Kristallklares Wasser: Dieser Mittelmeer-Geheimtipp schlägt Mallorca im September

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Kristallklares Wasser: Dieser Mittelmeer-Geheimtipp schlägt Mallorca im September

Kristallklares Wasser und ein unberührtes Naturpanorama – Ihr Mittelmeer-Traumziel im September

Stand: 15.09.2026, 13:53 Uhr

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An der Küste von Tarragona vereint Tamarit eine imposante Burganlage, Natur und kristallklare Buchten zu einem außergewöhnlichen Ausflugsziel.

Tamarit – Ein mittelalterliches Kastell erhebt sich majestätisch über dem türkisfarbenen Mittelmeer: Das Castell de Tamarit dominiert die Küstenlandschaft der katalanischen Costa Daurada (spanisch: Costa Dorada) wenige Kilometer nordöstlich von Tarragona. Die Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert thront spektakulär auf einem steil abfallenden Felsvorsprung direkt an der Brandung. Zusammen mit der erhaltenen Vila Closa, der ummauerten historischen Siedlung, bildet das Bauwerk ein Postkartenmotiv, das in dieser Form an Spaniens Küsten selten geworden ist.

Das Castel de Tamarit.

Das Castel de Tamarit ist ein Geheimtipp für Spanien-Urlauber. (Symbolbild) © IMAGO/Pond5 Images/xLuzimagx

Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Antike zurück: Bereits die Römer nutzten die strategisch günstige Lage entlang der berühmten Handelsstraße Via Augusta. Das heutige Kastell entstand im Hochmittelalter unter der Adelsfamilie Claramunt, die an dieser Stelle ein Bollwerk zur Abwehr von Seeangriffen und Piratenüberfällen errichtete, wie eldiario.es berichtet.

Traumziel für Mittelmeer-Urlauber: Tamarit überzeugt mit Festung und Stränden

Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Festung mehrfach erweitert und umgebaut, wodurch romanische, gotische und Renaissance-Elemente harmonisch ineinander übergehen. Im Garten zeugt ein Fragment eines römischen Meilensteins von der jahrtausendealten Besiedlung. Seit 1988 steht das gesamte Ensemble als Kulturgut von nationalem Interesse (Bé Cultural d’Interès Nacional) unter Denkmalschutz.

Direkt unterhalb der Mauern liegt die Cala Jovera, im Volksmund auch Cala del Castell genannt. Die kleine, etwa 90 Meter lange und 20 Meter breite Bucht ist gesäumt von hellen Felsen und duftenden Pinienhainen. Da die Bucht vollkommen unbebaut geblieben ist, genießen Badegäste hier kristallklares Wasser und ein unberührtes Naturpanorama. Nahezu von jedem Liegeplatz aus fällt der Blick direkt auf die Zinnen und Türme der Festung.

Schutzgebiet Gaià: Wo Süßwasser auf das Meer trifft

Wer mehr Platz im Sand sucht, wechselt zur benachbarten Playa de Tamarit. Der weitläufige Sandstrand, der rund acht Kilometer vom Stadtzentrum Tarragonas entfernt liegt, wird seit vielen Jahren regelmäßig mit der Blauen Flagge für hervorragende Wasserqualität und Sauberkeit ausgezeichnet.

Die Playa de Tamarit markiert zugleich die Mündung des Flusses Gaià. Der Unterlauf des Gewässers ist als Naturschutzgebiet Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks. Hier hat sich eine wertvolle Ufer- und Schilfvegetation erhalten, die seltenen Wasservögeln, Fischen und Amphibien einen Rückzugsort bietet.

Naturbegeisterte können von Tamarit aus auf markierten Pfaden entlang des Flusslaufs wandern oder über den Küstenwanderweg Camí de Ronda (Teilabschnitt des Fernwanderwegs GR-92) durch die schattigen Pinienwälder des Bosc de la Marquesa bis zu weiteren naturbelassenen Buchten wie der Cala Fonda (auch bekannt als Waikiki-Strand) spazieren, empfiehlt Tarragona Turisme. Für Familien bietet sich zudem die nahegelegene Playa de la Móra an, die dank ihres seichten Ufereinstiegs und geschützter Lage besonders kinderfreundlich ist. (Quellen: eldiario.es, Tarragona Turisme)