Laut Berichten Dutzende Verletzte nach Explosion in Kabuler Schule

Afghanistan Laut Berichten Dutzende Verletzte nach Explosion in Kabuler Schule Eine Handgranate soll in einer afghanischen Schule detoniert sein. Bei den meisten Verletzten handelt es sich um Schülerin...

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Laut Berichten Dutzende Verletzte nach Explosion in Kabuler Schule

Afghanistan

Laut Berichten Dutzende Verletzte nach Explosion in Kabuler Schule

Eine Handgranate soll in einer afghanischen Schule detoniert sein. Bei den meisten Verletzten handelt es sich um Schülerinnen

Ein afghanisches Schulmädchen mit einem blauen Rucksack steht vor dem Eingang einer Schule in Kabul, Afghanistan, am 22. März 2025. Die Wände des Gebäudes sind abgenutzt, mit Graffiti und Texten in einer regionalen Schrift versehen. Das Foto thematisiert die Bildungssituation von Mädchen in Afghanistan.
In Afghanistan werden Mädchen und Buben getrennt unterrichtet. Außerdem dürfen Mädchen die Schule nur bis zur 6. Klasse besuchen (Symbolbild).

Kabul – Bei einer Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind Medienberichten zufolge Dutzende Menschen verletzt worden. Bei dem Vorfall sei gegen 17.00 Uhr (Ortszeit) eine Handgranate in einer Schule detoniert, berichtete der Sender Tolonews unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Einem Bericht der Zeitung Hascht-e-Sobh zufolge soll es sich bei den meisten Verletzten um Schülerinnen handeln, die zum Zeitpunkt der Explosion gerade die Schule verlassen hätten.

In Afghanistan, einem Land, in dem das islamische Recht, die Scharia, strikt befolgt wird, werden Mädchen und Buben getrennt unterrichtet. Außerdem dürfen Mädchen die Schule nur bis zur 6. Klasse besuchen.

Tolonews berichtete unter Berufung auf eine Quelle in Sicherheitskreisen, dass bei dem Vorfall mindestens 52 Menschen verletzt worden seien. Davor hatte die Zeitung Hasht-e-Sobh von rund 30 Verletzten geschrieben.

Die Zahl der Verletzten schien angesichts der Angaben des Polizeisprechers, es habe sich um eine Handgranate gehandelt, ungewöhnlich hoch. Zugleich neigen die in Afghanistan regierenden islamistischen Taliban dazu, Sicherheitsvorfälle herunterzuspielen.

Explosion in schiitischem Stadtteil

Den beiden Medien zufolge ereignete sich die Explosion im Stadtteil Dasht-e Bartshi. Dieser wird mehrheitlich von schiitischen Hazara bewohnt. In der Vergangenheit hatte die Terrormiliz Islamischer Staat immer wieder in dem Stadtteil auch schwere Anschläge auf Schulen für sich reklamiert.

Zugleich sind in Afghanistan nach jahrzehntelangen Kriegen und Krisen scharfe Munition, Minen und Sprengkörper eine ständige Bedrohung für Zivilisten. Immer wieder sterben oder verletzen sich Kinder, wenn sie nicht explodierte Sprengmittel finden und damit spielen. (APA, 17.8.2026)

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