Metzger kritisiert Solar-Richtlinien – Leser stimmen zu
Für Anton Ruf wird Solarenergie zum Minusgeschäft. Wegen der Gesetzeslage kann der Metzger den Strom von seiner Anlage nicht für den eigenen Betrieb nutzen. Es bleibt nur die Einspeisung ins wenig lukrative Stromnetz. Wie er ist auch unsere Community desillusioniert.
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Leser zu Solarstrom
«Erst werden wir vom Staat geködert, dann abgezockt!»
Für Anton Ruf wird Solarenergie zum Minusgeschäft. Wegen der Gesetzeslage kann der Metzger den Strom von seiner Anlage nicht für den eigenen Betrieb nutzen. Es bleibt nur die Einspeisung ins wenig lukrative Stromnetz. Wie er ist auch unsere Community desillusioniert.
Publiziert: 12:56 Uhr
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Aktualisiert: 13:39 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Metzger Anton Ruf aus Winznau kann eigenen Solarstrom nicht für seine Metzgerei nutzen
- Stromnetz: Rückvergütung beträgt 9,5 Rappen/kWh, Einkaufspreis liegt bei 32 Rappen/kWh
- Neue Regelung ab 2027 senkt Vergütungen weiter, Kritik an Gesetzen wächst
Alessandro KälinRedaktor Community
Anton Ruf (56) hat die Freude an den Solarpaneelen auf seinem Dach verloren. Der Metzger aus Winznau SO hatte sich bei der Installation erhofft, den überschüssigen Strom für seine Metzgerei nutzen zu können. Weil der Betrieb im Nachbardorf steht, wird daraus jedoch nichts. Das Gesetz schreibt vor, dass er den selbst produzierten Strom nur innerhalb der gleichen Ortschaft nutzen darf.
Der Metgzer ist somit gezwungen, den überschüssigen Strom wieder ins Netz einzuspeisen. Während er für den rückgeführten Strom nur 9,5 Rappen ausbezahlt bekommt, zahlt er in der Metzgerei für jede Kilowattstunde 32 Rappen. Eine neue Regelung sieht ab nächstem Jahr zudem vor, dass die Vergütung je nach Bedarf im Stromnetz noch weiter sinken kann. Viele Leserinnen und Leser teilen Anton Rufs Unzufriedenheit. Auch für sie werden Photovoltaikanlagen zunehmend unattraktiver.
«Wer heute noch auf Solarstrom setzt, kann nicht rechnen»
Viele in der Community haben ähnliche Erfahrungen gemacht wie der Metzger. Andrea Portapia schreibt etwa: «Das geht leider den meisten so, die ins Netz einspeisen. Für mich grenzt das an Ausnutzung.» Basil Honegger fügt an: «Generell werden Solarpaneele schnell unrentabel, wenn man den Strom nicht selber verbrauchen kann. Die Einspeisevergütungen und die absurd hohen Netzgebühren stehen in keinem Verhältnis.»
Bernhard Müller macht den Staat verantwortlich: «Der Gesetzgeber sorgt dafür, dass alle verdienen ausser wir.» Auch Matthias Binggeli rügt: «Staat und Stromkonzerne wollen eben immer mitverdienen. Den Preis dafür zahlt der normale Bürger. Erst werden wir geködert, dann abgezockt!»
Roderich Hess kritisiert: «Anstatt uns Solaranlagen mit attraktiven Subventionen schmackhaft zu machen, vergrault der Staat uns. So rechnet sich die Investition nun mal einfach nicht.» Auch für Tom Haller ist klar: «PV-Anlagen haben sich damit für mich erstmal erledigt. Wer heute noch auf Solarstrom setzt, kann schlicht und einfach nicht rechnen.»
«Möglichst viel selbst verbrauchen, den Rest in den Stromspeicher»
Für viele Solaranlagenbesitzer in den Kommentaren gibt es nur eine Lösung: Unabhängigkeit. So teilt Frank Sommer etwa: «Ich lade jedes einzelne Watt in Batterien und verbrauche alles selbst! Ich verstehe die Rechnung der Einspeisenden wirklich nicht.» Auch für Max Adelheide ist klar: «Wer seinen eigenen Strom nutzen will, muss sich klar Batterien in den Keller packen. Alles andere macht keinen Sinn.»
Peter Weinmann gibt ähnliche Tipps: «Wichtig ist auch, die Anlage für den Bedarf anzupassen. Möglichst viel selbst verbrauchen, den Rest in den Stromspeicher. Von März bis Oktober bin ich damit autark.»
Damian Weiersmüller fügt hinzu: «Entweder einen Batteriespeicher anschaffen oder den Strom an den Nachbarn verkaufen. Das lohnt sich dann schon deutlich mehr.»