Kritische Dürre in Rhein-Main: Regen lässt auf sich warten, Spitzentemperatur am Freitag

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Kritische Dürre in Rhein-Main: Regen lässt auf sich warten, Spitzentemperatur am Freitag

Stand: 11.08.2026, 13:46 Uhr

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Ein staubtrockenes Getreidefeld (Archivbild).

Ein staubtrockenes Getreidefeld (Archivbild). © Patrick Pleul/dpa

Die Böden im Rhein-Main-Gebiet sind trocken und es wird noch schlimmer. Während die Temperaturen bis Freitag steigen, bleibt Regen weiter aus.

Offenbach – Die Böden in Hessen trocknen immer weiter aus, Wiesen und Rasen gehen unter der gnadenlosen Sonneneinstrahlung ein und ständig brennen Waldgebiete wie im Rheingau-Taunus- oder Main-Kinzig-Kreis. Die Gefahr für Brände in Wäldern und auf Graslandflächen und Feldern dürfte sich in den nächsten Tagen noch erhöhen.

Denn der Wetterbericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Sitz in Offenbach gibt an, dass die Temperaturen bis Freitag auf 38 Grad steigen könnten. Dementsprechend färbt sich die Hessenkarte in den Grafiken des Waldbrandgefahrenindexes und des Graslandfeuerindexes in den nächsten Tagen immer weiter rot ein. Für ganz Hessen ist bereits am Donnerstag Warnstufe 4 von 5 beim Graslandfeuerindex erreicht. Der Waldbrandgefahrenindex färbt sich für ganz Hessen am Freitag vollständig rot ein, in Teilen von Südhessen und Rhein-Main wird die höchste Warnstufe 5 erreicht.

Das Wetter in Hessen steigert sich im Verlauf der Woche also zu mehr Hitze. Doch von vorn: Der Dienstag präsentiert sich in weiten Teilen Hessens freundlich: viel Sonne, im Norden teils aufgelockertes Wetter, dazu kein Regen. Die Temperaturen klettern laut DWD auf 24 bis 28 Grad, im Süden des Landes auch auf 29 bis 31 Grad. Der Trost für Hitzegeplagte: In der Nacht sinken die Temperaturen auf 16 bis 11 Grad im Süden und 11 bis 7 Grad im Norden.

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Auch der Mittwoch bringt nach Angaben des Wetterdienstes verbreitet Sonnenschein. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 27 Grad in Nordhessen und 33 Grad entlang von Rhein und Main – auf der Wasserkuppe bleibt es mit rund 24 Grad etwas kühler. Die Tiefstwerte in der Nacht liegen zwischen 18 und 13 Grad, in Tallagen des Nordhessischen Berglands vereinzelt auch bei 8 Grad.

Das Wetter in Hessen am Donnerstag und Freitag: extreme Hitze im Südwesten

Ab Donnerstag wird es nach DWD-Angaben wieder richtig heiß. Verbreitet werden 31 bis 34 Grad erwartet, im Südwesten des Landes sogar sehr heiße 37 Grad. Dazu scheint die Sonne, es bleibt trocken. Die folgende Nacht bleibt ebenfalls klar und niederschlagsfrei, die Temperaturen fallen auf 21 bis 16 Grad – in städtischen Gebieten teils auf rund 23 Grad, in Tallagen des Berglandes hingegen bis auf 11 Grad.

Den vorläufigen Temperaturhöhepunkt der Woche markiert laut Deutschem Wetterdienst der Freitag. Heiter bis sonnig, kein Regen – und Höchsttemperaturen von 34 bis 38 Grad. Nur in Gipfellagen bleibt es mit rund 31 Grad etwas moderater. Eine mögliche Abkühlung deutet sich in der Nacht zum Samstag an. Der Himmel bewölkt sich zunehmend, und im Nordwesten Hessens sind gegen Ende der Nacht vereinzelte Schauer und Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen gehen auf 20 bis 17 Grad zurück, in städtischen Bereichen und Hochlagen teils auch auf rund 21 Grad. In Tallagen des nördlichen Berglandes kann es hingegen bis auf 13 Grad abkühlen.

Die 10-Tage-Vorschau im DWD-Wetterbericht für Hessen, bezogen auf die Wetterstation Wiesbaden, zeigt erst ab Samstagnachmittag Niederschläge, die aber höchstwahrscheinlich nicht besonders üppig ausfallen werden. Auch auf die Böden hat das derzeit einen fatalen Einfluss. Sie sind „derzeit ungewöhnlich stark ausgetrocknet“, schreibt der DWD auf seiner Website. Schon seit März sind die Niederschlagsmengen demnach unterdurchschnittlich. Besonders wenig Niederschlag fiel von der Pfalz und Rheinhessen bis nach Unterfranken, was also auch das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen betrifft. Seit dem Jahr 1882 gab es nur zwei Zeiträume von Anfang November bis Ende Juli, die trockener ausfielen.