Leni Voet bestraft Wildeshauser Chancenwucher

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Leni Voet bestraft Wildeshauser Chancenwucher

Stand: 05.10.2026, 19:03 Uhr

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Lena Pflaum, VfL Wildeshausen, Fußball

Erzielte die Wildeshauser Führung: Lena Pflaum staubte zum 1:0 ab. © VfL Wildeshausen

Wer seine Chancen nicht nutzt, wird oft bestraft – diese leidvolle Erfahrung mussten die Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen beim TV Dinklage machen.

Wildeshausen – Die Verzweiflung stand Sven Flachsenberger ins Gesicht geschrieben. „Aktuell sind wir sehr gut darin, einen Gegner stark zu machen, den wir eigentlich schon geschlagen haben“, ächzte der Trainer des Frauenfußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen nach der 1:3 (1:0)-Pleite beim TV Dinklage. Durch ihre eklatante Chancenverwertung hielten die Krandel-Kickerinnen Dinklage am Leben. „Und dann kriegst du Gegentreffer, die du sonst nicht mal in der Jugend bekommst – da weißt du als Trainer langsam nicht mehr, was du machen sollst“, ärgerte sich Flachsenberger.

Seine Crew spielte die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit „komplett an die Wand“. Während VfL-Torhüterin Annemike Elvers gänzlich beschäftigungslos blieb, produzierten ihre Vorderleute Chancen im Minutentakt. Einzige Ausbeute blieb aber das 1:0 durch Lena Pflaum. Sie hatte abgestaubt, nachdem TVD-Keeperin Mareike Kohl einen Schuss von Nele Debbeler nicht festhalten konnte (22.). Lena Pflaum (11.), Sarah Kubitza (13./20./31./34., Lattentreffer), Nele Debbeler (14.) und Alina Fenslage (17., auf der Linie geklärt) hätten schon vor der Pause für klare Verhältnisse sorgen können. „Wir müssen minimum mit einem 3:0 in die Halbzeit gehen“, meinte Flachsenberger.

Im zweiten Abschnitt ließ Nele Debbeler zwei weitere Möglichkeiten aus (53./54.). Allerdings wirkten die Wildeshauserinnen nun schläfrig. „Dinklage war griffiger in den Zweikämpfen“, fand Flachsenberger. Beim Ausgleich half der VfL dann kräftig mit: Annemike Elvers warf den Ball halbhoch zu Amelie Brünjes, die das Spielgerät nicht kontrollieren konnte. Paula Brinkmann ging dazwischen und traf über Elvers hinweg zum 1:1 (62.). „Da fasst du dir als Trainer komplett an den Kopf“, meinte der entsetzte VfL-Coach.

Lea Obladen (64.) und Femke Krumdiek (70.) hätten die Gäste erneut in Führung bringen können, trieben den Wildeshauser Chancenwucher aber endgültig auf die Spitze. Wie es besser gemacht wird, demonstrierte ihnen dann Leni Voet, die zwei Dinklager Konter zum 3:1 vollendete (75./81.). „Und so verlieren wir ein Spiel, das wir nie im Leben verlieren dürfen“, zürnte Flachsenberger. Selbst sein Trainerkollege Detlev Meier habe sich nach dem Schlusspfiff ob des Sieges gewundert.