Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt: Manuela Schwesig warnt vor Gefahren durch AfD

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern nennt den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt bedrohlich für Deutschland. Einen weiteren Wahlerfolg will sie verhindern. Qu...

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Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt: Manuela Schwesig warnt vor Gefahren durch AfD

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern nennt den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt bedrohlich für Deutschland. Einen weiteren Wahlerfolg will sie verhindern.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

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  1. September 2026, 20:13 Uhr

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Manuela Schwesig AfD Landtagswahl Sachsen-Anhalt
»Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik haben Rechtsextremisten sehr deutlich eine Landtagswahl gewonnen«, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. © Danny Gohlke/​dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat vor den Gefahren durch den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewarnt. »Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik haben Rechtsextremisten sehr deutlich eine Landtagswahl gewonnen«, sagte Schwesig. Das sei gefährlich für Sachsen-Anhalt und Deutschland insgesamt.

»In MV kann und muss verhindert werden, dass die AfD stärkste Kraft wird«, sagte sie. Im nordöstlichsten Bundesland wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Auch hier liegt die AfD in Umfragen vorn, allerdings bislang unter der Marke von 40 Prozent. Die SPD liegt auf Rang zwei, zuletzt nur noch etwa drei Prozentpunkte hinter der AfD. Der CDU droht ein historisch schlechtes Abschneiden mit Umfragewerten um und teilweise unter zehn Prozent.

Der Spitzenkandidat der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Zeitenwende bezeichnet. »Uns in Mecklenburg-Vorpommern gibt dieser grandiose Erfolg richtig Rückenwind für die letzten zwei Wahlkampfwochen«, sagte Holm.

»Ergebnis muss wachrütteln«

Der Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, hat den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt als Konsequenz einer Polarisierung bezeichnet. Diese Polarisierung stärke die AfD und müsse daher ein Ende haben, forderte er. »Das Ergebnis muss wachrütteln«, sagte er.

Die AfD hat ersten Hochrechnungen zufolge in Sachsen-Anhalt ein Ergebnis von 44,1 bis 44,5 Prozent der Stimmen erzielt und liegt damit weit vor der CDU (18,5 Prozent) als zweitstärkster Partei. Die Linke erhält 9,2 bis 9,4 Prozent (11 Prozent). Die Grünen liegen bei 8,7 bis 8,9 Prozent (5,9 Prozent). Die SPD kommt auf 8,2 bis 8,8 Prozent (8,4 Prozent).

Zur Wahl aufgerufen waren in Sachsen-Anhalt knapp 1,7 Millionen Menschen. Die Wahlbeteiligung erreichte laut ZDF mit 80,0 Prozent einen historischen Höchststand in dem ostdeutschen Bundesland.