagmorgen. Ziel des Beschusses seien die Militärbasen King Hussein und Al Azraq gewesen. Dem US-Sender Fox News zufolge blieben die Angriffe zunächst ohne größere Auswirkungen. Fast alle anfliegenden Raketen seien abgefangen worden, berichtete der Sender unter Berufung auf US-Kreise.
Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert
Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zumindest in Teilen dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen Iran gewarnt haben. „Vieles davon ist schlichtweg falsch“, schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein „Verbrechen“ sei.
In einem Statement an die Deutsche Presse-Agentur sagte Parnell, dass der Artikel „ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten“ sei. Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äußern. Zuvor hatte die Washington Post unter Berufung auf mit einem geheimen Dokument vertraute Personen berichtet, dass mehrere hochrangige US-Militärs Verteidigungsminister Pete Hegseth darauf hingewiesen hätten, dass eine Verlängerung großangelegter Operationen gegen Iran nicht tragbar sei. Zudem könnten dadurch die Fähigkeiten der Streitkräfte, Bedrohungen auch in der Heimat abzuwehren, eingeschränkt werden, schrieb die Tageszeitung unter Berufung auf das sogenannte Secretary of Defense Orders Book (SDOB).
Dabei handelt es sich laut Washington Post um eine in der Regel zweimal im Monat zusammengestellte Übersicht über die weltweite Verfügbarkeit von US-Kriegsschiffen, Flugzeugen, Personal und Waffensystemen. Die Warnungen seien von Oberbefehlshabern von Heer, Marine und Luftwaffe sowie den Vier-Sterne-Generälen, die die US-Operationen in Europa, Asien und Lateinamerika leiten, ausgesprochen worden, hieß es weiter.
Laut dem Dokument sei vorgesehen, dass einige in Nahost stationierten Truppen bis September und andere bis 2027 dort bleiben sollen. Eine mögliche Verlängerung des Truppeneinsatzes habe die Militärführung dazu veranlasst, ihre Besorgnis zu äußern.
Etwa 400 Schiffe stecken noch im Persischen Golf fest
Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem halben Jahr stecken einem Bericht zufolge noch immer ungefähr 400 Schiffe im Persischen Golf fest. „Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können“, sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, laut einer Mitteilung am Freitag.
Die Organisation verifizierte seit Kriegsbeginn Ende Februar eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez. „Besonders bedrückend ist sie jedoch für die Tausenden unschuldigen Seeleute, die davon betroffen sind.“
Irans Revolutionsgarde: Haben volle Kontrolle über Straße von Hormus
Die Marine der iranischen Revolutionsgarde beharrt genau wie die US-Regierung darauf, die volle Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben. Die Behauptung von US-Beamten, die Meerenge sei offen, sei eine „glatte Lüge“ und diene nur dazu, die Ölpreise zu kontrollieren und die eigene Niederlage zu vertuschen, teilte die Revolutionsgarde über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit.
Schiffen, die ohne vorherige Abstimmung mit Iran die Meerenge passieren wollten, sei die Durchfahrt verboten, hieß es in der Erklärung, die auch von Staatsmedien zitiert wurde. „Die Kontrolle, die die Streitkräfte der Islamischen Republik über die strategische Meerenge von Hormus ausüben, ist vollständig und entscheidend.“ All dies werde auch so bleiben, bis die „Aggression“ der USA ende und die Verpflichtungen aus einem vor rund zweieinhalb Monaten geschlossenen und mittlerweile ausgelaufenen Rahmenabkommen erfüllt seien.
Am Donnerstag hatte der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, gesagt, das US-Militär habe die Straße von Hormus in den vergangenen Monaten von Minen befreit: „Heute sind die internationalen Schifffahrtsrouten offen, und die Dynamik nimmt zu.“ US-Präsident Donald Trump hatte schon Mitte des Monats behauptet, die Meerenge sei minenfrei, vollständig geöffnet und werde „zu 100 Prozent“ von den USA kontrolliert. Die Angaben beider Seiten lassen sich kaum unabhängig überprüfen.
Laut der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) passierten in den vergangenen sieben Tagen täglich etwa 29 Frachter die Meerenge. Vor Kriegsbeginn waren es im Februar nach Angaben der Weltschifffahrtsorganisation IMO durchschnittlich knapp 130 Schiffe pro Tag gewesen.
Iran: Diplomatie könnte wieder in Gang kommen
Iran ist seinem Außenminister Abbas Araghtschi zufolge zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA bereit. Dies sei nicht unmöglich, teilt er auf der Online-Plattform X mit. Es hänge aber davon ab, dass die Vereinigten Staaten verstünden, dass Druck nicht funktioniere. Er habe „kreative Gespräche“ mit dem Ministerpräsidenten und Außenminister von Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, geführt. Die Regierung in Washington solle Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, die Rechte Irans anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten.
Luzia Geier

Syriens Präsident ernennt früheren SDF-Kommandeur zum Berater
Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa ernennt den früheren Kommandeur der Kurdenmiliz SDF, Maslum Abdi, einem Agenturbericht zufolge zu seinem Berater. Das meldet die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf ein Präsidialdekret. Abdi hat kürzlich die Auflösung der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) als unabhängige Streitmacht verkündet. Dies ist Teil eines Integrationsplans, der in diesem Jahr mit der islamistisch geführten Regierung in Damaskus vereinbart wurde.
Luzia Geier

Iran: Arbeiten an Bedingungen für Wiederöffnung von Hormus-Passage
Iran bereitet nach eigenen Angaben eine Liste von Bedingungen für die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Zu den Forderungen gehöre ein Ende des regionalen Krieges, sagt der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Mohsen Rezai, in einem Interview des Fernsehsenders Al-Manar. Iran habe sich zudem mit dem Oman auf einen Schifffahrtskorridor geeinigt. Schiffe könnten eine zentrale Fahrrinne nutzen, falls die USA die Bedingungen erfüllten.
Die Revolutionsgarden teilen mit, Iran werde eine Wiederöffnung der Meerenge nicht erlauben, solange Washington nicht die Blockade iranischer Häfen aufhebe, Entschädigungen zahle und Sanktionen zurücknehme. Durch die Meerenge wurde vor Beginn des Krieges im Februar etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases transportiert.
Iran: Berichte über Anschlagspläne auf Trump-Sohn sind falsch
Berichte über angebliche Pläne für ein Attentat auf den jüngsten Sohn von US-Präsident Donald Trump sind dem iranischen Sicherheitschef Mohsen Resai zufolge falsch. Diese Behauptungen seien eine Lüge, sagt Resai in einem Interview des libanesischen Fernsehsenders Al-Manar. Der US-Geheimdienst Secret Service hatte am Dienstag erklärt, ihm sei ein Video des staatlichen iranischen Fernsehens über ein mögliches Attentat auf Barron Trump bekannt.
Katars Regierungschef in Iran
Mit dem Besuch des katarischen Regierungschefs in Teheran mehren sich die Zeichen für diplomatische Bemühungen im Iran-Krieg. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi, wie dessen Ministerium in der iranischen Hauptstadt mitteilte.
Es ist bereits der dritte hochrangige diplomatische Besuch innerhalb weniger Tage. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran und führte Gespräche mit der iranischen Führung. Am Dienstag folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Vor allem Pakistan und Oman hatten in jüngster Zeit zwischen Teheran und Washington vermittelt.
Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei in der Meerenge zwischen Iran und Oman von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde zu dem Angriff am Dienstag zunächst keine genaueren Angaben zum Ort des Zwischenfalls. Damit blieb unklar, ob der Tanker vor der Küste Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen worden war.
Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Zuletzt hatte die Behörde am Montag einen Angriff auf einen Tanker vor der omanischen Küste gemeldet.
Brief an UN: Iran bezeichnet US-Sanktionen als Wirtschaftsterrorismus
Iran hat die angedrohten jüngsten US-Sanktionen in einem Brief an die Vereinten Nationen als einen Akt staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus verurteilt. Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in dem auf der Plattform Telegram und in Staatsmedien veröffentlichten Brief, die USA versuchten, die „rechtmäßigen Wirtschaftsbeziehungen Irans mit anderen Staaten zu beenden“, nachdem sie ihre Ziele durch Krieg nicht hätten erreichen können. Der Brief richtet sich an UN-Generalsekretär António Guterres, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten.
Araghtschi schrieb, die US-Sanktionen schadeten bewusst der Zivilbevölkerung, weil der Zugang zu Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Gütern eingeschränkt werden solle. Iran fordere den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten auf, die „einseitigen Zwangsmaßnahmen und Sekundärsanktionen“ durch die USA zu verurteilen und zurückzuweisen. Darüber hinaus sollten die Mitgliedstaaten die US-Sanktionen nicht anerkennen und umsetzen. Die USA müssten damit aufhören, souveräne Staaten zu zwingen, ihre rechtmäßigen Handelsbeziehungen mit Iran zu ändern.
China hatte die angedrohten Sanktionen bereits kritisiert. Ein Wirtschaftskrieg führe nicht zu einer Lösung, sondern verschärfe Konflikte und störe die globale Finanzordnung, hieß es.
Luzia Geier

Bericht: USA Planen vorerst keine neuen Iran-Angriffe
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, US-Außenminister Marco Rubio habe in den vergangenen Tagen mehreren Außenministern verbündeter Länder mitgeteilt, dass die USA bis auf Weiteres wohl keine weiteren Angriffe auf Iran starten werden. Stattdessen wollten sich die USA auf andere Druckmittel konzentrieren, heißt es unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und eine zweite Person mit Kenntnis der Angelegenheit.
Trump: Minen in Straße von Hormus geräumt
Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump alle Minen in den internationalen Gewässern der Straße von Hormus geräumt oder gesprengt. Iran sei darüber informiert worden, dass jedes Schiff oder Boot, das neue Minen verlege, sofort zerstört werde, erklärt Trump.
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