Bundesliga: LASK behält bei Austria weiße Weste

Meister LASK hat auch nach der zweiten Runde der Admiral Bundesliga eine makellose Bilanz und steht nach dem 2:0-Erfolg auswärts bei der Wiener Austria bei zwei Siegen, sechs Punkten und 5:0 Toren. Die Austria ist das genaue Gegenteil davon und ist nach zwei Spielen punkte- und torlos Letzter. Der Sieg des LASK war verdient, auch wenn die Austria mit aberkannten Toren, einem Lattenschuss und einem Ausschluss haderte.

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Bundesliga: LASK behält bei Austria weiße Weste

Bundesliga

Meister LASK hat auch nach der zweiten Runde der Admiral Bundesliga eine makellose Bilanz und steht nach dem 2:0-Erfolg auswärts bei der Wiener Austria bei zwei Siegen, sechs Punkten und 5:0 Toren. Die Austria ist das genaue Gegenteil davon und ist nach zwei Spielen punkte- und torlos Letzter. Der Sieg des LASK war verdient, auch wenn die Austria mit aberkannten Toren, einem Lattenschuss und einem Ausschluss haderte.

Online seit gestern, 21.08 Uhr

(Update: gestern, 22.19 Uhr)

Neun Tage nach dem 3:0-Auftaktsieg über den GAK setzten sich die abgeklärteren Linzer mit 2:0 durch, ohne zu glänzen. Ein Standardtreffer von Andres Andrade (54.) sowie ein Elfmeternachschuss von Moses Usor (83.) entschieden die Partie. Vor dem Strafstoß wurde Austrias Aleksandar Dragovic wegen Handspiels ausgeschlossen.

Austria-Coach Stephan Helm rotierte wie angekündigt viel „Frische“ in die Startelf. Nur Goalie Samuel Sahin-Radlinger, die Verteidiger Ibrahim Buhari und Johannes Handl sowie Julian Hettwer in der Offensive blieben von der Anfangsformation beim 2:1-Sieg über Beitar Jerusalem übrig. LASK-Trainer Dietmar Kühbauer behielt vor 12.442 Fans hingegen die Aufstellung vom Auftakt-3:0 über den GAK.

1:0 für Austria zählt nicht

Die beiden Kontrahenten lieferten sich ein temporeiches, emotionales Duell, in dem die Gastgeber schon in der zwölften Minute nach Köpfler von Ibrahim Buhari jubelten. Weil Assistgeber Lee Tae Seok aber knapp im Abseits gestanden war, blieb es beim 0:0.

Die Linzer waren in Sachen Ballbesitz tonangebend, in der Offensive aber kreativ bescheiden. Der Austria wiederum fehlte bei ihren Umschaltmomenten die Genauigkeit und notwendige Passschärfe – so wie bei einem vielversprechenden Überzahlkonter in der 28. Minute.

Wenig Torszenen, Lattentreffer der Austria

Der aberkannte „Veilchen“-Treffer sollte strenggenommen der einzige Austria-Torschuss vor der Pause bleiben. Der LASK verstärkte seine fruchtlosen Bemühungen gegen Ende der ersten Hälfte, mehr als Fehlschüsse von Sascha Horvath (39.) und Robert Ljubicic (43.) schauten dabei aber nicht heraus.

Zudem ließ George Bello eine gute Köpflermöglichkeit aus Kurzdistanz aus (45.+3). Samuel Adeniran, Doppeltorschütze in der ersten Runde, kam vorerst überhaupt nicht zur Geltung. Die Linzer kamen deutlich engagierter aus der Kabine, auch wenn Austria-Stürmer Sanel Saljic aus 18 Metern die Latte erzittern ließ (47.).

Pech für die Austria, Effizienz beim LASK

Andrade belohnte schließlich nach einem von Adeniran weitergescherzelten Eckball im Fünfer per Kopf die Bemühungen der Gäste. Der Double-Sieger war aber danach lange nicht in der Lage, für eindeutige Verhältnisse zu sorgen.

Die „Veilchen“ mühten sich redlich, belohnten sich aufgrund mangelnder Präzision aber weiter nicht. Oder sie hatten etwas Pech, wie beim vermeintlichen Ausgleich durch „Joker“ Kelvin Boateng, dem ein LASK-Abwehrversuch vom Arm über Goalie Lukas Jungwirth hinweg ins Tor sprang (75.).

Samuel Adeniran (LASK) und Aleksandar Dragovic (Austria)
Dragovic wehrt den Adeniran-Schuss mit dem Arm ab, wird ausgeschlossen, und der LASK verwertet den Elfernachschuss zum 2:0

Den Schlusspunkt setzte vielmehr der Favorit. Austria-Abwehrchef Aleksandar Dragovic bekam einen Adeniran-Schuss im Strafraum an den Oberarm und sah Rot. Usor scheiterte vom „Punkt“ zwar erst an Sahin-Radlinger, war im Nachsetzen aber zur Stelle.

Dragovic hadert mit VAR

Nach dem 0:2 gegen den LASK hat sich Aleksandar Dragovic alles andere als glücklich über die Leistung des VAR gezeigt. Besonders der aufgrund einer hauchdünnen Abseitsstellung aberkannte Führungstreffer ärgerte den Austria-Abwehrchef: „Ich habe von fünf Leuten gehört, dass es ein Skandal war.“

Stimmen zum Spiel:

Stephan Helm (Austria-Trainer): „Wir hatten gegen einen sehr starken LASK Gelegenheiten, in denen wir dem Spiel eine andere Richtung hätten geben können. Das vermeintliche 1:0 für uns, das war sehr unglücklich. Diese Linie (Abseitsüberprüfung des VAR, Anm.), kalibriert hin oder her, das ist schwer zu akzeptieren. Auch in der zweiten Hälfte hatten wir Phasen, wo wir uns ein Tor verdient hätten. Der LASK hat phasenweise aber schon sehr druckvoll gespielt. Gegen so eine Mannschaft gehört das auch dazu. Die Leistung über weite Strecken ging in die richtige Richtung. Es wäre möglich gewesen, mehr mitzunehmen.“

Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): „Wunderbar. Wir haben auch das zweite Spiel gewonnen und wieder kein Tor bekommen. Wir haben sehr gut begonnen, dann aber nicht mehr so viel nach vorne investiert, um dieses Tor zu machen. Nach der Pause war es bis zum 1:0 ein gutes Spiel von uns, wo wir direkter und besser gespielt haben. Mit dem 2:0 wollten wir verwalten, haben es der Austria aber leicht gemacht mit einfachen Bällen hinter die Kette. Da müssen wir uns schon an der eigenen Nase packen. Wir können und müssen es besser machen.“

Admiral Bundesliga, zweite Runde

Sonntag:

Austria Wien – LASK 0:2 (0:0)

Generali Arena, 12.442; SR Talic

Torfolge:
0:1 Andrade (54.)
0:2 Usor (83./Elfmeternachschuss)

Austria: Sahin-Radlinger – Handl (91./Nnodim), Dragovic, Buhari – Ranftl, Lee K., Wustinger (73./ Fischer), Lee T. – Hettwer (64./Markovic), Saljic (74./Deshishku) – Eggestein (46./Boateng)

LASK: Jungwirth – Mbuyamba, Tornich (89./Freckleton), Andrade (89./Verhaeghe) – Jörgensen, R. Ljubicic (61./Bogarde), Horvath, Bello – Danek (76./Schöpf), Adeniran, Lang (61./Usor)

Rote Karte: Dragovic (81./Torverhinderung)

Gelbe Karten: Helm (Trainer), Ranftl, Handl bzw. Adeniran, Mbuyamba