Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Besser Wähler rauslösen als AfD-Abgeordnete

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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Besser Wähler rauslösen als AfD-Abgeordnete

Stand: 21.08.2026, 19:58 Uhr

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Für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt arbeitet die CDU wohl an Nachwahlstrategien gegen die AfD. Der richtige Ansatz ist ein anderer, kommentiert Sebastian Horsch.

München – Ein CDU-Parteistratege gibt sich gegenüber dem MDR zuversichtlich, dass man nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einzelne verärgerte AfD-Abgeordnete aus der Fraktion herauslösen könne. Dem Bericht zufolge kursieren sogar fünf bis zehn konkrete Namen möglicher Überläufer zur CDU. Es soll etwa um ältere Abgeordnete gehen, die keine weitere Wiederwahl anstreben.

AfD-Chefin Alice Weidel erhebt schon vor der Wahl den Vorwurf, dass eine AfD-Regierung gezielt blockiert werden könnte und spricht von „erwartbarer Regierungssabotage“.

AfD-Chefin Alice Weidel erhebt schon vor der Wahl den Vorwurf, dass eine AfD-Regierung gezielt blockiert werden könnte und spricht von „erwartbarer Regierungssabotage“. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Collage

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Alleinregierung der Rechten droht

Auch gebe es teilweise offene Rechnungen mit der Landes- oder Fraktionsspitze, etwa weil einzelne AfD-Politiker bei der Verteilung von Posten und Ämtern in der Vergangenheit nicht so berücksichtigt wurden, wie sie es für angemessen gehalten hätten. Das Ziel ist klar: eine Alleinregierung der Rechten in dem Bundesland verhindern. Doch was kommt danach?

Klar ist: Ein Gesetz würde damit nicht gebrochen. Abgeordnete sind frei. Auch wenn sie über Parteilisten gewählt wurden, dürfen sie Fraktionen verlassen oder wechseln, und so Kräfteverhältnisse in Parlamenten verschieben. Wenn aber eine Partei anfängt, systematisch Mandatsträger einer anderen Fraktion abzuwerben, umkurvt sie damit bewusst den Wählerwillen. Das ist auch dann nicht in Ordnung, wenn es um die AfD geht.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: CDU muss Wähler der AfD herauslösen

Wer die AfD regelmäßig in einem Parlament erlebt, kommt zu dem Schluss: Neben politischen Verschiebungen drohen mit ihr vor allem noch mehr Streit und Blockaden – bis hin zu Chaos und Dilettantismus. Dennoch: Für sie zu stimmen, ist erlaubt. Die CDU muss deshalb vor der Wahl ihre Wähler herauslösen, und nicht danach womöglich ihre Abgeordneten. Das gilt mit Blick auf das größere Bild auch im eigenen Sinne der Christdemokraten. Denn selbst wenn ein solches Manöver in Sachsen-Anhalt einmal gelingen würde, ließe die Quittung sicherlich nicht lange auf sich warten. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.